Gehrer schafft Chaos an den Schulen

SP-Frais: Stundenkürzungen und Personal-Aufnahmestopp mit unabsehbaren Folgen=

SPÖ-Klubobmann Dr.Karl Frais kritisiert scharf die zunehmenden bildungspolitischen Eskapaden der Unterrichtsministerin: "Gehrer schafft mit ihren wenig durchdachten und unkoordinierten Maßnahmen und Ankündigungen Chaos an unseren Schulen. Nicht genug damit, dass durch weniger Unterricht bei gleich bleibenden Lehrplänen sowohl Schüler wie Eltern viel stärker belastet werden als früher. Außerdem werden dadurch viele Junglehrer zur Arbeitslosigkeit oder zu längeren Wartezeiten verurteilt. Durch die Verlagerung der Entscheidungen darüber, welche Stunden wo wegzufallen haben, in die Konferenzzimmer der Schulen entstehen darüber hinaus ungleiche Ausbildungsverläufe, die einen Umstieg in eine andere Schule immer schwieriger machen. Außerdem verringert sich auch das Reinigungspersonal durch natürlichen Abgang bei gleichzeitigem Personal-Aufnahmestopp, was in letzter Konsequenz sogar bis zur Einhebung von Schulgeld für die Reinigung führen könnte."

Im Zuge von Schwerpunktbildungen gemäß der angestrebten "neuen Schulprofile" seien - so Frais - vor allem im AHS-Bereich schon bisher einzelne Stunden für neue Projektarbeiten eingesetzt worden. "Weitere, lineare Stundenkürzungen sind da gar nicht mehr denkbar. Außer man verzichtet auf viele dieser positiven Projekte, die in Zukunft dann nicht mehr durchgeführt werden könnten. Das wiederum führt einen Teil der Schulautonomie ad absurdum." In der Mehrheit seien die betroffenen Lehrerinnen und Lehrer zur Zeit stark demotiviert. "Zu allem Überfluss kommt jetzt auch noch die Pensionsdiskussion dazu, was bei manchen Betroffenen mit Burnout-Syndrom zu einer Flucht in die Pension führt und alle anderen weiter frustriert, weil sie nach der geplanten Pensionsreform länger arbeiten müssen und weniger Pension bekommen werden." Als unliebsame Draufgabe der Ministerin, die aber gut in das gegenwärtig chaotische Bild der ÖVP-Schulpolitik passe, komme jetzt auch noch ein Aufnahmestopp beim Reinigungspersonal dazu. "Frei werdende Stellen von Reinigungskräften werden nicht mehr nachbesetzt, womit die ordnungsgemäße Reinigung der Schulen nicht mehr gewährleistet werden kann. Ich frage die Frau Unterrichtsminister, ob vielleicht für die Zukunft damit zu rechnen ist, dass für die Schulreinigung externe Kräfte engagiert werden müssen und dafür von den Eltern Schulgeld zu berappen sein wird!?"

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