- 07.04.2003, 16:20:00
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Gehrer schafft Chaos an den Schulen
SP-Frais: Stundenkürzungen und Personal-Aufnahmestopp mit
unabsehbaren Folgen=
SPÖ-Klubobmann Dr.Karl Frais kritisiert scharf die zunehmenden
bildungspolitischen Eskapaden der Unterrichtsministerin: "Gehrer
schafft mit ihren wenig durchdachten und unkoordinierten Maßnahmen
und Ankündigungen Chaos an unseren Schulen. Nicht genug damit, dass
durch weniger Unterricht bei gleich bleibenden Lehrplänen sowohl
Schüler wie Eltern viel stärker belastet werden als früher. Außerdem
werden dadurch viele Junglehrer zur Arbeitslosigkeit oder zu
längeren Wartezeiten verurteilt. Durch die Verlagerung der
Entscheidungen darüber, welche Stunden wo wegzufallen haben, in die
Konferenzzimmer der Schulen entstehen darüber hinaus ungleiche
Ausbildungsverläufe, die einen Umstieg in eine andere Schule immer
schwieriger machen. Außerdem verringert sich auch das
Reinigungspersonal durch natürlichen Abgang bei gleichzeitigem
Personal-Aufnahmestopp, was in letzter Konsequenz sogar bis zur
Einhebung von Schulgeld für die Reinigung führen könnte."
Im Zuge von Schwerpunktbildungen gemäß der angestrebten "neuen
Schulprofile" seien - so Frais - vor allem im AHS-Bereich schon
bisher einzelne Stunden für neue Projektarbeiten eingesetzt worden.
"Weitere, lineare Stundenkürzungen sind da gar nicht mehr denkbar.
Außer man verzichtet auf viele dieser positiven Projekte, die in
Zukunft dann nicht mehr durchgeführt werden könnten. Das wiederum
führt einen Teil der Schulautonomie ad absurdum." In der Mehrheit
seien die betroffenen Lehrerinnen und Lehrer zur Zeit stark
demotiviert. "Zu allem Überfluss kommt jetzt auch noch die
Pensionsdiskussion dazu, was bei manchen Betroffenen mit Burnout-
Syndrom zu einer Flucht in die Pension führt und alle anderen weiter
frustriert, weil sie nach der geplanten Pensionsreform länger
arbeiten müssen und weniger Pension bekommen werden." Als unliebsame
Draufgabe der Ministerin, die aber gut in das gegenwärtig chaotische
Bild der ÖVP-Schulpolitik passe, komme jetzt auch noch ein
Aufnahmestopp beim Reinigungspersonal dazu. "Frei werdende Stellen
von Reinigungskräften werden nicht mehr nachbesetzt, womit die
ordnungsgemäße Reinigung der Schulen nicht mehr gewährleistet werden
kann. Ich frage die Frau Unterrichtsminister, ob vielleicht für die
Zukunft damit zu rechnen ist, dass für die Schulreinigung externe
Kräfte engagiert werden müssen und dafür von den Eltern Schulgeld zu
berappen sein wird!?"
Rückfragehinweis: SPÖ Oberösterreich
Pressereferat
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]
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