ÖAMTC AKADEMIE startet Ausstellungsreihe "MIB_Mensch in Bewegung"

ÖAMTC AKADEMIE und Technisches Museum präsentieren künstlerische Visionen zur Mobilität

Wien (ÖAMTC AKADEMIE-Presse) - Bewegung, Geschwindigkeit, Überwindung von natürlichen und technischen Grenzen hat Menschen aller Jahrhunderte fasziniert. Mobilität ist auch - und vor allem Künstlern - stets eine Metapher für Freiheit gewesen. Unter heutigen Bedingungen einer rasanten technologischen Entwicklung wachsen künstlerische Vision und technische Realisierung zeitlich zusammen. Die ÖAMTC AKADEMIE und das Technische Museum Wien greifen diese sich entwickelnde Konvergenz von Kunst, Mobilitäts- und Kommunikations-Technologien mit der dreiteiligen Ausstellungsreihe "MIB_Mensch in Bewegung" auf. Als Partner konnten Studenten der Universität für angewandte Kunst Wien gewonnen werden.

Immer schon haben Menschen sich von der freien, ungehinderten Bewegung faszinieren lassen. Von den Schwingen des Ikarus bis zu den minimalistischen Karosserien der Formel 1 reichen die Entwürfe nach Überwindung von Naturgesetzen und körperlicher Beschränktheit, ungeachtet des Risikos sich dabei selbst zu zerstören.

Das Streben nach Schönem, die Entdeckung des Unbekannten, der Drang nach vorne haben die Geschichte der Menschen geprägt. Die Künstler waren es, die durch die Jahrhunderte die Bewegung als Sehnsucht nach Freiheit dargestellt und visionär vor- und weiterentwickelt haben. Der große "Gesamtkünstler" Leonardo da Vinci hat uns in seinen Zeichnungen Konzepte zu Flugmobilen und Fortbewegungsmaschinen hinterlassen, deren seherische Qualität heute noch begeistern. Jede neue Technologie, wie sie seit Beginn des 20. Jahrhunderts in immer rascherer Abfolge entstand, hat die Kunst verändert und ihre Handlungsspielräume erweitert. Die Fotografie etwa wurde eine eigenständige Kunstform ebenso wie eine Herausforderung für die anderen Disziplinen, sich mit Bewegung im Bild auseinander zu setzen. Mit dem "Akt, eine Treppe herabsteigend" schuf Marcel Duchamp 1912 eine solche Antwort auf den Aufbruch und die Bewegung einer neuen Zeit. Die Kubisten zerlegten die Mobilität, schufen Codes der Bewegung. Die Futuristen schließlich huldigten der Geschwindigkeit des Automobils und des Kraftrads durch Begeisterungsstürme in Bild und Wort.

Auch Architektur und Design wurden von den Allegorien der Moderne erfasst. Bruno Taut ließ Bewegung in seinen Glaspavillon auf der Kölner Werkbund-Ausstellung 1914 einfließen - Wasserläufe, Projektionen und vor allem auch Großstadtlärm wurden zum integralen Teil der Architektur. Le Corbusiers Suche nach einer neuen Architektur war geprägt von der Überzeugung, dass die Leistungen der Ingenieure als Maßstab an Rationalität, Perfektion und Schönheit zu gelten hätten. Dem Beispiel der Lokomotive, des Dampfschiffs oder des Autos folgend, sollte die "Wohnmaschine" entstehen, die dem modernen Menschen mit seinen neu gewachsenen Ansprüchen und Lebensrhythmen gerecht werden würde.

Heute werden Zukunftskonzepte für Mobilität von Künstlern und Forschern gemeinsam erarbeitet, hat sich doch das Tempo des technologischen Fortschritts derart beschleunigt, dass die Entwicklung von Zukunftsszenarien und ihre Realisierung zeitlich zusammenfallen. Diese produktive Kooperation von Künstlern und Experten aus Information, Kommunikation und Mobilitätsmanagement ist Inhalt einer dreiteiligen Ausstellungsreihe, die von der ÖAMTC AKADEMIE gemeinsam mit dem Technischen Museum Wien nach einem Konzept von section.a art design consulting veranstaltet wird.

