Niederwieser: Diese Regierung bietet für die höchsten Steuern das schlechteste Bildungsangebot seit 30 Jahren!

Stundenkürzungen sind fantasieloses Sparen aber keine Reform

Wien (SK)"Den Basar Methoden im Ministerium folgt das Feilschen in den Schulgemeinschaftsausschüssen. Mit Reformpädagogik hat das nichts zu tun", so kommentierte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser am Samstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ die gestern bekannt gewordenen Pläne des Bildungsministeriums für die Stundenkürzungen. ****

Er verwies darauf, dass Ministerin Gehrer bereits im Unterrichtsausschuss des Nationalrates eingestanden hat, dass sie Stunden kürzen muss, weil ihr der Finanzminister nicht genug Budget zur Verfügung stellt. Als Zuckerl hat sie eine sinnvolle Neuaufteilung des Unterrichtsstoffes und der Fächer und Bereitschaft für ganztägige Angebote erkennen lassen. "Das ist die bekannte alte Leier, die hier veranstaltet wird. Echte und notwendige Reformen werden in Aussicht gestellt, das Sparprogramm hingegen wird sofort durchgezogen. Das ist nicht unsere Art, Politik für die Menschen zu machen", so der SPÖ Bildungssprecher.

"Wir wollen Schulen, in denen die Kinder und Jugendlichen nicht nur auf den Beruf sondern auf die vielfältigen Anforderungen des Lebens vorbereitet werden. Reformierte Stundentafeln können dem nicht gerecht werden sondern die Schulen müssen Häuser des Lernens werden, in denen LehrerInnen und SchülerInnen gemeinsam an der Stärkung der Persönlichkeit arbeiten, Teamfähigkeit praktisch üben, zuhören und argumentieren, vor allem aber Lernen lernen. Daher kann eine Kürzung der Stundentafeln auch nur Hand in Hand mit dem Ausbau ganztägiger Schulen erfolgen. Alles andere hieße, die Ergebnisse der PISA Studie falsch zu lesen."

Nicht einsichtig ist für Niederwieser auch die Argumentation des Ministeriums, über den Religionsunterricht dürfe und könne wegen des Konkordats nichts diskutiert werden: "Der Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und der Republik Österreich besagt, dass das 1972 bestehende Stundenausmaß des Religionsunterrichts nicht herabgesetzt werden soll und dass eine Neufestsetzung zwischen Kirche und Staat einvernehmlich erfolgen wird. Aufgabe des Ministeriums ist es nicht, auf den bekannten Vertrag zu verweisen sondern Verhandlungen über eine Neufestsetzung aufzunehmen. Aber dazu bräuchten wir eine Außenministerin, die im Vatikan empfangen wird." (Schluss) up

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