- 03.04.2003, 12:35:09
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Faymann und Graßberger präsentieren "Wohnmix Brunnenmarkt"
Wien (OTS) - "Nur in Wien kommen die besten Architekten im Wohnbau
zum Einsatz. Überall anderswo bauen weltweit anerkannte Architekten
und Architektenteams wie Jean Nouvel, Zaha Hadid, Coop Himmelb(l)au
oder Harry Seidler zwar Konzernzentralen, Museen,
Veranstaltungsgebäude und Universitäten. Doch nur in Wien arbeiten
sie für den sozialen Wohnbau. Durch die Wohnbauförderung entstehen
Projekte wie zum Beispiel die Gasometer City, das Hochhaus Neue Donau
oder die Überbauung der Stadtbahnbögen an der Spittelauer Lände, die
Weltklassearchitektur mit leistbaren Mieten vereinbaren. Diese
Wohnbauprojekte haben zu einer spürbaren Steigerung des gesamten
Wiener Architektur-Qualitätsstandards geführt. Damit diese Steigerung
nachhaltig bleibt, ist es notwendig, dass junge kreative
Nachwuchsarchitekten das Angebot an innovativer Architektur
bereichern", erklärte Wohnbaustadtrat Werner Faymann Donnerstag bei
der Präsentation der Ausstellung "Wohnmix Brunnenmarkt", an der auch
die Bezirksvorsteherin des 16. Bezirkes, Ernestine Graßbeger,
teilnahm.****
"Als Studienobjekt und Versuchsfeld ist der Brunnenmarkt mit
seinen vielfältigen verschiedenen Strukturen eine besondere
Herausforderung. Die visionären Entwürfe der Studierenden des
Instituts für Wohnbau und Entwerfen, die in der Ausstellung 'Wohnmix
BrunnenmarktÄ präsentierten werden, bieten diesbezüglich erfrischende
und originelle Überlegungen. Das reicht von 'Wohnbrücken' über
Wohnhäuser in Würfelstruktur bis zu einem 'wabenförmigen
Dächerensemble' für den Yppenplatz. Die Kreativität der Studierenden,
ihre Innovationsbereitschaft und deren teilweise unorthodoxerer
Zugang birgt sicher den einen oder anderen beachtenswerten Trend für
den Wohnbau der Zukunft", so Faymann.
Der Brunnenmarkt - Arbeitsthema für 300 Studierende
In der Ausstellung "Wohnmix Brunnenmarkt" sind die 18
interessantesten Ergebnisse eines Projekts der Technischen
Universität zu sehen. 300 Studierende des zweiten Studienjahres des
Instituts für Wohnbau und Entwerfen haben sich im vergangenen
Wintersemester dem Thema "Wohnen am Brunnenmarkt" gewidmet.
Acht ausgewählte Areale, teils bebaut teils unbebaut, standen
den Studierenden für detaillierte Recherchen und Eingriffe zur
Verfügung. Von sensibler Adaption bis zu gänzlicher Erneuerung
reichen die erarbeiteten Änderungsvorschläge.
Entwurfsthemen waren unter anderem neue Wohn-Typologien, formale
Recherchen, soziale Überlegungen, leistbares Wohnen, Ideen für
semi-kollektive Räume, mögliche Benutzergruppen und Zusammenleben von
verschiedenen Kulturen. Entsprechend breit gefächert waren auch die
Ergebnisse dieser Vorgaben. Ein bestehender dunkler Innenhof soll
begrünt und durch eine lichtdurchflutete Glas- und Metallkonstruktion
ersetzt werden. Eine "Wohnschleife" soll direkt am Markt errichtet
werden, ein Altbau soll durch ein Neubauprojekt mit besonders
ausgeprägten Kommunikations- und Gemeinschaftsbereichen ersetzt
werden, ein zusätzlicher Holzbau soll Erst-Wohnungen für Jugendliche
und junge Familien beinhalten und eine Rampe soll als direkte
Verbindung vom und zum Gürtel dienen.
Die ausgestellten Projekte orientieren sich nicht immer daran,
was einfach möglich und machbar ist. Vielmehr gilt es, erkannte
Defizite kreativ zu beheben. Es war Intention, die räumliche Basis
für dynamische Wohn- und Lebensprozesse neu zu inszenieren. Die
Projekte zeigen die unterschiedlichsten Ansätze, teilweise zeugen sie
von großer Freiheit in der architektonischen Strategie, teilweise
haben sie starken realistischen Anspruch.
Das Ausstellungskonzept wurde von den Studierenden selbst in
Zusammenarbeit mit dem Institut für Wohnbau und mit Unterstützung der
Gebietsbetreuung erarbeitet.
Die Ausstellung ist bis 23. April in den Räumlichkeiten der
Gebietsbetreuung Ottakring (16, Haberlgasse 76) zu sehen. Die
Öffnungszeiten sind:
o Montag, Dienstag, Mittwoch: 9.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis
16.00 Uhr
Donnerstag: 14.00 bis 19.00 Uhr
Freitag: 9.00 bis 12.00 Uhr.
rk-Fotoservice: http://www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/
(Schluss) gmp
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Gerd Millmann-Pichler
Tel.: 4000/81 869
mailto:[email protected]
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