WLADYSLAW BARTOSZEWSKI VERTEIDIGT US-FREUNDLICHEN KURS POLENS Polnischer Ex-Außenminister zu Gast bei Bundesratspräsident Hösele

Wien (PK) - Der ehemalige Außenminister Polens Wladyslaw Bartoszewski, der heute bei einer Buchpräsentation im Parlament
von Bundesratspräsident Herwig Hösele empfangen wurde,
verteidigte Vertretern der Presse gegenüber die pro-amerikanische Haltung seines Landes im Irak-Konflikt. Als Nato-Mitglied sei
Polen bündnistreu, betonte er mit Nachdruck und äußerte Verständnis für die Kriegsdrohung der USA. Bartoszewski verglich die aktuelle Situation mit jener anlässlich der Bedrohung durch Hitler vor dem Zweiten Weltkrieg und übte Kritik an der französischen Position. Es wäre nun Sache der mitteleuropäischen Staaten, zur Überwindung der Differenzen innerhalb der EU beizutragen und die Union wieder zu kitten, meinte er. Die EU-Erweiterung bezeichnete Bartoszewski als neuen Anlauf zur
Einigung Europas, einer Einigung, die, wie er sagte, ihren ersten Anstoß mit der Christianisierung des Kontinentes durch irische Mönche genommen hatte.

Anlass der Pressekonferenz war die Präsentation des "Steirischen Jahrbuchs für Politik 2002", zu dem Bartoszewski mit einem
Artikel über die EU-Aspekte am Vorabend der Erweiterung beitrug. Die Publikation beleuchtet die für das Bundesland Steiermark relevanten politischen und gesellschaftlichen Ereignisse des abgelaufenen Jahres, von den Nationalratswahlen über den Stand
der Universitätsreform bis hin zum Besuch des Dalai Lama und zum Rücktritt Ivica Osims. Neben Bundesratspräsident Herwig Hösele steuerten u.a. Reinhold Lopatka, Stefan Schennach, Anton Pelinka
und Reinhard Rack Aufsätze bei. Das Jahrbuch wolle zeigen, dass
die Steiermark Scheinwerfer und nicht Stopplicht in Österreich
ist, fasste Mitherausgeber Wolfgang Mantl die Intentionen der Autoren zusammen. (Schluss)

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