• 28.03.2003, 14:05:57
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Weltweit größte Solar-Klärschlammtrocknungsanlage eröffnet

GAV Krems geht neue Wege in der Klärschlammentsorgung

St.Pölten (NLK) - In der Statutarstadt Krems wurde heute, Freitag,
westlich des Gewerbeparks die weltweit größte
Solar-Klärschlammtrocknungsanlage eröffnet. Diese Anlage ist im
Besitz des Gemeindeabwasserverbandes Krems (GAV), der bei der
Entsorgung ein modernes Verfahren der Klärschlammbehandlung anwendet:
Die mit Sonnenenergie betriebene Anlage reduziert die anfallende
Klärschlammmenge um bis zu 60 Prozent.

Bei der Abwasserreinigung fällt bekanntlich Klärschlamm in
flüssiger Form an. Durch Filterung entsteht sogenannter
Klärschlammkuchen mit 30 Prozent festen Stoffen. Dieser Kuchen muss
entsorgt oder weiter verwertet werden. Die daraus resultierende
Belastung der Umwelt und des Verkehrs ist groß, und die Kosten
belastet die Betreiber der Kläranlage enorm. Die solarbetriebene
Klärschlammtrocknungsanlage bietet hingegen die kostengünstigste
Möglichkeit: Sonneneinstrahlung und zusätzliche eine Hackgutheizung
erwärmen die Luft und bewirken, dass dem Klärschlamm mit minimalem
Aufwand an Energie enorme Mengen an Wasser entzogen werden. Eine
hochmoderne technische Ausstattung sorgt dafür, dass der Schlamm
durchgewühlt wird, sodass auch die untere Schicht nach oben befördert
wird, wo sie getrocknet wird. Das Ergebnis: Ein trockenes, krümeliges
Material, das den Brennwert von Rohbraunkohle besitzt und somit als
Energieträger genutzt werden kann.

Der Obmann des GAV, Bürgermeister Franz Hölzl, sieht in der
Eröffnung der Anlage ein wichtiges Signal in Richtung Umwelt- und
Klimaschutz: "Als Mitglied des Klimabündnisses hat sich die Stadt
Krems zur Verringerung des CO2-Ausstoßes verpflichtet. Die Nutzung
von Sonnenenergie ist das umweltschonendste Verfahren, wegen der
geringen Betriebskosten stellt es auch die wirtschaftlichste Lösung
dar."

Mit Hilfe dieses Verfahrens gelingt es, den Feststoffgehalt auf
rund 80 Prozent zu erhöhen. Die Klärschlammmenge im GAV Krems, dem 17
Gemeinden angehören, verringert sich von 5000 auf 2000 Tonnen pro
Jahr, das entspricht einer Kostenreduzierung von bis zu 500.000 Euro.
Das gesamte Investitionsvolumen beträgt rund 1,2 Millionen Euro.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12312

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