Prets: Gehrers Unterrichtspläne sprechen EU-Vorgaben Hohn

Wien (SK) Im jüngsten Positionspapier der EU-Kommission wird die wirkungsvolle Investition in die allgemeine und berufliche Bildung erneut als Notwendigkeit für Europa unterstrichen, um die Zielvorgabe der Lissabonstrategie nicht weitaus zu verfehlen. Im Jahr 2000 bekannten sich in Lissabon die Regierungen Europas, darunter auch die österreichische, lautstark zur Förderung von Ausbildung, um Europa zur wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln. "Die Stundenreduktions-Pläne von Unterrichtsministerin Gehrer an den österreichischen Schulen sprechen diesen wichtigen europäischen Zielvorgaben Hohn", erklärte SPÖ-EU-Abgeordnete Christa Prets Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

"Der Vorwand, zur 'Verringerung der zeitlichen Belastung' eine Unterrichtskürzung von zwei Schulstunden vorzunehmen, um Lehrverpflichtungen zu stutzen und langfristig weniger Dienstposten zu schaffen, zieht nicht", so die Europaabgeordnete. "Eine Durchforstung der Lehrpläne wäre ein wesentlich konstruktiverer Ansatz."

Weiters kritisiert die Europaabgeordnete die kurzfristige Einstellung von Stipendien für Praktika in internationalen Organisationen, u.a. bei den Europäischen Institutionen. Frau Ministerin Gehrer vergesse dabei, in welchem Ausmaß Österreich von diesen im Ausland gemachten Erfahrungen profitiert. Die Rechtfertigung für die Streichung lautete seitens Frau Gehrer, dass diese Mittel verstärkt in die Forschung gehen müssten. "Gehrer hat die Angaben vielleicht falsch verstanden:
es hat beim Europäischen Rat sehr wohl geheißen, die Ausgaben für die Forschung bis 2010 auf drei Prozent des BIP zu steigern, dass dabei die Bildungsausgaben gekürzt werden, ist ein Rückschritt in Sachen Bildungspolitik und eine Nichteinhaltung selbst vorgegebener Ziele", so Prets abschließend. (Schluss) cs/mp

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