• 20.03.2003, 10:00:17
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ÖAMTC AKADEMIE startet Ausstellungsreihe "MIB_Mensch in Bewegung"

ÖAMTC AKADEMIE und Technisches Museum präsentieren künstlerische Visionen zur Mobilität

Wien (ÖAMTC AKADEMIE-Presse) - Bewegung, Geschwindigkeit,
Überwindung von natürlichen und technischen Grenzen hat Menschen
aller Jahrhunderte fasziniert. Mobilität ist auch - und vor allem
Künstlern - stets eine Metapher für Freiheit gewesen. Unter heutigen
Bedingungen einer rasanten technologischen Entwicklung wachsen
künstlerische Vision und technische Realisierung zeitlich zusammen.
Die ÖAMTC AKADEMIE und das Technische Museum Wien greifen diese sich
entwickelnde Konvergenz von Kunst, Mobilitäts- und
Kommunikations-Technologien mit der dreiteiligen Ausstellungsreihe
"MIB_Mensch in Bewegung" auf. Als Partner konnten Studenten der
Universität für angewandte Kunst Wien gewonnen werden.

Immer schon haben Menschen sich von der freien, ungehinderten
Bewegung faszinieren lassen. Von den Schwingen des Ikarus bis zu den
minimalistischen Karosserien der Formel 1 reichen die Entwürfe nach
Überwindung von Naturgesetzen und körperlicher Beschränktheit,
ungeachtet des Risikos sich dabei selbst zu zerstören.

Das Streben nach Schönem, die Entdeckung des Unbekannten, der
Drang nach vorne haben die Geschichte der Menschen geprägt. Die
Künstler waren es, die durch die Jahrhunderte die Bewegung als
Sehnsucht nach Freiheit dargestellt und visionär vor- und
weiterentwickelt haben. Der große "Gesamtkünstler" Leonardo da Vinci
hat uns in seinen Zeichnungen Konzepte zu Flugmobilen und
Fortbewegungsmaschinen hinterlassen, deren seherische Qualität heute
noch begeistern. Jede neue Technologie, wie sie seit Beginn des 20.
Jahrhunderts in immer rascherer Abfolge entstand, hat die Kunst
verändert und ihre Handlungsspielräume erweitert. Die Fotografie etwa
wurde eine eigenständige Kunstform ebenso wie eine Herausforderung
für die anderen Disziplinen, sich mit Bewegung im Bild auseinander zu
setzen. Mit dem "Akt, eine Treppe herabsteigend" schuf Marcel Duchamp
1912 eine solche Antwort auf den Aufbruch und die Bewegung einer
neuen Zeit. Die Kubisten zerlegten die Mobilität, schufen Codes der
Bewegung. Die Futuristen schließlich huldigten der Geschwindigkeit
des Automobils und des Kraftrads durch Begeisterungsstürme in Bild
und Wort.

Auch Architektur und Design wurden von den Allegorien der Moderne
erfasst. Bruno Taut ließ Bewegung in seinen Glaspavillon auf der
Kölner Werkbund-Ausstellung 1914 einfließen - Wasserläufe,
Projektionen und vor allem auch Großstadtlärm wurden zum integralen
Teil der Architektur. Le Corbusiers Suche nach einer neuen
Architektur war geprägt von der Überzeugung, dass die Leistungen der
Ingenieure als Maßstab an Rationalität, Perfektion und Schönheit zu
gelten hätten. Dem Beispiel der Lokomotive, des Dampfschiffs oder des
Autos folgend, sollte die "Wohnmaschine" entstehen, die dem modernen
Menschen mit seinen neu gewachsenen Ansprüchen und Lebensrhythmen
gerecht werden würde.

Heute werden Zukunftskonzepte für Mobilität von Künstlern und
Forschern gemeinsam erarbeitet, hat sich doch das Tempo des
technologischen Fortschritts derart beschleunigt, dass die
Entwicklung von Zukunftsszenarien und ihre Realisierung zeitlich
zusammenfallen. Diese produktive Kooperation von Künstlern und
Experten aus Information, Kommunikation und Mobilitätsmanagement ist
Inhalt einer dreiteiligen Ausstellungsreihe, die von der ÖAMTC
AKADEMIE gemeinsam mit dem Technischen Museum Wien nach einem Konzept
von section.a art design consulting veranstaltet wird.

