Analyse der volkswirtschaftlichen Effekte des ARA Systems vom Institut für Höhere Studien: ARA System als "Dynamo" für Österreichs Gesamtwirtschaft

Wien (OTS) - 1994 bis 2002 - die Zahlen sprechen für sich:
- 2.134 Mio. Euro Wertschöpfungseffekte
- 3.255 Mio. Euro Kaufkrafteffekte
- 205 Mio. Euro direktes und indirektes Steueraufkommen
- 4.182 zusätzliche Arbeitsplätze

Welche Auswirkungen hat das ARA System auf die Wirtschaft?

Das ARA System kontrolliert aufgrund seiner umfassenden Aufgabenstellung große Mengen- und Mittelströme. Nach den ersten 10 Jahren Geschäftstätigkeit sind die abfallwirtschaftlichen Ergebnisse offensichtlich - Ressourcenschonung, Deponie-Entlastung, etc. Offen blieb es, welche volkswirtschaftlichen Effekte das ARA System bzw. die grundlegenden Veränderungen von Teilen der Entsorgungswirtschaft hatte.

IHS-Studie für fundierte Ergebnisse

Um dies fundiert zu untersuchen, ließ das ARA System eine Studie vom Institut für Höhere Studien Kärnten (IHSK) durchführen. Mittels einer Input-Output-Analyse wurde der Wertschöpfung 2001 und seit Bestehen des Systems nachgegangen sowie der Entwicklungsimpuls für die Abfallwirtschaft quantifiziert.

Die Untersuchung betrachtete das ARA System in seiner gesamten Vernetzung mit den unterschiedlichen Wirtschaftskreisen und insbesondere mit der heimischen Abfallwirtschaft. Denn die einzelnen ARA Systempartner nehmen Vorleistungen - also Leistungen anderer Unternehmen - in Anspruch.

Positive Effekte auf Gesamtwirtschaft

Die Ergebnisse stehen für sich - das ARA System bewirkt eine Reihe von direkten positiven Effekten für die Gesamtwirtschaft, die durch die wirtschaftliche Verflechtung des Sammel- und Verwertungssystems noch multiplikativ verstärkt werden.

Gesamte Wertschöpfung rund 219 Mio. Euro

Die direkte Wertschöpfung des ARA Systems betrug 2001 etwa 102 Mio. Euro. Durch die Vernetzung mit vor- und nachgelagerten Unternehmen und die Wirkungen über die österreichischen Grenzen hinaus, wird die Wertschöpfung mehr als verdoppelt, auf insgesamt cirka 219 Mio. Euro.

4.182 Arbeitsplätze

Im Bereich Beschäftigung konnte das ARA System direkt 1.907 Arbeitsplätze schaffen. Berücksichtigt man die indirekte Beschäftigungssteigerung in Österreich von 1.585 Arbeitsplätzen und den Zuwachs der Arbeitsplätze über unsere Bundesgrenzen hinaus (690), ergibt sich ein Gesamtbeschäftigungseffekt von 4.182 Arbeitsplätzen (Vollzeitäquivalente).

Jährlicher Kaufkrafteffekt von rund 334 Mio. Euro

Parallel dazu entsteht durch die Personal- und Sachausgaben der im ARA System involvierten Unternehmen ein direkter Kaufkrafteffekt von jährlich rund 170 Mio. Euro. Insgesamt induzierte das Sammel- und Verwertungssystem um die 334 Mio. Euro. Bemerkenswert ist dabei, dass der Großteil der Kaufkraft in der heimischen Wirtschaft zum Tragen kommt.

Fiskalische Effekte von 21 Mio. Euro

Und nicht zuletzt bewirkt das ARA System auch fiskalische Effekte, indem das Kommunalsteueraufkommen und das Aufkommen aus lohnabhängigen Steuern gesteigert werden. Der Zuwachs beläuft sich auf 21 Mio. Euro.

10 Jahre ARA System

Die Zahlen lesen sich noch beeindruckender, wenn der Zeitraum seit Bestehen des ARA Systems betrachtet wird:

Die Wertschöpfungseffekte belaufen sich dann auf 2.134 Mio. Euro und die Kaufkrafteffekte auf 3.255 Mio. Euro. Das direkte und indirekte Steueraufkommen kann mit 205 Mio. Euro beziffert werden. Dazu ermöglichte das ARA System im In- und Ausland über 4.000 Arbeitsplätze.

Fazit der Studie: ARA System hat expansive Wirkung auf Gesamtwirtschaft

Fazit der Untersuchung ist für Studien-Autorin Dipl.-Ing. Petra Rodiga-Laßnig vom IHS Kärnten damit: "Das mit der Verpackungsverordnung eingeführte Verursacherprinzip und die daraus resultierenden Verpflichtungen für die österreichische Wirtschaft stellen volkswirtschaftlich keine Belastung dar. Vielmehr hat das ARA System eine expansive Wirkung für die Gesamtwirtschaft."

ARA System als "Dynamo" für Österreichs Wirtschaft

"Die Studie zeigt, dass das ARA System sozusagen ein Dynamo für Österreichs Wirtschaft ist. Darauf können wir stolz sein. Vor allem betrachten wir diese Ergebnisse aber als Ansporn, noch innovativer zu denken, die eingeführten Systeme laufend zu hinterfragen und zu optimieren, um auch künftig die öko-effiziente und nachhaltige Sammlung und Verwertung von Verpackungen zu ermöglichen", so Dkfm. Stiglitz.

Rückfragen & Kontakt:

Christian Mayer (Leiter der Kommunikation),
Altstoff Recycling Austria AG,
Tel.: 01/599 97-301

Dipl.-Ing. Petra Rodiga-Laßnig,
Institut für Höhere Studien Kärnten,
Tel.: 0463/592150-14

Dkfm. Christian Stiglitz (Vorstand),
Altstoff Recycling Austria AG,
Tel.: 01/599 97-201

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