- 26.03.2003, 14:57:48
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ORF-Stiftungsrat genehmigt ORF-Kollektivvertrag und Neustrukturierung von ROI
Ö1, erfolgreichster Kultursender Europas, wird zur Stimme Österreichs in der Welt
Wien (OTS) - Der ORF-Stiftungsrat unter dem Vorsitz von
Generaldirektor Dr. Klaus Pekarek stimmte in der Plenarsitzung am
Mittwoch, dem 26. März 2003, dem zwischen ORF-Geschäftsführung und
ORF-Zentralbetriebsrat abgeschlossenen neuen Kollektivvertrag zu. Der
neue Kollektivvertrag wird für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
gelten, die ab 1. Jänner 2004 einen Arbeitsvertrag schließen, sowie
für freie Mitarbeiter, die schon bisher für den ORF gearbeitet haben.
Zustimmung des Stiftungsrats gab es auch für die von der
Geschäftsführung vorgeschlagene Neustrukturierung von ROI. Weiters
stimmte der Stiftungsrat zu, Prof. Dr. Rudolf Bretschneider zum
Sachverständigen für das Qualitätsmonitoring und Jörg Ruminak zum
Jugendschutzbeauftragten zu bestellen.
Ö1: Neue Stimme Österreichs in der Welt
Die Neustrukturierung von ROI ist deshalb notwendig, weil sich die
Bundesregierung vor zwei Jahren aus der Finanzierung des
Auslandsdienstes zurückgezogen hat. Im Hinblick sowohl auf
wirtschaftliche Notwendigkeiten als auch auf die Qualitätssicherung
des Auslandsangebots über Kurzwelle und Online-Dienste wird der ORF
das bisherige Radio Österreich International ab 1. Juli 2003 durch
das neue Angebot "Radio Österreich 1 International" ersetzen - der
erfolgreichste Kultursender Europas wird zur Stimme Österreichs in
Europa und in der Welt. Der vom österreichischen Publikum in einem
überwältigend hohen Ausmaß angenommene Programmmix aus Information,
Kultur, Musik, Literatur, Bildung, Wissenschaft und Religion wird
damit über die Grenzen hinaus die Auslandsösterreicher sowie ein an
Österreich interessiertes globales Publikum im bisherigen Umfang von
ROI erreichen.
Durch den Transfer der hoch qualifizierten Journalisten von ROI
wird die personelle Kapazität von Ö1 verstärkt. Das neue "Radio
Österreich 1 International" wird auch ein über das derzeitige
Ö1-Programm hinausgehendes englischsprachiges Informations-angebot
umfassen.
Durch den weiteren Beitrieb des Kurzwellensenders Moosbrunn werden
sowohl die Chancen der Digitalisierung der Kurzwelle als auch der
Einsatz der Kurzwelle für Krisenzeiten gesichert. Mit der Neuordnung
des Auslandsdienstes über Kurzwelle kann der ORF weiterhin höchste
Qualität anbieten und gleichzeitig in einem Zeitraum von drei Jahren
Einsparungen in der Höhe von jährlich rund vier Millionen Euro
erzielen.
Prof. Dr. Rudolf Bretschneider zum Sachverständigen
Qualitätsmonitoring, Jörg Ruminak zum Jugendschutzbeauftragten
bestellt
Im Dezember 2002 hat der Stiftungsrat der Einführung eines
Qualitätssicherungssystems für das Jahr 2003 zugestimmt, das für das
Qualitätsmonitoring - Thema im Jahr 2003 wird die Unterhaltung sein
-und für die Gesamtbeurteilung eine/n Sachverständige/n vorsieht,
der/die mit Zustimmung des Stiftungsrats zu bestellen ist. Mit dieser
Aufgabe wird Prof. Dr. Rudolf Bretschneider, Geschäftsführer
Fessel-GfK, betraut, der seit 1997 ein Qualitätsmonitoring für den
ORF durchführt. Zum Jugendschutzbeauftragten, einem weiteren Element
des Qualitätsmonitoring, wird Jörg Ruminak bestellt. Jörg Ruminak,
Nachfolger von Kurt Bergmann als Leiter der Stabsstelle "Humanitarian
Broadcasting", ist seit 1980 im ORF tätig. Von 1987 bis 1993 war er
Leiter des Familien- und Kinderfunks im ORF-Landesstudio Wien, von
1993 bis 2001 Leiter der Hauptabteilung Gesellschaft, Jugend und
Familie.
Rückfragehinweis:
ORF-Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation
Telefon: (01) 878 78-12228
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