Kossina: Nicht alle Blumen darf man pflücken

In Wien stehen viele Blumen- und Pflanzearten unter strengem Naturschutz

Wien (OTS) - Der Frühling stellt sich langsam aber sicher ein. Die Tage werden länger und die Sonnenstrahlen immer wärmer. Überall in der Natur beginnt es zu grünen und zu sprießen. Die ersten Frühlingsblumen zeigen sich bereits als bunte Tupfer auf den Wiesen. Jetzt ist auch die Zeit, wo man sich Blumen gerne in die eigenen vier Wände holt. Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina: "Manches, was im Frühling und das Jahr über in den prächtigsten Farben blüht, ist in seinem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Zahlreiche Pflanzen und Blumen in Wien stehen deshalb unter strengem Naturschutz und dürfen wenn überhaupt nur in kleinen Mengen gepflückt werden."

Ein kleiner Strauß, der in eine Hand passt, mehr ist nicht erlaubt. So ist es sicher, dass die Blumen im Wald, auf den Wiesen oder den Wegesrändern nicht maßlos geplündert werden und auch in Zukunft dort noch viele Jahre lang wachsen.

Das Wiener Naturschutzgesetz unterscheidet zwei Schutzkategorien für die Pflanzen in Wien: Zur ersten Kategorie zählen die geschützten Arten. Dazu gehören zum Beispiel Leberblümchen, Wildrosen, Zyklame, Primel, Schlüsselblume, Maiglöckchen, Schneeglöckchen oder Blaustern. Sie dürfen nur in beschränktem Ausmaß gepflückt, gesammelt, abgeschnitten, ausgegraben, entfernt oder vernichtet werden. Es ist verboten, die oberirdischen Teile dieser Pflanzen in einer über den persönlichen Bedarf hinausgehenden Menge zu pflücken, zu sammeln oder abzuschneiden. Unter dem persönlichen Bedarf ist jene Menge zu verstehen, deren Stängel vom Daumen und Zeigefinger einer Hand vollständig umfasst werden können.

Die zweite Schutzkategorie definiert die streng geschützten Arten. Orchideen, Traubenhyazinthe, Frauenschuh oder Schwertlilie gehören hier beispielsweise dazu. Das Pflücken, Sammeln, Abschneiden, Ausgraben oder Vernichten dieser Pflanzen in deren natürlichem Verbreitungsgebiet, sowie der Besitz, Transport, Handel oder Austausch und das Angebot zum Verkauf oder zum Austausch von aus der Natur entnommenen Pflanzen sind komplett verboten. Der Schutz dieser Pflanzen bezieht sich auf ihre ober- und unterirdischen Teile und gilt für alle Lebensstadien. Das heißt diese Pflanzen sind fürs Wohnzimmer oder den Garten tabu. (Schluss) bfm/gat

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