• 29.03.2003, 11:13:24
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Niederwieser: Diese Regierung bietet für die höchsten Steuern das schlechteste Bildungsangebot seit 30 Jahren!

Stundenkürzungen sind fantasieloses Sparen aber keine Reform

Wien (SK)"Den Basar Methoden im Ministerium folgt das Feilschen in
den Schulgemeinschaftsausschüssen. Mit Reformpädagogik hat das nichts
zu tun", so kommentierte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser am
Samstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ die gestern bekannt
gewordenen Pläne des Bildungsministeriums für die Stundenkürzungen.
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Er verwies darauf, dass Ministerin Gehrer bereits im
Unterrichtsausschuss des Nationalrates eingestanden hat, dass sie
Stunden kürzen muss, weil ihr der Finanzminister nicht genug Budget
zur Verfügung stellt. Als Zuckerl hat sie eine sinnvolle
Neuaufteilung des Unterrichtsstoffes und der Fächer und Bereitschaft
für ganztägige Angebote erkennen lassen. "Das ist die bekannte alte
Leier, die hier veranstaltet wird. Echte und notwendige Reformen
werden in Aussicht gestellt, das Sparprogramm hingegen wird sofort
durchgezogen. Das ist nicht unsere Art, Politik für die Menschen zu
machen", so der SPÖ Bildungssprecher.

"Wir wollen Schulen, in denen die Kinder und Jugendlichen nicht nur
auf den Beruf sondern auf die vielfältigen Anforderungen des Lebens
vorbereitet werden. Reformierte Stundentafeln können dem nicht
gerecht werden sondern die Schulen müssen Häuser des Lernens werden,
in denen LehrerInnen und SchülerInnen gemeinsam an der Stärkung der
Persönlichkeit arbeiten, Teamfähigkeit praktisch üben, zuhören und
argumentieren, vor allem aber Lernen lernen. Daher kann eine Kürzung
der Stundentafeln auch nur Hand in Hand mit dem Ausbau ganztägiger
Schulen erfolgen. Alles andere hieße, die Ergebnisse der PISA Studie
falsch zu lesen."

Nicht einsichtig ist für Niederwieser auch die Argumentation des
Ministeriums, über den Religionsunterricht dürfe und könne wegen des
Konkordats nichts diskutiert werden: "Der Vertrag zwischen dem
Heiligen Stuhl und der Republik Österreich besagt, dass das 1972
bestehende Stundenausmaß des Religionsunterrichts nicht herabgesetzt
werden soll und dass eine Neufestsetzung zwischen Kirche und Staat
einvernehmlich erfolgen wird. Aufgabe des Ministeriums ist es nicht,
auf den bekannten Vertrag zu verweisen sondern Verhandlungen über
eine Neufestsetzung aufzunehmen. Aber dazu bräuchten wir eine
Außenministerin, die im Vatikan empfangen wird." (Schluss) up

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

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