• 13.04.2003, 13:23:02
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Wolfmayr: Nicht unreflektiert falsche Berechnungsmodelle übernehmen

Gute Bildungspolitik baut auf mehrere Faktoren auf

Wien, 13. April 2003 (ÖVP-PK) "Eine oberflächliche
Bildungspolitik, die den Tatsachen nicht auf den Grund geht, steht
für den Bildungssprecher der Grünen im Vordergrund", sagte heute,
Sonntag, ÖVP-Nationalratsabgeordnete Dr. Andrea Wolfmayr zu den
Aussagen von Dieter Brosz. Studien österreichischer Bildungs-
wissenschafterInnen hätten immer wieder aufgezeigt, dass die
österreichischen Schüler zu viel für die Schule arbeiten müssen. "Das
wurde sowohl von Experten und Bildungspolitikern sowie
Schülerorganisationen wie Schülerunion, AKS, GPA und grün-alternative
Jugend quer über die Parteigrenzen hinweg seit Jahren kritisiert", so
Wolfmayr. ****

"Wenn die Studien feststellen, dass Schüler in Gymnasium und
Hauptschule zu Hause im Schnitt mehr als elf Stunden pro Woche für
die Schule arbeiten müssen, wenn in Studien etwa der
Bildungswissenschafter Spiel und Eder festgestellt wird, dass Schüler
allgemein bildender Schulen im Schnitt über 40 Wochenstunden für die
Schule arbeiten müssen und damit eine höhere Arbeitszeit als die
meisten Erwachsenen haben, wenn festgestellt wird, dass 65
Wochenstunden und mehr keine Seltenheit sind, dann kann man nicht
untätig bleiben", forderte Wolfmayr. Noch am 3. März habe Brosz der
Senkung der hohen Anzahl der Unterrichtsstunden grundsätzlich
zugestimmt. "Jetzt plötzlich bezweifelt er die OECD-Zahlen, ignoriert
die langjährigen Forderungen und wissenschaftlichen Ergebnisse und
will von der Entlastung der Schülerinnen und Schüler nichts mehr
wissen."

"Davon abgesehen, irrt sich Brosz bei seiner Rechnung", so
Wolfmayr. Wie man der OECD-Studie entnehmen könne, seien für
Österreich nicht 36, sondern 38 Wochen Unterrichtszeit zu berechnen.
Dies könne der Tabelle für die Lehrerarbeitszeit entnommen werden,
die bekanntlich gleich viele Unterrichtswochen haben wie ihre
Schüler. Selbstverständlich habe die OECD - wie in den anderen
Staaten auch - die österreichischen Schulstunden in 60-Minuten-
Einheiten umgerechnet. "Es ist schade, dass Brosz unreflektiert
falsche Berechnungsmodelle übernimmt", so Wolfmayr. In diesen werde
beispielsweise auch behauptet, dass in den anderen Staaten der
Religionsunterricht nicht berücksichtigt worden wäre. "Auch das ist
nachweislich falsch, wie aus der Tabelle über die Aufteilung der
Unterrichtszeit auf einzelne Lernbereiche leicht ablesbar ist", sagte
Wolfmayr abschließend.

Rückfragehinweis: ÖVP-Kommunikationsabteilung, Tel.:(01) 401 26-420
Internet: http://www.oevp.at

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