• 26.03.2003, 10:55:51
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"Konsument"-Markterhebung: KFZ-Kaskoversicherungen

Enorme Differenzen bei Prämien. Einsparung durch Nutzung der Variantenvielfalt und Rabatte möglich. Bestehende Verträge nicht voreilig kündigen!

Wien (OTS) - Die meisten Versicherer bieten die
Kaskoversicherungen nur mehr in Kombination mit der Haftpflicht an.
Umso wichtiger ist es, die Prämien zu vergleichen. Um den
Autobesitzern einen marktgerechten Überblick zu verschaffen,
analysiert das Magazin "Konsument" insgesamt 18 Angebote. Als
Testmodell diente: VW Passat, Baujahr 2003, Listenpreis 23.582 Euro,
35jähriger Versicherungsnehmer mit 15.000 Kilometerleistung/Jahr und
3 Mio Euro Versicherungssumme für Haftpflicht. Die Erhebung zeigt:
Ein Prämien-Vergleich lohnt. Denn in der Stufe 00 ergeben sich
Differenzen von bis zu 500 Euro, in der Stufe 9 sogar bis zu 1000
Euro!

Begeben sich Neueinsteiger auf die Suche nach dem günstigsten
Anbieter für Haftpflicht und Kasko, sollten sie vorher den
Deckungsumfang festlegen. Dabei ist es wichtig zu überlegen, gegen
welche Risiken vorgesorgt werden muss. Durch eine geschickte Auswahl
der wichtigsten Risiken kann man seine Kaskoversicherung optimieren:
So wird sich zum Beispiel jemand, der ein besonders schickes Auto
fährt, nicht nur gegen Vandalen und Parkschäden versichern, sondern
auch Diebstahl inkludieren. Für Ausflugs- und Einkaufsfahrer kann
eine Elementarkasko (früher Teilkasko) ausreichend sein. Vielfahrer
oder sehr sportliche Autolenker sollten an ein erhöhtes Unfallrisiko
denken, was für eine Kollisionskasko (früher Vollkakso) spricht. Für
Bewohner in ländlichen Gebieten sind wiederum Parkschäden kein Thema,
dafür Hochwasserschutz oder Wildunfälle umso wichtiger.

Ob die laufende oder zukünftige Kaskoprämie tatsächlich günstig ist,
lässt sich am besten durch einen auf Autotype und Person abgestimmten
Vergleich feststellen. Unterlagen für einen Vergleich von
Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherungen können beim Verein für
Konsumenteninformation (VKI) zum Preis von 15 Euro plus Versandspesen
unter der Wiener Telefonnummer 588774 angefordert werden.

"Konsument"-Tipp: Wer zuviel zahlt, sollte nicht überstürzt kündigen,
weil Neuabschlüsse meist teurer als bestehende Verträge sind. Ein
Wechsel ist nur in Betracht zu ziehen, wenn trotz harter
Verhandlungen die Prämie immer noch zu hoch ist. Niedrigere Prämien
sind erzielbar, wenn ein höherer Selbstbehalt vereinbart wird.
Wichtig ist auch nach möglichen Rabatten zu fragen, wie etwa Super-,
Lady-, Wenigfahrer-, Familien-oder Vorsichtsbonus.

Wer nach attraktiven Angeboten sucht, wird auch bei den
Autofahrerclubs fündig. So gibt es etwa für ÖAMTC-Mitglieder eine
günstige Bonus-Kasko-Versicherung in Kooperation mit Generali mit
interessanten Rabatten besonders für langjährige Mitglieder. Hier
profitieren speziell die Gebrauchtwagen-Besitzer, denn die
Prämienberechnung erfolgt nach dem Zeitwert und nicht nach dem
Neupreis. Der ARBÖ verweist seine Mitglieder an Wüstenrot und
Züritel. Auch hier gibt es einige Zusatzleistungen. "Konsument"
empfiehlt auch die Nutzung des Spielraums, der bei der Höhe der
Selbstbeteiligung eingeräumt wird. Üblich ist eine Eigenleistung pro
Schadensfall entweder als Fixbetrag oder in Höhe von fünf Prozent der
Schadenssumme mit Mindestbeträgen. Aber Achtung: Obwohl Selbstbehalte
die Prämie senken, können zu hohe Selbstbehalte zur Kostenfalle
werden.

Der VKI fordert die Versicherungen auf, Jugendliche besser zu
behandeln. Denn jüngere Fahrer haben es wegen ihres hohen
Unfallrisikos besonders schwer, überhaupt einen Versicherungsschutz
zu finden. Unter einem Mindestalter von 23 Jahren ist kaum ein
Anbieter bereit, eine Kasko-versicherung abzuschließen.

Details über die untersuchten Kaskoversicherungen und Tipps zur
Gestaltung einer maßgeschneiderten Kasko präsentiert die
April-Ausgabe des Testmagazins "Konsument".

Rückfragehinweis:
VKI-Abteilung Finanz-Dienstleistungen,
Mag. Max Reuter, Tel.: 01 / 58877 DW 201.

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