LH Haider: Europa muß Gefahren der US-Vormachtstellung sehen

Europa und Österreich sollen alles tun, um dazu beizutragen, diesen Krieg zu stoppen

Klagenfurt (LPD) - Europa und Österreich seien gut beraten, alles zu tun, um sich gegen die Aggression der USA im Irak zu wehren, sagte heute Landeshauptmann Jörg Haider im Kärntner Landtag. Es müsse ein großes Interesse an einem Waffenstillstand geben. Die Europäer müssten auch die Gefahr des totalen Zugriffs der USA auf die wesentlichen Ölreserven der Welt sehen, was dann ein wirtschaftliches Diktat der USA zur Folge hätte. Haider führte aus, dass der Ölreichtum des Irak ein Hauptgrund für den Krieg sei. Weiters möchten sich die USA als alleinige Supermacht und als unfehlbare Nation sehen und auch die Israel-Lobby sei in der Bush-Administration sehr stark vertreten, ebenso Vertreter von Rüstungsinteressen.

Die Argumente von Demokratie und Menschenrechten seitens der Bush-Administration seien nicht glaubwürdig, denn Demokratien gebe es in dieser Region und in vielen anderen Staaten nicht und Menschenrechte seien beispielsweise auch in China nicht so wichtig, weil und soweit dort die Geschäfte Priorität hätten. Die USA hätten diesen Krieg auch völlig falsch eingeschätzt und nicht mit dem heroischen Widerstand des Volkes gegen die Übermacht gerechnet. Auch eine Evidenz für die Unterstützung des Terrors durch den Irak gebe es nicht. Das Zentrum dafür sei vielmehr Saudi-Arabien. Ein Beweis für Massenvernichtungswaffen fehle bislang.

Für den Krieg ohne UNO-Mandat gebe es keine Rechtfertigung, unterstrich Haider und mahnte alles zu tun, um für einen Stopp beizutragen und für die humanitäre Unterstützung zu sorgen.

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