VGKK soll sich der eigenen Verantwortung bewusst werden!

Bei den Arzneimitteln zu sparen, gehe nur auf Kosten der Patienten, sagt die Pharmig.

Wien (OTS) - "Die VGKK soll endlich aufhören, sich über die Kosten für die steigenden Heilmittelausgaben zu beklagen und sich stattdessen der eigenen Verantwortung bewusst werden." Das fordert Erhard P. Geisler, Geschäftsführer der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen. "Denn anscheinend vergisst die VGKK, wofür sie überhaupt da ist, nämlich den Patienten die notwendigen Therapien zu bezahlen."

Laut Pharmig gibt es drei Gründe, warum die Kosten für die Heilmittelausgaben steigen: Erstens innovative Arzneimittel, also Therapien, die vor einem Jahr noch nicht möglich gewesen wären. Zweitens der Ersatz von älteren Arzneimitteln durch modernere, nebenwirkungsärmere Medikamente. Und drittens der Trend von der Klein- zur Großpackung, der den Patienten häufige Wege in die Apotheke erspart. Die Patienten nur aus Kostengründen vom Fortschritt abzuschneiden, sei aber mit Sicherheit der falsche Weg, so der Pharmig-Geschäftsführer. Außerdem: Jeder Euro der in ein innovatives Arzneimittel investiert werde, spare 3,5 Euro an Spitalskosten.

Heftiges Kopfschütteln löst bei Erhard P. Geisler überdies die Behauptung der VGKK aus, durch ein neues Softwaresystem, das den Ärzten die jeweils kostengünstigste Verschreibung am Bildschirm ausweist, könnten die Kosten gesenkt werden. "Das ist völliger Unsinn", ärgert sich Geisler. "Denn seit Jahrzehnten gelten die Richtlinien über die ökonomische Verschreibweise als fixer Vertragsbestandteil zwischen Ärzten und Krankenkasse. Was soll also das Misstrauen den eigenen Ärzten gegenüber?", fragt Geisler. "Umgekehrt, wenn die VGKK unterstellt, dass sich ihre Ärzte nicht an die Richtlinien über die ökonomische Verschreibweise halten, würde das bedeuten, dass das eigene System der Chef- und Kontrollärzte nicht funktioniert."

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