• 18.03.2003, 11:06:51
  • /
  • OTS0088 OTW0088

Kinderfreunde unterstützen neue Konzepte an ganztägigen Schulen

Wien (SK) Die im Bereich Schule führenden skandinavischen Länder
haben sie schon lange die ganztägig geführten Schulen. "Aus
pädagogischer Sicht ist die Verteilung von Konzentrations- und
Entspannungsphasen, von Lern- und Freizeitphasen über den Tag hinweg
sinnvoll. Die dementsprechenden Rahmenbedingungen fehlen jedoch in
Österreich und Schule bedeutet immer mehr Bewahr- und Zwangsanstalt",
so die Schulsprecherin der Österreichischen Kinderfreunde,
SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching am Dienstag gegenüber dem
Pressedienst der SPÖ . ****

"Schule muss zu einem attraktiven Lern- und Lebensraum für Kinder
werden. SchülerInnen brauchen einerseits professionelle Unterstützung
bei der Bewältigung ihrer Lern- und Hausaufgaben, sie brauchen aber
auch Raum für soziale Lernprozesse und wollen ihre Freizeit sinnvoll
mit anderen Kindern verbringen. Ganztägige Schulformen können Kinder
dabei unterstützen, ihre Lernprozesse in einem sozialen Kontext zu
organisieren und ihre Freizeit in einer anregenden Umgebung zu
verbringen. Dazu braucht es den politischen Willen, die
entsprechenden Ressourcen bereitzustellen, um Veränderungen im
Schulwesen durchzuführen. Flexibilisierte Anmeldemodalitäten an
ganztägigen Schulformen und sozial gestaffelte Beiträge für den
Betreuungsteil würden die Berufstätigkeit beider Eltern ermöglichen",
betonte Schasching.

"Die Forcierung von ganztägigen Schulformen gehört in ein
Gesamtkonzept gestellt, das soziale Chancengleichheit gewährt. Jene
Kinder, die mehr Förderung brauchen, sollten diese in ganztägig
geführten Schulen auch erhalten. Begabte Kinder würden ebenfalls die
Chance erhalten, zusätzliche Angebote in Anspruch zu nehmen.
LehrerInnen und freizeitpädagogisch geschulte Personen könnten in
enger Zusammenarbeit die Nachmittage für Kinder attraktiv gestalten.
Räume müssten so umfunktioniert werden, dass es eine Schule zum
Wohlfühlen wird, in der neben Leistung auch das menschliche
Miteinander einen wichtigen Stellenwert hat", erklärte Schasching.

Die Kinderfreunde würden sich für eine Schule einsetzen, die für die
Kinder da ist und die die Fragen und Probleme der Kinder aufgreift
und nicht die Schule zum Problem der Kinder macht. Ausgehend von
dieser pädagogischen Grundhaltung müsse jede Schulreform eine Reform
im Sinne der Kinder sein und die Lebenswelten der Kinder im Auge
behalten.

Ganztägig geführte Schulen müssten nach einem Konzept geführt sein,
die Kinder in das Zentrum des Lernprozesses stellt und die
Entwicklung jedes einzelnen Kindes fördert. "Dementsprechende
politische Weichenstellungen braucht es, um ein kindgerechtes aber
auch zukunftsfähiges Schulsystem weiterzuentwickeln", erklärt
Schasching abschließend. (Schluss) up/mm

Infos: [email protected], Tel. 01/5121298/47

Michaela Rous, Österreichische Kinderfreunde,
[email protected]
Besuche unsere neue Homepage www.kinderfreunde.at

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel