• 16.04.2003, 20:09:24
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"Neues Volksblatt" Kommentar: "Lehrbub" (Von Franz Rohrhofer)

Ausgabe vom 17. April 2003

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Linz (OTS) - Vielleicht ist der neue SPÖ-Geschäftsführer von Natur
aus naiv oder noch nicht gerissen genug. Jedenfalls ist seine Sicht
der laufenden Pensionsdebatte von entwaffnender Offenheit. Die SPÖ
halte ihr Reformkonzept deshalb unter Verschluss, weil man zuerst so
richtig über den Regierungsentwurf herziehen wolle, meinte
verschmitzt Herr Norbert Darabos. Heißt mit anderen Worten: Die
Pensionisten sind den Genossen ziemlich egal, die ganze Aufregung
dient nur dazu, der Regierung eins auszuwischen. Man nehme nur einmal
an, die SPÖ hätte tatsächlich den Stein der Weisen zur langjährigen
Sicherung der Pensionen gefunden: Den betroffenen Menschen
verheimlicht man die großartige Idee, weil man zuerst
parteipolitisches Kleingeld einwechseln möchte. Möglicherweise ist es
ohnedies nicht sehr weit her mit der geheimnisvollen Reform-Idee. Man
muss Herrn Darabos aber dankbar sein, dass er uns so treuherzig
nachweist, wie die SPÖ ihre Oppositionsrolle versteht. Zum Regieren
war sie nicht wirklich bereit, der verlorenen Macht weint sie aber
noch immer nach. Reflexartig schießt sie gegen alles, was von der
Regierung kommt. Da mag sich Alfred Gusenbauer noch so sehr um
staatsmännisches Gehabe bemühen, sein Lehrbub im SPÖ-Sekretariat hat
ihn locker demaskiert.

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