- 30.03.2003, 08:00:00
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"profil": Rechnungshof prüft Chaos um Einführung der e-card
Nach Kündigung des bisherigen Auftragnehmers sowie der Neuausschreibung droht Prozessflut
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, ist seit wenigen Tagen der
Rechnungshof im Hauptverband der Sozialversicherungsträger -
beziehungsweise in dessen für die Durchführung der österreichweiten
Umstellung von Krankenschein auf e-card zuständigen
Tochtergesellschaft - tätig. Der Rechnungshof wurde nicht von der für
die Einführung der e-card zuständigen Ministerin Maria Rauch-Kallat
zur Prüfung der bisherigen Vorgänge beim e-card-Projekt aufgefordert,
der Rechnungshof wurde vielmehr von sich aus aktiv. Der Grund für das
Einschreiten des Rechnungshofs liegt in aufklärungswürdigen
Tatbeständen, die zu einer beträchtlichen Zeitverzögerung bei der
Einführung der e-card, zur Kündigung eines Teils der bisherigen
Auftragnehmer, zu einer gerichtsanhängigen Klage des Hauptverbands
gegen das bisherige Auftragnehmer-Konsortium auf Zahlung eines rund
60 Mio. Euro hohen Pönale-Betrags sowie zur Neuausschreibung eines
Teils des Projektauftrags führten. Ursprünglich hätte die e-card
schon im Jahr 2004 den Krankenschein österreichweit ersetzen sollen.
Ob die Einführung der e-card zumindest im Jahr 2005 fix erwartet
werden könne, wollte eine Sprecherin von Ministerin Rauch-Kallat
"nicht garantieren".
Rückfragehinweis:
"profil"-Redaktion
Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502
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