- 25.03.2003, 12:03:27
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NÖ noch kinderfreundlicher, sozialer, konsumentensicherer
Kranzl: Kindergärten auch am Nachmittag kostenlos anbieten
St. Pölten (NLK) - Sie möchte Niederösterreich noch
kinderfreundlicher, sozialer und konsumentensicherer gestalten, sagte
Landesrätin Christa Kranzl heute bei einer Pressekonferenz im
Landhaus in St. Pölten. Derzeit gebe es in 82 Kindergärten in
Niederösterreich altersgemischte Gruppen. Das sei bereits viel, aber
doch zu viel zu wenig, meinte Kranzl. Sie wünsche auch, dass in den
Kindergärten Integrationsgruppen verstärkt geführt werden. Das sei
sowohl für die Kinder mit besonderen Bedürfnissen als auch für jene,
die eine andere Muttersprache hätten, sehr wichtig. Sie fordere zudem
Bewegungsräume auch für eingruppige Kindergärten. Die Kinder hätten
dort genauso viel Bewegungsdrang wie in zwei- oder mehrgruppigen
Kindergärten. Zudem sollten die Mitteln für den NÖ Schul- und
Kindergartenfonds aufgestockt werden. Ein weiteres Ziel sei, den
Kindergarten nicht nur am Vormittag, sondern auch am Nachmittag
kostenlos anbieten zu können. Von den 1.030 Kindergärten in
Niederösterreich seien derzeit über 90 Prozent an Nachmittagen
geschlossen.
Noch nie waren mit über 7.000 Menschen so viele
NiederösterreicherInnen in der Schuldnerberatung wie im letzten Jahr,
begründete Kranzl die Forderung, das Niederösterreich noch sozialer
werden müsse. Die Arbeitslosigkeit - immerhin seien derzeit 52.00
Menschen in Niederösterreich arbeitslos - müsse effektiver als bisher
bekämpft werden. Für junge Leuten wäre zum Beispiel die Forderung
nach dem Lehrlingsausbildungsfonds aufzugreifen. Immerhin gebe es
jetzt die Chance, durch die Einführung von Sozial-Info-Points in den
Gemeinden Hilfsbedürftige aus der Situation eines Bittstellers
herauszuführen und sie auf rechtlich zustehende Möglichkeiten
hinzuweisen. Sie freue sich jedenfalls, dass sie jetzt den ersten
Sozial-Info-Point in Amstetten eröffnen konnte.
Niederösterreich müsse schließlich konsumentensicherer werden. Der
Konsumentenschutz, so Kranzl, müsse weiter ausgebaut werden. Immerhin
hätte sie für das Jahr 2003 eine Verdoppelung der Landesbudgetmittel
auf 72.000 Euro erreicht. Sie fordere aber zum Beispiel seit längerem
das Verbot einer Mithaftung von einkommens- und vermögenslosen
Ehefrauen. Viele Frauen stehen nämlich nach einer Scheidung mit einem
gewaltigen Schuldenberg am Neubeginn ihres Lebens.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12312
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