Dreiteilige Ausstellungsreihe beginnt mit Design-Schwerpunkt

Die Ausstellung "MIB_Mensch in Bewegung" setzt Mobilität sowohl inhaltlich als auch formal ein. Sie bewegt sich in drei Schritten vom Design über Architektur zur Kunst. Und sie will die Besucher dazu bewegen, Bewegung in ihr Bild von der Mobilität zu bringen. Alltagswissen wird durch Kunst hinterfragt und visionär, mit Leichtigkeit, spielerisch, humorvoll neu beantwortet.

MIB 01_Design, der zeitlich erste Teil der Ausstellung von 21. März bis 1. Juni 2003, gestalten Studierende des Instituts für Design / Industrial Design unter Professor Paolo Piva. Sie zeigen mehrheitlich neue Konzepte des Transports und des Wohnens. Die Objekte in ihrem Verhältnis zum Menschen, die Objekte als Transportmittel für Wünsche, die Objekte als Möglichkeit zur Überwindung von Raum und Zeit stehen dabei im Vordergrund.

MIB 02_Architektur, der zweite Ausstellungsteil von 6. Juni bis 7. September 2003, wird von den Studierenden des Instituts für Architektur / Architekturentwurf 2 unter Professor Greg Lynn vorbereitet. Neue Technologien machen Häuser zu Mikrokosmen mit eigenem, dynamischen Leben. Der moderne, urbane Raum gestattet den Menschen optimale Beweglichkeit, bringt sie in Bewegung.

Schließlich wird das Institut für experimentelles Gestalten und Raumkunst / Medienübergreifende Bild- und Raumgestaltung von Professorin Brigitte Kowanz im dritten Teil, MIB 03_Kunst von 12. September bis 8. Dezember 2003, Fragen der Mobilität auf einer Metaebene diskutieren. Wie wird die Welt von morgen, wie wird das Design der Mobilität, die Architektur der Bewegung die Gesellschaft beeinflussen und verändern?

Drei Disziplinen, drei Diskussionsbeiträge zu einem Thema, das elementar die Menschen betrifft, vielleicht auch Antworten auf die Fragen der Zukunft: Wie werden wir uns bewegen, was wird uns bewegen, wohin werden wir uns bewegen?

Als Partner wurden Unternehmen ausgewählt, die den Studierenden einen visionären Blick auf die Zukunft der Mobilität und Kommunikation vermitteln können. Über den inhaltlichen Input hinaus unterstützen die High-Tech-Unternehmen Ericsson Austria, Kapsch BusinessCom, und Infineon Technologies Austria das Projekt auch finanziell. Inhaltliche Beratung leistet zudem die Energieverwertungsagentur - The Austrian Energy Agency.

Präsentationsort der Ausstellungsreihe ist der Bereich Technik der Zukunft der ständigen Schausammlung Energie des Technischen Museums Wien. Die einem Stadtmodell gleichende Ausstellungsarchitektur geht auf Entwürfe des jungen Wiener Architektenteams as_architecture zurück, die grafische Gestaltung auf section.d communication.design.

Da das Technische Museum Wien auch Vorteilspartner des ÖAMTC ist, ermäßigt sich der Eintritt ins Museum für Clubmitglieder um 20 Prozent.

Detaillierte Unterlagen zur Ausstellung findet man auch auf der Homepage des ÖAMTC im Internet unter http://www.oeamtc.at.

Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial von der Ausstellung finden Sie im ÖAMTC-Foto-Service im Internet unter http://www.oeamtc.at/presse.

Für Rückfragen zur Ausstellung wenden Sie sich an:
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(Schluss)
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