Dreiteilige Ausstellungsreihe beginnt mit Design-Schwerpunkt

Die Ausstellung "MIB_Mensch in Bewegung" setzt Mobilität sowohl
inhaltlich als auch formal ein. Sie bewegt sich in drei Schritten vom
Design über Architektur zur Kunst. Und sie will die Besucher dazu
bewegen, Bewegung in ihr Bild von der Mobilität zu bringen.
Alltagswissen wird durch Kunst hinterfragt und visionär, mit
Leichtigkeit, spielerisch, humorvoll neu beantwortet.

MIB 01_Design, der zeitlich erste Teil der Ausstellung von 21.
März bis 1. Juni 2003, gestalten Studierende des Instituts für Design
/ Industrial Design unter Professor Paolo Piva. Sie zeigen
mehrheitlich neue Konzepte des Transports und des Wohnens. Die
Objekte in ihrem Verhältnis zum Menschen, die Objekte als
Transportmittel für Wünsche, die Objekte als Möglichkeit zur
Überwindung von Raum und Zeit stehen dabei im Vordergrund.

MIB 02_Architektur, der zweite Ausstellungsteil von 6. Juni bis 7.
September 2003, wird von den Studierenden des Instituts für
Architektur / Architekturentwurf 2 unter Professor Greg Lynn
vorbereitet. Neue Technologien machen Häuser zu Mikrokosmen mit
eigenem, dynamischen Leben. Der moderne, urbane Raum gestattet den
Menschen optimale Beweglichkeit, bringt sie in Bewegung.

Schließlich wird das Institut für experimentelles Gestalten und
Raumkunst / Medienübergreifende Bild- und Raumgestaltung von
Professorin Brigitte Kowanz im dritten Teil, MIB 03_Kunst von 12.
September bis 8. Dezember 2003, Fragen der Mobilität auf einer
Metaebene diskutieren. Wie wird die Welt von morgen, wie wird das
Design der Mobilität, die Architektur der Bewegung die Gesellschaft
beeinflussen und verändern?

Drei Disziplinen, drei Diskussionsbeiträge zu einem Thema, das
elementar die Menschen betrifft, vielleicht auch Antworten auf die
Fragen der Zukunft: Wie werden wir uns bewegen, was wird uns bewegen,
wohin werden wir uns bewegen?

Als Partner wurden Unternehmen ausgewählt, die den Studierenden
einen visionären Blick auf die Zukunft der Mobilität und
Kommunikation vermitteln können. Über den inhaltlichen Input hinaus
unterstützen die High-Tech-Unternehmen Ericsson Austria, Kapsch
BusinessCom, und Infineon Technologies Austria das Projekt auch
finanziell. Inhaltliche Beratung leistet zudem die
Energieverwertungsagentur - The Austrian Energy Agency.

Präsentationsort der Ausstellungsreihe ist der Bereich Technik der
Zukunft der ständigen Schausammlung Energie des Technischen Museums
Wien. Die einem Stadtmodell gleichende Ausstellungsarchitektur geht
auf Entwürfe des jungen Wiener Architektenteams as_architecture
zurück, die grafische Gestaltung auf section.d communication.design.

Da das Technische Museum Wien auch Vorteilspartner des ÖAMTC ist,
ermäßigt sich der Eintritt ins Museum für Clubmitglieder um 20
Prozent.

Detaillierte Unterlagen zur Ausstellung findet man auch auf der
Homepage des ÖAMTC im Internet unter http://www.oeamtc.at.

Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial von der Ausstellung finden Sie im ÖAMTC-Foto-Service im
Internet unter http://www.oeamtc.at/presse.

Für Rückfragen zur Ausstellung wenden Sie sich an:
ÖAMTC AKADEMIE, Tel.: (01) 711 99/1920, E-Mail:
[email protected]

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

Rückfragehinweis: ÖAMTC Pressestelle
Tel.: (01) 711 99-1218

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP

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