• 25.03.2003, 17:58:33
  • /
  • OTS0198 OTW0198

EU-Abgeordnete Prets: Dem ländlichen Raum eine Perspektive bieten

Reform der Landwirtschaft braucht den Dialog mit Betroffenen

Wien (SK) Als einen "ersten Anstoß, der sicher weiter geführt werden


muss"^, bezeichnet SPÖ-Europaabgeordnete Christa Prets das gestern


von ihr veranstaltete Agrarsymposium in Wien. "Die Reform der
EU-Landwirtschaft darf kein von oben verordneter Prozess sein. Wir
müssen unseren Landwirten die Möglichkeit geben, an der Diskussion
teilzunehmen. Genau deshalb habe ich dieses Symposium initiiert." Als
Mitglied im EP-Landwirtschaftsausschuss sei es ihr ein besonderes
Anliegen, den heimischen Bauern Stimme und Gehör zu verschaffen. Die
Symposiums-Teilnehmer hatten an diesem Tag Gelegenheit, mit
EU-Kommissar Franz Fischler sowie Vertretern aus verschiedenen
europäischen Ländern die Zukunft der Landwirtschaft zu erörtern. ****

Veränderungen intelligent fördern

In ihrer Rede ermutigte Prets die österreichischen Bauern, sich der
Veränderung zu stellen und sich auch auf die EU-Agrarreform
einzulassen. Die ländlichen Entwicklung müsse umfassend gesteuert
werden: "Wir müssen neue zukunftsträchtige Produktionszweige
erschließen, noch stärker als bisher das Qualitätsbedürfnis der
Konsumenten befriedigen und dem ländlichen Raum eine soziale,
ökologische, wirtschaftliche und strukturelle Perspektive bieten."
Konkret sei es etwa wichtig, dass auch sogenannte "nichthandelbare
Aufgaben" wie Landschaftspflege oder Naturschutz den Bauern
entsprechend abgegolten werden.

Kritik übte Prets am 2. Agrarreform-Vorschlag der Kommission
betreffend der Förderung des ländlichen Raumes. Demnach soll nämlich
nur noch jährlich ein Prozent der direkten EU-Agrarförderung (1.
Säule) in die 2. Säule (Förderung der ländlichen Entwicklung)
transferiert werden. "Hier müssen wir wieder auf mindestens jene drei
Prozent kommen, die im ursprünglichen Entwurf der Kommission
vorgesehen waren."

Rechte der Frauen stärken

Besonders betont wurde von Prets auch die Situation von Frauen im
ländlichen Raum. Denn noch immer sind Frauen in vielen Bereichen
unterprivilegiert. "Das trifft vor allem auf die soziale Absicherung
zu. Frauen sind oftmals nicht ausreichend versichert und so
beispielsweise auch nicht pensionsberechtigt. Es muss endlich Schluss
damit sein, dass zwar die wertvolle Arbeit der Frauen gerne in
Anspruch genommen wird, es aber keine entsprechende soziale
Absicherung gibt!"

Prominente Teilnehmer

Auf Einladung von Christa Prets diskutierten neben EU-Agrarkommissar
Franz Fischler auch SPÖ-Agrarsprecher Heinz Gradwohl,
SPD-EU-Abgeordneter Wolfgang Kreissl-Dörfler, Tibor Szanyi,
Staatssekretär des ungarischen Ministeriums für Landwirtschaft und
Raumordnung und Laurent Cartier, ehemaliger Vorsitzender der CPE
(Coordination Paysanne Européenne) und Vorstand der Confédération
Paysanne, Frankreich. (Schluss) ns/mp

Rückfragehinweis: Roland Graffius, Pressesprecher der SPÖ-Delegation
im EP, mobil: 0032 - 475 - 60 66 34

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel