Legrand-Schließung: LH Haider will wertvolle Jobs durch "Management Buy Out" retten

Land Kärnten entwickelt Lösungen - Konzern zu Mithilfe "moralisch verpflichtet"

Klagenfurt (LPD) - Durch ein "Management Buy Out" will Landeshauptmann Jörg Haider die für Ende 2003 angekündigte Schließung des Legrand-Werkes in Wernberg bei Villach teilweise auffangen und so "wertvolle Jobs" retten. Haider kündigte bei einem Pressegespräch in Wernberg an, dass das Land Kärnten mit Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger und dem Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) bis Anfang 2004 entsprechende Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter finden wolle. Auch ortet der Landeshauptmann bei Legrand eine "moralische Verpflichtung", zu einer Lösungsfindung beizutragen, da der Konzern für den Bau des Werkes sowie für Forschung und Entwicklung öffentliche Gelder erhalten habe.

Insgesamt 160 Mitarbeiter seien von der Maßnahme betroffen, die Legrand-Geschäftsführer Hans Pieczara mit einer "massiven Unterauslastung" des Betriebes und der anhaltenden Konjunkturflaute im Baubereich begründete. Für Haider solle aus dem "Abschied Legrands" ein "Neubeginn" für die Region werden. Der Landeshauptmann verwies dabei auf bereits erfolgte Firmenübernahmen in Kärnten, die "zukunftsorientiert und erfolgreich" gewesen seien. Allerdings, so Haider, müsse der Konzern das Land an einer eigenständigen Lösung arbeiten lassen, da auf Grund der in den letzten Jahren geflossenen Förderungen ein "moralisches Recht neue Weichenstellungen zu setzen" gewachsen sei. Weitere Möglichkeiten für die betroffenen Arbeitnehmer sehe er in der derzeit positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Region Villach, so der Landeshauptmann, der hierbei die Ansiedlung des Infineon-Konzerns anführte.

Auch seitens Legrands arbeitet man laut dessen Geschäftsführer an einem Sozialplan für die 160 Mitarbeiter. So werde man zusammen mit dem Land Kärnten und dem KWF eine Arbeitsstiftung einrichten um den Betroffenen "rasch und konkret" helfen zu können. Die 34 Beschäftigten der in Wien angesiedelte Vetriebszentrale von Legrand Österreich seien, so Pieczara, von der Schließung in Wernberg nicht betroffen.

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