Einigung auf Zweijahresabschluss bei Bauarbeiter-Kollektivvertragsverhandlungen

Plus 2,1 Prozent per 1. Mai 2003 und plus 2,2 Prozent per 1. Mai 2004

Wien (PWK174) - Bei den Lohnverhandlungen für die rund 85.000 Bauarbeiter wurde gestern, 24.3.2003, gleich in der ersten Verhandlungsrunde eine Einigung erzielt.

Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und Lehrlingsentschädigungen werden mit 1.5.2003 um 2,1 % und mit 1.5.2004 nochmals um 2,2 % angehoben.

Bei den rahmenrechtlichen Änderungen wurden vor allem die Kündigungsfristen neu geregelt. Sie betragen nach einer Betriebszugehörigkeit von 5 Jahren eine Woche, von 10 bis 15 Jahren zwei Wochen und nach 15 Jahren drei Wochen.

Weiters wurde ein Arbeitskreis zur Modifizierung des Kollektivvertrages mit dem Schwerpunkt der Neuregelung der Trennungsgelder (Taggelder) unter dem Aspekt der Bauarbeitermobilität eingerichtet.

Bundesinnungsmeister Johannes Lahofer zeigte sich zufrieden darüber, dass es trotz schwieriger Ausgangspositionen wiederum möglich war, in einem sozialpartnerschaftlichen Verhandlungsklima zu einem für die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite tragbaren Ergebnis zu gelangen.

Der Fachverbandsvorsteher der Bauindustrie, Erwin Soravia, betonte, dass die Bauwirtschaft mit diesem 2-Jahres-KV "in diesen wirtschaftlich schlechten Zeiten ein Risiko eingegangen ist". "Wir sind aber in Erwartung, dass die neue Bundesregierung ihre Ankündigungen in Richtung des Ausbaus der heimischen Infrastruktur wahr macht", so Soravia. (us)

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