- 20.03.2003, 09:28:01
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SP-Haider: VA-Stahlvorstand genießt volles Vertrauen, nicht jedoch die Bundesregierung
VOEST-Gipfel: 20.000 ArbeitnehmerInnen brauchen Klarheit über
Verkaufspläne
Beim gestrigen VOEST-Gipfel im Landhaus betonte Landeshauptmann-Stv.
Dipl.-Ing. Erich Haider nochmals, dass im Interesse der 20.000
ArbeitnehmerInnen der VA Stahl und deren Familien darüber Klarheit
und Sicherheit bestehen muss, dass die VA Stahl nicht an das Ausland
verkauft wird.
Ausgangspunkt war das Regierungsprogramm der neuen Bundesregierung,
in dem zwischen den Regierungspartnern vereinbart wurde, die weitere
vollständige Privatisierung der VA Stahl anzustreben. Der
Originalbeschluss der Bundesregierung lautet:
"Folgende konkrete Maßnahmen werden zwischen den Regierungspartnern
vereinbart:
Die weitere vollständige Privatisierung (100 %) von Böhler Uddeholm
AG, VA Technologie AG, Voest Alpine AG, Österreichische Postbus AG
(Beteiligung Privater; nach Entscheid des Kartellgerichtes),
Österreichische Bergbauholding AG und der Telekom Austria (bis zu
100 %) wird angestrebt. Dabei ist eine österreichische
Kernaktionärsstruktur durch Syndikate mit industriellen Partnern,
Banken, Versicherungen, Pensionskassen, Vorsorgekassen, Fonds etc.
im Sinne einer Stärkung der Head-Quarter Funktion Österreichs
wünschenswert."
"Der Begriff wünschenswert ist aber zu wenig", betont LH-Stv. Erich
Haider, "Die Bundesregierung soll klarstellen, dass ein Verkauf nur
dann erfolgt, wenn eine österreichische Kernaktionärsaktion
garantiert wird."
Sollte die Bundesregierung von ihren Verkaufsabsichten aber nicht
abzubringen sein, so ist sicherzustellen, dass oberösterreichische
Unternehmen und Banken die Sperrminorität von 25 % und eine Aktie
ankaufen. Da die Raiffeisenlandesbank, die Oberbank und die
Mitarbeiter der VA Stahl bereits über Aktien im Ausmaß von ca. 20 %
verfügen, könnte die Landes-Hypobank über eine Kapitalaufstockung
durch das Land die notwendigen restlichen 5 % Aktienanteile für
Oberösterreich kaufen. Bei dieser Lösung würde sich auch die
Landespolitik aus der Geschäftspolitik des Unternehmens völlig
heraushalten und würde sogar dem Wunsch der Bundesregierung, eine
österreichische Kernaktionärsstruktur durch Syndikate mit Banken zu
bilden, entsprechen.
Rückfragehinweis: SPÖ Oberösterreich
Pressereferat
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
mailto:[email protected]
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