ORF-Stiftungsrat genehmigt ORF-Kollektivvertrag und Neustrukturierung von ROI

Ö1, erfolgreichster Kultursender Europas, wird zur Stimme Österreichs in der Welt

Wien (OTS) - Der ORF-Stiftungsrat unter dem Vorsitz von Generaldirektor Dr. Klaus Pekarek stimmte in der Plenarsitzung am Mittwoch, dem 26. März 2003, dem zwischen ORF-Geschäftsführung und ORF-Zentralbetriebsrat abgeschlossenen neuen Kollektivvertrag zu. Der neue Kollektivvertrag wird für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten, die ab 1. Jänner 2004 einen Arbeitsvertrag schließen, sowie für freie Mitarbeiter, die schon bisher für den ORF gearbeitet haben. Zustimmung des Stiftungsrats gab es auch für die von der Geschäftsführung vorgeschlagene Neustrukturierung von ROI. Weiters stimmte der Stiftungsrat zu, Prof. Dr. Rudolf Bretschneider zum Sachverständigen für das Qualitätsmonitoring und Jörg Ruminak zum Jugendschutzbeauftragten zu bestellen.

Ö1: Neue Stimme Österreichs in der Welt

Die Neustrukturierung von ROI ist deshalb notwendig, weil sich die Bundesregierung vor zwei Jahren aus der Finanzierung des Auslandsdienstes zurückgezogen hat. Im Hinblick sowohl auf wirtschaftliche Notwendigkeiten als auch auf die Qualitätssicherung des Auslandsangebots über Kurzwelle und Online-Dienste wird der ORF das bisherige Radio Österreich International ab 1. Juli 2003 durch das neue Angebot "Radio Österreich 1 International" ersetzen - der erfolgreichste Kultursender Europas wird zur Stimme Österreichs in Europa und in der Welt. Der vom österreichischen Publikum in einem überwältigend hohen Ausmaß angenommene Programmmix aus Information, Kultur, Musik, Literatur, Bildung, Wissenschaft und Religion wird damit über die Grenzen hinaus die Auslandsösterreicher sowie ein an Österreich interessiertes globales Publikum im bisherigen Umfang von ROI erreichen.

Durch den Transfer der hoch qualifizierten Journalisten von ROI wird die personelle Kapazität von Ö1 verstärkt. Das neue "Radio Österreich 1 International" wird auch ein über das derzeitige Ö1-Programm hinausgehendes englischsprachiges Informations-angebot umfassen.

Durch den weiteren Beitrieb des Kurzwellensenders Moosbrunn werden sowohl die Chancen der Digitalisierung der Kurzwelle als auch der Einsatz der Kurzwelle für Krisenzeiten gesichert. Mit der Neuordnung des Auslandsdienstes über Kurzwelle kann der ORF weiterhin höchste Qualität anbieten und gleichzeitig in einem Zeitraum von drei Jahren Einsparungen in der Höhe von jährlich rund vier Millionen Euro erzielen.

Prof. Dr. Rudolf Bretschneider zum Sachverständigen Qualitätsmonitoring, Jörg Ruminak zum Jugendschutzbeauftragten bestellt

Im Dezember 2002 hat der Stiftungsrat der Einführung eines Qualitätssicherungssystems für das Jahr 2003 zugestimmt, das für das Qualitätsmonitoring - Thema im Jahr 2003 wird die Unterhaltung sein -und für die Gesamtbeurteilung eine/n Sachverständige/n vorsieht, der/die mit Zustimmung des Stiftungsrats zu bestellen ist. Mit dieser Aufgabe wird Prof. Dr. Rudolf Bretschneider, Geschäftsführer Fessel-GfK, betraut, der seit 1997 ein Qualitätsmonitoring für den ORF durchführt. Zum Jugendschutzbeauftragten, einem weiteren Element des Qualitätsmonitoring, wird Jörg Ruminak bestellt. Jörg Ruminak, Nachfolger von Kurt Bergmann als Leiter der Stabsstelle "Humanitarian Broadcasting", ist seit 1980 im ORF tätig. Von 1987 bis 1993 war er Leiter des Familien- und Kinderfunks im ORF-Landesstudio Wien, von 1993 bis 2001 Leiter der Hauptabteilung Gesellschaft, Jugend und Familie.

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