- 18.03.2003, 15:38:14
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Mortalitätsrate bei Krebs bis 2010 um zehn Prozent senken
Onodi: Vorsorgeuntersuchungen forcieren
St. Pölten (NLK) - Im niederösterreichischen Gesundheitswesen
soll es nicht nur finanzielle Ziele geben, sondern auch Ziele über
den Gesundheitszustand der Bevölkerung, sagte heute
Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi in einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit dem Vizepräsidenten der Krebshilfe, Dr. Werner
Kwasny, im Landhaus in St. Pölten. Ein Gesundheitsziel sei es, bis
zum Jahr 2010 die Mortalitätsrate bei Krebserkrankungen um zehn
Prozent zu senken. In Niederösterreich würden pro Jahr rund 3.800
Landesbürger an Krebserkrankungen sterben, davon 580 an Lungenkrebs,
390 an Dickdarmkrebs, 320 an Brustkrebs, jeweils 260 an Magen- bzw.
Prostatakrebs, 120 an Leukämie sowie 100 an Blasenkrebs. Zwei Wege
seien bei der Behandlung von Krebs wichtig: die Qualitätssicherung
und die Vorsorgeuntersuchungen. Jedes Krankenhaus sollte sich daher,
so Onodi, als Gesundheitszentrum entwickeln.
Die wirksamste Waffe im Kampf gegen den Krebs sei die Vorsorge
oder Früherkennung, so Kwasny. Gerade bei den häufigsten
Krebserkrankungen - Darmkrebs, Brustkrebs und Prostatakrebs - spiele
die Vorsorgeuntersuchung eine ganz entscheidende Rolle. Auch
bösartige Erkrankungen wie Gebärmutterkrebs und Eierstockkrebs
sollten nicht unerwähnt bleiben. Als plakative Beispiele für eine
Heilung gelten die Dickdarmpolypen, die in einem frühen Stadium noch
abgetragen werden können. Die 45- bis 50-jährigen zur Vorsorge zu
bringen, wäre jedenfalls das Ziel. Leider sei der Vorsorgegedanke
besonders in der ländlichen Bevölkerung noch nicht genug verbreitet.
Ziel sei es, Krebs gar nicht entstehen zu lassen oder eine Diagnose
in einem so frühen Stadium zu stellen, damit eine Heilung möglich
ist.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12312
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