- 03.04.2003, 11:38:47
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LH Haider: Europa muß Gefahren der US-Vormachtstellung sehen
Europa und Österreich sollen alles tun, um dazu beizutragen, diesen Krieg zu stoppen
Klagenfurt (LPD) - Europa und Österreich seien gut beraten, alles
zu tun, um sich gegen die Aggression der USA im Irak zu wehren, sagte
heute Landeshauptmann Jörg Haider im Kärntner Landtag. Es müsse ein
großes Interesse an einem Waffenstillstand geben. Die Europäer
müssten auch die Gefahr des totalen Zugriffs der USA auf die
wesentlichen Ölreserven der Welt sehen, was dann ein wirtschaftliches
Diktat der USA zur Folge hätte. Haider führte aus, dass der
Ölreichtum des Irak ein Hauptgrund für den Krieg sei. Weiters möchten
sich die USA als alleinige Supermacht und als unfehlbare Nation sehen
und auch die Israel-Lobby sei in der Bush-Administration sehr stark
vertreten, ebenso Vertreter von Rüstungsinteressen.
Die Argumente von Demokratie und Menschenrechten seitens der
Bush-Administration seien nicht glaubwürdig, denn Demokratien gebe es
in dieser Region und in vielen anderen Staaten nicht und
Menschenrechte seien beispielsweise auch in China nicht so wichtig,
weil und soweit dort die Geschäfte Priorität hätten. Die USA hätten
diesen Krieg auch völlig falsch eingeschätzt und nicht mit dem
heroischen Widerstand des Volkes gegen die Übermacht gerechnet. Auch
eine Evidenz für die Unterstützung des Terrors durch den Irak gebe es
nicht. Das Zentrum dafür sei vielmehr Saudi-Arabien. Ein Beweis für
Massenvernichtungswaffen fehle bislang.
Für den Krieg ohne UNO-Mandat gebe es keine Rechtfertigung,
unterstrich Haider und mahnte alles zu tun, um für einen Stopp
beizutragen und für die humanitäre Unterstützung zu sorgen.
(Schluss)
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