- 04.04.2003, 12:48:01
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Darabos: Haupt bekennt sich zu Interventionsdruck auf ORF
Zufriedene Vollzugsmeldungen lassen Schlagseite des ORF vermuten
Wien (SK) "Es ist schlicht unglaublich, dass sich
FPÖ-Vorsitzender und Vizekanzler Haupt voller Stolz zu unverhohlenem
Interventionsdruck auf die ORF-Berichterstattung bekennt", merkte
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos am Freitag zu Haupts
jüngsten Aussagen zum ORF an. "Die vollmundige Vollzugs- und
Erfolgsmeldung des Vizekanzlers lässt eine deutliche Schlagseite des
ORF zugunsten der Regierung vermuten", so Darabos gegenüber dem
Pressedienst der SPÖ. ****
Das offene Bekenntnis zu politischem Druck auf die Berichterstattung
erwecke bedenkliche Zweifel an der Unabhängigkeit des ORF. "Offenbar
ist die FPÖ mit der regierungsfreundlichen Berichterstattung mehr als
zufrieden - das ist nicht gut für die Reputation des ORF", bemängelte
der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. "Hier ist ORF-Generaldirektorin
Lindner dringend gefordert, den Ruf ihres Unternehmens
unmissverständlich klarzustellen. Noch dazu, wo mit dem mehr als
umstrittenen Medienrichter Ernest Maurer ein FPÖ-Vertreter in den
ORF-Stiftungsrat entsandt wird, der in schwerwiegende
Interessenskonflikte kommen muss." Als Medienrichter müsse er auch in
Fällen verhandeln, die gegen den ORF laufen, als Stiftungsrat aber
müsste er das Unternehmen ORF und dessen Interessen berücksichtigen.
"Offenbar wollte die FPÖ hier bewusst Persönlichkeiten mit
entsprechendem Drohpotenzial entsenden, um so ihren Weg der
politischen Pression gegenüber ORF-Journalisten wirksam umsetzen zu
können", erklärte Darabos abschließend. (Schluss) hs/mm
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
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