Irak: Kirchen als Flüchtlingscamps

Caritas versorgt Familien mit Lebensmitteln und Medikamenten

Wien (OTS) - "Tausende Menschen suchen derzeit in den 80 Kirchen
von Bagdad Zuflucht vor den Bomben und Explosionen", berichtet Sabine Wartha, Leiterin der Caritas-Katastrophenhilfe. Dort werden sie von der Caritas mit NahrungsmitteIn, Medikamenten und Trinkwasser versorgt. "In unseren Erste-Hilfe-Zentren in Bagdad gehen die Vorräte an Medikamenten und Verbandszeug zur Neige, die Zahl der Verletzten nimmt extrem zu, Nachschub ist dringend erforderlich", so Wartha besorgt. Der nächste Hilfskonvoi der Caritas mit Medikamenten und Vorräten soll nächste Woche nach Bagdad aufbrechen.

Aus Basra und umliegenden Städten berichten unsere Mitarbeiter, dass es weiterhin enorme Probleme mit sauberem Wasser gibt. "Manchmal reicht das Wasser nicht einmal, um einen Gipsverband für ein Kind anzurühren", berichtet Caritas-Mitarbeiter Patrick Nicholson von seinem Lokalaugenschein in Umm Qasr. Es werde zwar Wasser verteilt, aber das decke bei weitem nicht den täglichen Bedarf. Sogar das örtliche Krankenhaus werde nicht jeden Tag mit Wasser beliefert. Viele Menschen müssen deshalb auf verschmutztes Brunnenwasser zurückgreifen. 100 Container mit Wasserreinigungstabletten sind in Basra angekommen und werden derzeit von der Caritas verteilt, um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern.

Im Norden und Osten des Landes versorgt die Caritas Hunderte Flüchtlingsfamilien. "Wir können Lebensmittel noch auf den lokalen Märkten einkaufen, was lange Transportwege spart", erklärt Wartha. Doch sie fürchtet, dass die Zahl der Flüchtlinge innerhalb Iraks rasant zunehmen wird, "die meisten werden es nicht bis an die Grenzen schaffen und versuchen, bei Familien am Land Unterschlupf zu finden."

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