- 21.03.2003, 09:41:39
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SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr pocht auf Einhaltung des Kyoto-Zieles
Internationaler Tag des Wetters: "Klimaschutz darf uns nicht kalt lassen"
Wien (SK) Sonntag, der 23. März, ist der internationale Tag des
Wetters. SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr nahm als Mitglied des
Umweltausschusses diesen Anlass als Gelegenheit, einmal mehr auf die
Dringlichkeit des Kyoto-Zieles und dessen Umsetzung hinzuweisen.
Weltweit machen verheerende Überschwemmungen und lang anhaltende
Dürreperioden drastisch darauf aufmerksam, dass die Zerstörung der
Ozonschicht und die damit Hand in Hand gehenden Klimaveränderungen
und Wetterkapriolen einen globales Handeln erfordern, stellte Bayr
fest. ****
Auch Österreich hat sich im Rahmen des Kyoto-Abkommens, das 2002
ratifiziert wurde, verpflichtet, seine Treibhausgas-Emissionen bis
2008/2012 um 13 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 1990 zu
reduzieren. Bayr erinnerte daran, dass Österreich aber nicht nur weit
von dieser Forderung entfernt ist, sondern sogar einen Anstieg der
Emissionen zu verzeichnen hat. Konkret ist der Ausstoß heimischer
Treibhausgase laut Emissionsinventur des Umweltbundesamtes im Jahr
2001 um 4,8 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000 gestiegen.
Es sind damit, so Bayr, dringend Maßnahmen in vielen Bereichen
erforderlich. "Vor allem im Verkehrsbereich, wo ein besonders
markanter Anstieg der CO2-Emissionen zu verzeichnen ist, muss es
rasch zu einer Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die
Schiene kommen. Im Wohnbau muss die Wärmedämmung, speziell bei
Einfamilienhäusern, eine wichtigere Rolle spielen. Mit relativ
preisgünstigen Maßnahmen lassen sich so namhafte CO2-Reduktionen über
ersparte Heizmittel erzielen. Auch im Bereich der Ausschöpfung
alternativer Energiequellen ist noch vieles möglich, für Betriebe
sollen dazu steuerliche Anreize gesetzt werden", sagte Bayr.
Klimaschutz bedürfe finanzieller Mittel, sei es in Direkt-Förderungen
oder, wie im Bereich der Betriebe, durch steuerliche Anreize. Die
SPÖ-Nationalrätin forderte in diesem Zusammenhang von der
Bundesregierung die Bereitstellung budgetärer Mittel und eine echte
Ökologisierung des Steuersystems. "Die für den Klimaschutz dringend
notwendigen Investitionen müssen unbedingt vorgezogen werden. Es darf
damit nicht bis 2006 gewartet werden, wie in der Regierungserklärung
angekündigt", schloss Bayr. (Schluss) wf/mm
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
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