Schasching: Neues Vereinsgesetz ist Anschlag auf Gesellschaft

Wien (SK) "Die direkten Auswirkungen des neuen Vereinsgesetzes und der Vereinsrichtlinien bringen für immer mehr gemeinnützige Sportvereine unnötige organisatorische und finanzielle Mehrbelastungen", sagt die Präsidentin des ASKÖ-Wien und SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching. Das richtet sich gegen wichtige Stützen unserer Gesellschaft. Der Sport in Österreich ist in zehntausenden Vereinen organisiert. Dieses Gesetz ist ein Anschlag auf die funktionierende Struktur des Breitensports in unserem Land." Da die Übergangsfristen für die neuen gesetzlichen Regelungen "unklar formuliert sind, sitzen derzeit unzählige SportfunktionärInnen oftmals ratlos vor ihren bisher gültigen Statuten", sagte Schasching. "Die Unsicherheit und der Unmut ist daher bei vielen ehrenamtlichen FunktionärInnen verständlicherweise sehr groß." ****

Bei der ASKÖ-Wien hat sich die juristische Beratungstätigkeit für die Mitgliedsvereine derzeit vervielfacht. Für die ASKÖ-Wien Präsidentin Schasching ein klarer Hinweis, dass das neue Vereinsgesetz an der sportpolitischen Realität klar vorbeigeht. "Die ungenügende aktive Einbeziehung der Sportdachverbände beim Gesetzwerdungsprozess macht sich jetzt leider deutlich bemerkbar. Außer neue bürokratische Hürden bringt das neue Gesetz den Vereinen keinerlei Vorteile." Durch die überaus unklaren Übergangsfristen führen derzeit viele gemeinnützige Vereine explizit zur Änderung der Vereinsstatuten Generalversammlungen durch. Dadurch entsteht ein zusätzlicher organisatorischer und finanzieller Aufwand.

Die Geschäftsstelle der ASKÖ-Wien wird als Servicezentrum für die Mitgliedsvereine in einer Aussendungen nochmals auf die Serviceleistungen des Sportdachverbandes hinweisen. "Damit wollen wir in dieser Situation den SportfunktionärInnen hilfreich zur Seite stehen. Es ist leider wieder einmal so, dass von der Bundesregierung ein undurchdachtes Gesetz verabschiedet wurde, dass lediglich darauf hinausläuft, die Arbeit der ehrenamtlichen tätigen Funktionäre zu erschweren", so Schasching. (Schluss) wf/mm

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