SP-Haider: VA-Stahlvorstand genießt volles Vertrauen, nicht jedoch die Bundesregierung

VOEST-Gipfel: 20.000 ArbeitnehmerInnen brauchen Klarheit über Verkaufspläne

Beim gestrigen VOEST-Gipfel im Landhaus betonte Landeshauptmann-Stv. Dipl.-Ing. Erich Haider nochmals, dass im Interesse der 20.000 ArbeitnehmerInnen der VA Stahl und deren Familien darüber Klarheit und Sicherheit bestehen muss, dass die VA Stahl nicht an das Ausland verkauft wird.

Ausgangspunkt war das Regierungsprogramm der neuen Bundesregierung, in dem zwischen den Regierungspartnern vereinbart wurde, die weitere vollständige Privatisierung der VA Stahl anzustreben. Der Originalbeschluss der Bundesregierung lautet:
"Folgende konkrete Maßnahmen werden zwischen den Regierungspartnern vereinbart:
Die weitere vollständige Privatisierung (100 %) von Böhler Uddeholm AG, VA Technologie AG, Voest Alpine AG, Österreichische Postbus AG (Beteiligung Privater; nach Entscheid des Kartellgerichtes), Österreichische Bergbauholding AG und der Telekom Austria (bis zu 100 %) wird angestrebt. Dabei ist eine österreichische Kernaktionärsstruktur durch Syndikate mit industriellen Partnern, Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Vorsorgekassen, Fonds etc. im Sinne einer Stärkung der Head-Quarter Funktion Österreichs wünschenswert."

"Der Begriff wünschenswert ist aber zu wenig", betont LH-Stv. Erich Haider, "Die Bundesregierung soll klarstellen, dass ein Verkauf nur dann erfolgt, wenn eine österreichische Kernaktionärsaktion garantiert wird."

Sollte die Bundesregierung von ihren Verkaufsabsichten aber nicht abzubringen sein, so ist sicherzustellen, dass oberösterreichische Unternehmen und Banken die Sperrminorität von 25 % und eine Aktie ankaufen. Da die Raiffeisenlandesbank, die Oberbank und die Mitarbeiter der VA Stahl bereits über Aktien im Ausmaß von ca. 20 % verfügen, könnte die Landes-Hypobank über eine Kapitalaufstockung durch das Land die notwendigen restlichen 5 % Aktienanteile für Oberösterreich kaufen. Bei dieser Lösung würde sich auch die Landespolitik aus der Geschäftspolitik des Unternehmens völlig heraushalten und würde sogar dem Wunsch der Bundesregierung, eine österreichische Kernaktionärsstruktur durch Syndikate mit Banken zu bilden, entsprechen.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Pressereferat
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40001