- 25.03.2003, 10:05:24
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Analyse der volkswirtschaftlichen Effekte des ARA Systems vom Institut für Höhere Studien: ARA System als "Dynamo" für Österreichs Gesamtwirtschaft
Wien (OTS) - 1994 bis 2002 - die Zahlen sprechen für sich:
- 2.134 Mio. Euro Wertschöpfungseffekte
- 3.255 Mio. Euro Kaufkrafteffekte
- 205 Mio. Euro direktes und indirektes Steueraufkommen
- 4.182 zusätzliche Arbeitsplätze
Welche Auswirkungen hat das ARA System auf die Wirtschaft?
Das ARA System kontrolliert aufgrund seiner umfassenden
Aufgabenstellung große Mengen- und Mittelströme. Nach den ersten 10
Jahren Geschäftstätigkeit sind die abfallwirtschaftlichen Ergebnisse
offensichtlich - Ressourcenschonung, Deponie-Entlastung, etc. Offen
blieb es, welche volkswirtschaftlichen Effekte das ARA System bzw.
die grundlegenden Veränderungen von Teilen der Entsorgungswirtschaft
hatte.
IHS-Studie für fundierte Ergebnisse
Um dies fundiert zu untersuchen, ließ das ARA System eine Studie
vom Institut für Höhere Studien Kärnten (IHSK) durchführen. Mittels
einer Input-Output-Analyse wurde der Wertschöpfung 2001 und seit
Bestehen des Systems nachgegangen sowie der Entwicklungsimpuls für
die Abfallwirtschaft quantifiziert.
Die Untersuchung betrachtete das ARA System in seiner gesamten
Vernetzung mit den unterschiedlichen Wirtschaftskreisen und
insbesondere mit der heimischen Abfallwirtschaft. Denn die einzelnen
ARA Systempartner nehmen Vorleistungen - also Leistungen anderer
Unternehmen - in Anspruch.
Positive Effekte auf Gesamtwirtschaft
Die Ergebnisse stehen für sich - das ARA System bewirkt eine Reihe
von direkten positiven Effekten für die Gesamtwirtschaft, die durch
die wirtschaftliche Verflechtung des Sammel- und Verwertungssystems
noch multiplikativ verstärkt werden.
Gesamte Wertschöpfung rund 219 Mio. Euro
Die direkte Wertschöpfung des ARA Systems betrug 2001 etwa 102
Mio. Euro. Durch die Vernetzung mit vor- und nachgelagerten
Unternehmen und die Wirkungen über die österreichischen Grenzen
hinaus, wird die Wertschöpfung mehr als verdoppelt, auf insgesamt
cirka 219 Mio. Euro.
4.182 Arbeitsplätze
Im Bereich Beschäftigung konnte das ARA System direkt 1.907
Arbeitsplätze schaffen. Berücksichtigt man die indirekte
Beschäftigungssteigerung in Österreich von 1.585 Arbeitsplätzen und
den Zuwachs der Arbeitsplätze über unsere Bundesgrenzen hinaus (690),
ergibt sich ein Gesamtbeschäftigungseffekt von 4.182 Arbeitsplätzen
(Vollzeitäquivalente).
Jährlicher Kaufkrafteffekt von rund 334 Mio. Euro
Parallel dazu entsteht durch die Personal- und Sachausgaben der im
ARA System involvierten Unternehmen ein direkter Kaufkrafteffekt von
jährlich rund 170 Mio. Euro. Insgesamt induzierte das Sammel- und
Verwertungssystem um die 334 Mio. Euro. Bemerkenswert ist dabei, dass
der Großteil der Kaufkraft in der heimischen Wirtschaft zum Tragen
kommt.
Fiskalische Effekte von 21 Mio. Euro
Und nicht zuletzt bewirkt das ARA System auch fiskalische Effekte,
indem das Kommunalsteueraufkommen und das Aufkommen aus
lohnabhängigen Steuern gesteigert werden. Der Zuwachs beläuft sich
auf 21 Mio. Euro.
10 Jahre ARA System
Die Zahlen lesen sich noch beeindruckender, wenn der Zeitraum seit
Bestehen des ARA Systems betrachtet wird:
Die Wertschöpfungseffekte belaufen sich dann auf 2.134 Mio. Euro
und die Kaufkrafteffekte auf 3.255 Mio. Euro. Das direkte und
indirekte Steueraufkommen kann mit 205 Mio. Euro beziffert werden.
Dazu ermöglichte das ARA System im In- und Ausland über 4.000
Arbeitsplätze.
Fazit der Studie: ARA System hat expansive Wirkung auf
Gesamtwirtschaft
Fazit der Untersuchung ist für Studien-Autorin Dipl.-Ing. Petra
Rodiga-Laßnig vom IHS Kärnten damit: "Das mit der
Verpackungsverordnung eingeführte Verursacherprinzip und die daraus
resultierenden Verpflichtungen für die österreichische Wirtschaft
stellen volkswirtschaftlich keine Belastung dar. Vielmehr hat das ARA
System eine expansive Wirkung für die Gesamtwirtschaft."
ARA System als "Dynamo" für Österreichs Wirtschaft
"Die Studie zeigt, dass das ARA System sozusagen ein Dynamo für
Österreichs Wirtschaft ist. Darauf können wir stolz sein. Vor allem
betrachten wir diese Ergebnisse aber als Ansporn, noch innovativer zu
denken, die eingeführten Systeme laufend zu hinterfragen und zu
optimieren, um auch künftig die öko-effiziente und nachhaltige
Sammlung und Verwertung von Verpackungen zu ermöglichen", so Dkfm.
Stiglitz.
Rückfragehinweis:
Dkfm. Christian Stiglitz (Vorstand),
Altstoff Recycling Austria AG,
Tel.: 01/599 97-201
Christian Mayer (Leiter der Kommunikation),
Altstoff Recycling Austria AG,
Tel.: 01/599 97-301
Dipl.-Ing. Petra Rodiga-Laßnig,
Institut für Höhere Studien Kärnten,
Tel.: 0463/592150-14
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