Österreichische Beratungsbranche: Punkten mit Qualität und maßgeschneiderten Lösungen

FV Unternehmensberatung: strikte Trennung von Beratung und Kontrolle - Einreichungen beim Constantinus Award zeugen von der Qualität der Branchen-Dienstleistungen

Wien (PWK 177) - "Mit Kürzungen bei Beraterausgaben setzt sich zum einen auch in Österreich ein Trend fort, der aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation in
Deutschland und Frankreich schon viel früher und wesentlich massiver begonnen hat", weiß Gerd Prechtl, Obmann der Berufsgruppe Unternehmensberater im Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie in der WKÖ. Gemäß OGM-Studie wollen heimische Manager heuer durchschnittlich um 9,1 Prozent weniger von ihrem Gesamtumsatz für Berater ausgeben als im Jahr 2002.

Zum anderen, so Prechtl, seien die Kürzungen von Beratungsausgaben aber auch Resultat der Erfahrungen, die Unternehmen mit standardisierten "Pseudo-Rationalisierungs-Programmen" gemacht hätten. Im Zusammenhang mit Großpleiten wie Swiss Air, Enron oder Bank Burgenland waren dies aber auch wirtschaftstreuhänderische Beratungsleistungen, bei denen vor allem Beratung und Kontrolle nicht in dem Maße getrennt waren, wie dies vom Fachverband schon seit Jahren gefordert wird.

Der Fachverband hat bereits vor vielen Jahren ein Schiedsgericht eingerichtet, das in solchen wie oben geschilderten Fällen angerufen werden kann. Bisher mußten die Dienste dieser außergerichtlichen Streitschlichtungsstelle jedoch noch nie in Anspruch genommen werden. Zudem wurde im Vorjahr ein Ethikkomitee unter dem Vorsitz des ehemaligen Präsidenten des Verfassungsgerichtshofes, Ludwig Adamovich, ins Leben gerufen. Dieses Gremium kann von Kunden dann angerufen werden, wenn sie mit
Dienstleistungen jeglicher Art nicht zufrieden waren. Es wird aber auch von sich aus
seine Stimme erheben, wenn Vorgänge in der Wirtschaft dubios oder nicht
transparent genug erscheinen. Dem Komitee gehören neben Adamovic der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes, Herbert Steininger, der Ex-Präsident des Oberlandesgerichtes Linz, Wolfgang Kossak, der ehemalige Generaldirektor Karl Pale, der Wirtschafts-Journalist Jens Tschebull, Hans Dieter Klein, Mitglied der Akademie der Wissenschaften, sowie Hanspeter Hanreich, Leiter der Rechtsabteilung der WKÖ, an.

Prechtl verweist auf die qualitätvolle Beratung, die kleine und mittelständische österreichische Beratungsunternehmen zu bieten im Stande seien. Wie für die österreichische Wirtschaft maßgeschneiderte Leistungsangebote aussehen, davon können sich Interessierte am 26.2.2003 im Tech Gate Vienna ein Bild machen. Dort werden im Rahmen einer Galaveranstaltung sowohl Beratungsunternehmen als auch deren Auftraggeber mit dem Constantinus Award, dem ersten österreichischen Beratungs- und IT-Preis, ausgezeichnet. "Die Beteiligung von mehr als 150 Beratungsunternehmen mit ihren Klienten spricht Bände", ist Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der Sparte Information und Consulting in der WKÖ, stolz. "Außerdem hat das in den eingereichten Projekten erarbeitete Verbesserungs- und Einsparungspotential ein Volumen von mehreren Millionen Euro." (JR)

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