- 25.03.2003, 11:08:59
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TU Wien baut "S-House" in Böheimkirchen
Strohball statt Grundstein
St. Pölten (NLK) - Nicht mit einem Grundstein, sondern mit einer
Grund-Strohballen-Legung erfolgt morgen, Mittwoch, um 10 Uhr in
Böheimkirchen der Startschuss für ein ganz besonderes Projekt: Die
Gruppe Angepasste Technologie der Technischen Universität Wien
errichtet auf dem Gelände des Bözat (Böheimkirchen Zentrum für
Angepasste Technologie) ein S-House in Passivhausbauweise als
Holz-Strohballenbau. Das Projekt wird gemeinsam mit Partnerfirmen für
Planung und Ausführung als EU-LIFE Umwelt-Demonstrationsvorhaben
durchgeführt. Mitfinanziert wird es vom Land Niederösterreich im
Rahmen der Technologieoffensive und vom Bundesministerium für
Verkehr, Innovation und Technologie im Rahmen des Impulsprogramms
Nachhaltig Wirtschaften.
Das Besondere am S-House ist, dass es zeitgemäße Architektur mit
traditionellen ökologischen Baustoffen verbindet und den Einsatz von
hochfunktionellen Konstruktionen auf Basis nachwachsender Rohstoffe
demonstriert. Der hohe Energiestandard des Passivhauses wird durch
den Einsatz neuer Baustoffe und durch ein ausgeklügeltes
Haustechniksystem erreicht. Im Besonderen wird der Strohballenbau
demonstrieren, dass Stroh als Baustoff hohe Wärmedämmwirkung und
ausgezeichnete baubiologische Eigenschaften aufweist.
Die Errichtung, das Gebäude selbst als auch seine Nutzung dienen
der Verbreitung zukunftsfähigen Bauens. So wird das
Demonstrationsgebäude im Erdgeschoss eine Dauerausstellung
beherbergen, die über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten
nachwachsender Rohstoffe informiert und den Weg vom Rohstoff bis zum
fertigen Produkt für die Besucher veranschaulicht. Ein umfangreiches
Messprogramm, das sowohl physikalische als auch baubiologische
Parameter erfasst, wird die Langzeitfunktionalität der eingesetzten
Baustoffe und der Konstruktionen überprüfen. Die aktuellen Messwerte
werden in der Ausstellung abrufbar sein.
Durch die weitestgehende Verwendung regional vorhandener
nachwachsender Rohstoffe und deren innovativer Nutzung werden neue
Impulse für eine nachhaltige ländliche Entwicklung gesetzt, die
regionale Wertschöpfung gesteigert, die Transportkosten und
-kilometer gesenkt, die Baustoffabfälle reduziert und biologische
Kreisläufe geschlossen.
Weitere Informationen: Anna-Maria Beitel, e-mail [email protected],
Telefon 0699/19 52 52 76, Fax 01/952 52 76
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12180
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