"Konsument"-Markterhebung: KFZ-Kaskoversicherungen

Enorme Differenzen bei Prämien. Einsparung durch Nutzung der Variantenvielfalt und Rabatte möglich. Bestehende Verträge nicht voreilig kündigen!

Wien (OTS) - Die meisten Versicherer bieten die
Kaskoversicherungen nur mehr in Kombination mit der Haftpflicht an. Umso wichtiger ist es, die Prämien zu vergleichen. Um den Autobesitzern einen marktgerechten Überblick zu verschaffen, analysiert das Magazin "Konsument" insgesamt 18 Angebote. Als Testmodell diente: VW Passat, Baujahr 2003, Listenpreis 23.582 Euro, 35jähriger Versicherungsnehmer mit 15.000 Kilometerleistung/Jahr und 3 Mio Euro Versicherungssumme für Haftpflicht. Die Erhebung zeigt:
Ein Prämien-Vergleich lohnt. Denn in der Stufe 00 ergeben sich Differenzen von bis zu 500 Euro, in der Stufe 9 sogar bis zu 1000 Euro!

Begeben sich Neueinsteiger auf die Suche nach dem günstigsten Anbieter für Haftpflicht und Kasko, sollten sie vorher den Deckungsumfang festlegen. Dabei ist es wichtig zu überlegen, gegen welche Risiken vorgesorgt werden muss. Durch eine geschickte Auswahl der wichtigsten Risiken kann man seine Kaskoversicherung optimieren:
So wird sich zum Beispiel jemand, der ein besonders schickes Auto fährt, nicht nur gegen Vandalen und Parkschäden versichern, sondern auch Diebstahl inkludieren. Für Ausflugs- und Einkaufsfahrer kann eine Elementarkasko (früher Teilkasko) ausreichend sein. Vielfahrer oder sehr sportliche Autolenker sollten an ein erhöhtes Unfallrisiko denken, was für eine Kollisionskasko (früher Vollkakso) spricht. Für Bewohner in ländlichen Gebieten sind wiederum Parkschäden kein Thema, dafür Hochwasserschutz oder Wildunfälle umso wichtiger.

Ob die laufende oder zukünftige Kaskoprämie tatsächlich günstig ist, lässt sich am besten durch einen auf Autotype und Person abgestimmten Vergleich feststellen. Unterlagen für einen Vergleich von Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherungen können beim Verein für Konsumenteninformation (VKI) zum Preis von 15 Euro plus Versandspesen unter der Wiener Telefonnummer 588774 angefordert werden.

"Konsument"-Tipp: Wer zuviel zahlt, sollte nicht überstürzt kündigen, weil Neuabschlüsse meist teurer als bestehende Verträge sind. Ein Wechsel ist nur in Betracht zu ziehen, wenn trotz harter Verhandlungen die Prämie immer noch zu hoch ist. Niedrigere Prämien sind erzielbar, wenn ein höherer Selbstbehalt vereinbart wird. Wichtig ist auch nach möglichen Rabatten zu fragen, wie etwa Super-, Lady-, Wenigfahrer-, Familien-oder Vorsichtsbonus.

Wer nach attraktiven Angeboten sucht, wird auch bei den Autofahrerclubs fündig. So gibt es etwa für ÖAMTC-Mitglieder eine günstige Bonus-Kasko-Versicherung in Kooperation mit Generali mit interessanten Rabatten besonders für langjährige Mitglieder. Hier profitieren speziell die Gebrauchtwagen-Besitzer, denn die Prämienberechnung erfolgt nach dem Zeitwert und nicht nach dem Neupreis. Der ARBÖ verweist seine Mitglieder an Wüstenrot und Züritel. Auch hier gibt es einige Zusatzleistungen. "Konsument" empfiehlt auch die Nutzung des Spielraums, der bei der Höhe der Selbstbeteiligung eingeräumt wird. Üblich ist eine Eigenleistung pro Schadensfall entweder als Fixbetrag oder in Höhe von fünf Prozent der Schadenssumme mit Mindestbeträgen. Aber Achtung: Obwohl Selbstbehalte die Prämie senken, können zu hohe Selbstbehalte zur Kostenfalle werden.

Der VKI fordert die Versicherungen auf, Jugendliche besser zu behandeln. Denn jüngere Fahrer haben es wegen ihres hohen Unfallrisikos besonders schwer, überhaupt einen Versicherungsschutz zu finden. Unter einem Mindestalter von 23 Jahren ist kaum ein Anbieter bereit, eine Kasko-versicherung abzuschließen.

Details über die untersuchten Kaskoversicherungen und Tipps zur Gestaltung einer maßgeschneiderten Kasko präsentiert die April-Ausgabe des Testmagazins "Konsument".

Rückfragen & Kontakt:

VKI-Abteilung Finanz-Dienstleistungen,
Mag. Max Reuter, Tel.: 01 / 58877 DW 201.

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