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AK Korrektur zu OTS 0039: Regierung will Mieten für neu vermietete Genossenschaftswohnungen saftig erhöhen

Nicht nur ehemalige Bundeswohnungen werden teurer, sondern alle Genossenschaftswohnungen - AK gegen Mieterhöhung bei Neuvergabe oder Übernahme

Wien (AK) - Im zweiten Absatz muss es richtig heißen: Die Mietverteuerung bei einer Wohnungsübernahme durch zB Kinder soll sogar für alle Genossenschaftswohnungen gelten. (statt: Die Wohnungsübernahme durch zB Kinder soll sogar für alle Genossenschaftswohnungen gelten. )

Wien (AK) - Wohnen soll teurer werden: Nicht nur für die ehemaligen gemeinnützigen Bundeswohnungen, sondern für alle Mietwohnungen gemeinnütziger Bauvereinigungen. Die Regierung plant, die Mieten bei Neuvermietung und Übernahme zB durch Kinder empfindlich anzuheben, kritisiert die AK. Die AK hat berechnet: Um 140 Euro mehr Miete monatlich müsste künftig der Sohn zahlen, wenn er die 100 Quadratmeter Wohnung seines Vaters in der Steiermark übernimmt. Die AK lehnt die geplanten Mieterhöhungen für die Genossenschafts- und ehemals gemeinnützigen Bundeswohnungen ab.

Die Mieter der ehemals gemeinnützigen Bauvereinigung des Bundes wurden getäuscht. Finanzminister Grasser hat versprochen, dass diese Mieter, die ihre Wohnung nicht kaufen wollen oder können, nicht belastet werden. Jedoch die Befürchtungen der AK haben sich nun bestätigt. Jetzt sollen die Mieten - wenn die Wohnung in der Familie weitergegeben wird - empfindlich angehoben werden. Die Regierung betreibt damit Budgetsanierung auf dem Rücken junger Familien. Die Mietverteuerung bei einer Wohnungsübernahme durch zB Kinder soll sogar für alle Genossenschaftswohnungen gelten. Darüber hinaus werden auch Neuvermietungen teurer. Bei 500.000 gemeinnützigen Mietwohnungen und fünf Prozent Wechselrate im Jahr würde das für 25.000 Mieter jährlich die Miete empfindlich erhöhen.

Bisher dürfen die Genossenschaften und die ehemals gemeinnützigen bundeseigenen Wohnbaugesellschaften BUWOG, WAG, ESG Linz und WBG bei der Neuvermietung von günstigen, älteren Wohnungen oder, wenn etwa die Kinder oder Enkel die Wohnung ihrer Eltern oder Großeltern übernehmen wollen, die Nettomiete (ohne Betriebs-, Verwaltungskosten und Mehrwertsteuer) auf 2,76 Euro pro Quadratmeter erhöhen, wenn sie vorher unter diesem Betrag lag. Dieser Betrag von netto 2,76 Euro pro Quadratmeter errechnet sich aus dem burgenländischen Richtwert minus 30 Prozent.

Nun plant Finanzminister Grasser diese Mieten empfindlich anzuheben. Die gemeinnützigen Bauvereinigungen sollen bei einer Neuvermietung und auch beim Eintritt in den Mietvertrag durch volljährige Kinder, Enkel oder Geschwister den Richtwert des jeweiligen Bundeslandes abzüglich 20 Prozent verlangen. Die AK hat berechnet: Ein steirischer Mieter, der seine 100 Quadratmeter Wohnung an seinen Sohn und dessen Familie abtritt, zahlt jetzt eine Brutto-Monatsmiete von 540 Euro. Sein Sohn müsste nach der neuen Regelung um 140 Euro monatlich mehr zahlen: Nach der bisherigen gesetzlichen Regelung kann ihm der Mietzins nicht angehoben werden.

Die AK lehnt die geplanten Mietpreiserhöhungen für die gemeinnützigen Mietwohnungen und ehemals gemeinnützigen Bundeswohnungen entschieden ab. Die Mietwohnungen müssen leistbar bleiben. Die Belastungen würden vor allem junge Familien treffen.

Rückfragen & Kontakt:

Doris Strecker
AK Wien Kommunikation
Tel.: ( ++43-1) 501 65 2677
doris.strecker@akwien.at
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