ÖAAB-HOCH AN SP-RIEPL: QUALITÄT VOR QUANTITÄT

"Sehr seltsam die Vorgangsweise der SP-Fraktion", so reagierte der Wiener ÖAAB-Landessekretär und Fraktionssekretär der ÖAAB-Fraktion in der Wiener AK, Alfred HOCH, auf eine Aussendung des SP-Nationalratsabgeordneten Franz Riepl. So stimme es zwar, dass die Fraktion "ÖAAB-Christliche Gewerkschafter" in der letzten Vollversammlung der Wiener AK einen Antrag zur Bekämpfung der Schwarzarbeit eingebracht habe. "Dem ÖAAB geht es aber darum, - und das kann man aus dem Antrag eindeutig herauslesen - dass zu dieser Causa ein richtungsweisendes Gesetz von den Sozialpartnern ausgearbeitet werden muss", so HOCH, der bedauert, dass das ansonst konstruktive Klima in der Wiener AK durch eine solche Vorgangsweise gestört wird. Gerade die ÖVP-Arbeitnehmer haben sich nachweislich immer gegen Sozialbetrug gestellt und dagegen gekämpft, dass ein paar Schwarze Scharfe ein an sich gut funktionierendes System nicht zerstören dürfen. Bei der Gesetzwerdung gehe es daher um Qualität vor Quantität, ist Hoch überzeugt

"Der langjährige Funktionär Franz Riepl müsste eigentlich wissen, dass man einen Entschließungsantrag vor Einbringung mit den anderen Fraktionen bespricht bzw. durchdiskutiert und nicht 20 Minuten vor Abstimmung ohne Kommentar einbringt", so HOCH.

Utl: FSG lehnte Resolution zur Zurücknahme der Tariferhöhungen ab

Der Wiener ÖAAB-Landessekretär Alfred HOCH erinnerte in diesem Zusammenhang an die Resolution der ÖAAB-Fraktion in der selben Vollversammlung, die teilweise sehr hohen Tariferhöhungen bei Wiener Kommunalbetrieben zurückzunehmen, da diese den Arbeitsplatzstandort massiv gefährden. Diese Resolution wurde von der FSG aus unerfindlichen Gründen abgelehnt. Damit wurde die Vollversammlung der Wiener AK missbraucht, die teilweise arbeitnehmerfeindliche Politik der Wiener Stadtregierung zu decken.

Er, so HOCH, appelliere in diesem Zusammenhang wieder auf eine verstärkte Zusammenarbeit der konstruktiven Kräfte in der Wiener AK im Interesse der Wiener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. "Gerade die Beschäftigten haben in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit ein Recht darauf, dass in der gesetzlichen Interessensvertretung konstruktiv und engagiert gemeinsam gearbeitet und die Parteipolitik hintenangestellt wird", so HOCH abschließend.

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