"profil": Glock-Attentäter zu langjährigen Haftstrafen verurteilt

Ehemaliger Treuhänder des Kärntner Waffenindustriellen Gaston Glock erhielt als Auftraggeber Höchststrafe von 20 Jahren - Komplize zu 17 Jahren verurteilt

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, endete die Affäre um den Mordanschlag auf den österreichischen Waffenindustriellen Gaston Glock jetzt mit zwei Schuldsprüchen. Am 12. März 2003 wurde der Franzose Jacques Pêcheur vor einem Luxemburger Strafgericht wegen versuchten Mordes zu 17 Jahren Haft verurteilt, der mutmaßliche Auftraggeber, Glocks ehemaliger Partner Charles Ewert, zur Höchststrafe von 20 Jahren. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Gaston Glock war am 27. Juli 1999 in der Tiefgarage eines Luxemburger Bürokomplexes Opfer eines Anschlags geworden, den er mit knapper Not überlebt hatte.

Nach Erkenntnissen der Jusitz soll sein Luxemburger Treuhänder das Attentat bestellt haben, um Manipulationen zu verschleiern. Charles Ewert steht im Verdacht, nach 1989 bis zu 100 Millionen US-Dollar aus der Glock-Gruppe in eine Reihe ihm zuzurechnender Briefkastengesellschaften geschleust zu haben. Glocks Anwalt Johann Quendler: "Es gibt Indizien für Betrug und Untreue." Die Höhe des Schadens sei jedoch nicht ohne weiteres feststellbar. Quendler: "Wir wollen ein präzises Bild haben, ehe wir weiter vorgehen."

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