- 03.04.2003, 11:44:34
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US-Panzer auf Boxenstopp an Salzburgs Esso-Tankstellen
Greenpeace protestiert gegen die Rolle von Esso im Irak-Krieg
Salzburg – (OTS) Die Esso-Tankstellen in der Stadt Salzburg sind
heute
Schauplatz von Greenpeace-Protesten gegen die Rolle des US-
Ölkonzerns im Irak-Krieg: Ein US-Army-Panzer rollt zu einer Esso-
Tankstelle in der Gabelsbergerstraße. Tanken, Waschen,
Kettenspannung überprüfen. Tankstellen-Chef und Panzerkommandant
plauschen kollegial. "US-Präsident Bush" kommt dazu und gratuliert
zum bevorstehenden Kriegs-Erfolg. "Esso behauptet, dass der Krieg
nichts mit Öl zu tun hat", so Greenpeace-Energieexperte Jurrien
Westerhof, "Wird der Krieg dann etwa um Wüstensand geführt?”
Was in Salzburg Ausdruck von Protest ist, ist in der Irakischen
Wüste Realität: Dort hat sich die "101st Division" der US-Army den
Fauxpas geleistet, eine ihrer Versorgungstationen "Exxon" (bei uns
bekannt als "Esso") zu taufen. "Mein erster Gedanke war, dass das
von den Soldaten sicher nicht als politisches Statement geplant
war", beschönigt Esso-Pressesprecher Tom Cirigliano. "Ich denke,
dass sie einfach kreativ waren und Dinge so benennen, wie sie es aus
der Heimat kennen. Ich finde das recht nett."
Esso geht aus der Pole Position ins Wettrennen um irakisches Öl.
Dies geht unter anderem aus einer Analyse der Deutschen Bank hervor:
Es wird erwartet, dass Esso einer der Konzerne sein wird, die am
meisten vom Krieg profitieren. Laut Wall Street Journal hat es
bereits im Oktober 2002 Meetings zwischen Ölkonzernen und der Bush-
Regierung gegeben. Thema: Die Sicherstellung und Wiederaufnahme der
irakischen Ölfelder. "Zuerst hat die Ölindustrie das auch zugegeben.
Dann hat man offenbar bemerkt, dass man damit den ‚Krieg für Öl’
bestätigt, und schnell wieder dementiert", so Jurrien Westerhof.
"Schon bei der Absage von US-Präsident Bush an das Kioto-Klimaschutz-
Abkommen hat sich gezeigt, wie sich Esso im Weißen Haus
durchzusetzen weiß. Und auch jetzt wird sich Esso durchsetzen!"
Die amerikanische Regierung ist inzwischen vorsichtiger geworden,
ihre guten Connections zur Öl-Industrie transparent zu machen: Bei
der Vergabe der Posten für die Kontrolle der irakischen Öl-Industrie
nach Kriegsende vermied man es diesmal, amerikanische Öl-Experten
anzuwerben.
Greenpeace ruft die österreichischen Autofahrer auf, sich zu
überlegen, ob sie eine Firma, die so offensichtlich vom Krieg
profitieren wird, unterstützen möchten. "Ich tanke sicher nicht bei
Esso", so Westerhof abschließend.
Mehr zum "Krieg für Öl": www.stopesso.at
Rückfragehinweis: Axel Grunt,
Pressesprecher Greenpeace,
01-5454580-33 od. 0664-2407075
Jurrien Westerhof,
Energieexperte Greenpeace,
01-5454580-57 oder 0664-6126701
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