• 21.03.2003, 12:20:59
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  • OTS0138 OTW0138

In Loosdorf soll ein Naturschutzgebiet entstehen

55 Vogelarten im "Ofenloch" an der Pielach

St.Pölten (NLK) - In der Katastralgemeinde Albrechtsberg,
Marktgemeinde Loosdorf, liegt an der Pielach mit 25 Hektar Fläche das
Landschaftsjuwel "Ofenloch", das Bürgermeister Landtagsabgeordneter
Josef Jahrmann gemeinsam mit dem Land Niederösterreich, der EU und
dem LIFE-Projekt "Lebensraum Huchen" zu einem Naturschutzgebiet
machen will.

Ein naturbelassenes Naherholungsgebiet würde hier im "Ofenloch",
so die mundartliche Bezeichnung, entstehen, sagte Jahrmann zu diesem
Projekt. "Am rechten Ufer schneidet der Fluss Ausläufer des
Dunkelsteinerwaldes, am linken Ufer liegt die Sturmau", erklärte er,
warum die Lage dieses künftigen Naturschutzgebiets besonders reizvoll
ist. "Mit den Besitzern der Grundstücke ist man jedenfalls bereits
einig", argumentierte der Abgeordnete. Das Augebiet sei auch ein
wichtiger Beitrag zum passiven Hochwasserschutz für das nahe an der
Pielach gelegene Siedlungsgebiet von Loosdorf. Zudem sei die Au ein
wichtiges Trinkwasser-Schutzgebiet für die Gemeinde.

Das Agrarverfahren mit der Vermessung und den anschließenden
Grundzusammenlegungen ist bereits eingeleitet. 12 Hektar werden von
privaten Grundstücksbesitzern angekauft, 5,5 Hektar beträgt das
öffentliche Wassergut und rund 8 Hektar Grund steuert die
Marktgemeinde Loosdorf bei. Rund 100.000 Euro, so Jahrmann, wende die
Gemeinde für Grundstückskäufe auf.

Im "Ofenloch" findet man vor allem einen naturnahen
Eichen-Hainbuchen-Hangwald. Entlang der Pielach steht ein urwüchsiger
Auwald mit riesigen Silberweiden und Pappeln. Nur kleine Teile des
"Ofenlochs" sind mit standortfremden Gehölzen wie Akazien,
Hybridpappeln oder Fichten bepflanzt. Seltene Arten wie Eisvogel,
Wasseramsel und Gänsesäger brüten an der Pielach, im Augebiet und im
Hangwald kommen fünf Spechtarten vor, im gesamten "Ofenloch"
beachtliche 55 Vogelarten, darunter fünf Arten der "Roten Liste".
Zudem wurden rund 20 Fischarten festgestellt, im Mündungsbereich in
die Donau sogar 29 Arten. Der Huchen hat in Niederösterreich an der
Pielach sein bedeutendstes Vorkommen. Auch Amphibien wie Erdkröte
oder Springfrosch kann man im "Ofenloch" beobachten.

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12312

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK

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