Kinderfreunde unterstützen neue Konzepte an ganztägigen Schulen

Wien (SK) Die im Bereich Schule führenden skandinavischen Länder haben sie schon lange die ganztägig geführten Schulen. "Aus pädagogischer Sicht ist die Verteilung von Konzentrations- und Entspannungsphasen, von Lern- und Freizeitphasen über den Tag hinweg sinnvoll. Die dementsprechenden Rahmenbedingungen fehlen jedoch in Österreich und Schule bedeutet immer mehr Bewahr- und Zwangsanstalt", so die Schulsprecherin der Österreichischen Kinderfreunde, SPÖ-Abgeordnete Beate Schasching am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ . ****

"Schule muss zu einem attraktiven Lern- und Lebensraum für Kinder werden. SchülerInnen brauchen einerseits professionelle Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Lern- und Hausaufgaben, sie brauchen aber auch Raum für soziale Lernprozesse und wollen ihre Freizeit sinnvoll mit anderen Kindern verbringen. Ganztägige Schulformen können Kinder dabei unterstützen, ihre Lernprozesse in einem sozialen Kontext zu organisieren und ihre Freizeit in einer anregenden Umgebung zu verbringen. Dazu braucht es den politischen Willen, die entsprechenden Ressourcen bereitzustellen, um Veränderungen im Schulwesen durchzuführen. Flexibilisierte Anmeldemodalitäten an ganztägigen Schulformen und sozial gestaffelte Beiträge für den Betreuungsteil würden die Berufstätigkeit beider Eltern ermöglichen", betonte Schasching.

"Die Forcierung von ganztägigen Schulformen gehört in ein Gesamtkonzept gestellt, das soziale Chancengleichheit gewährt. Jene Kinder, die mehr Förderung brauchen, sollten diese in ganztägig geführten Schulen auch erhalten. Begabte Kinder würden ebenfalls die Chance erhalten, zusätzliche Angebote in Anspruch zu nehmen. LehrerInnen und freizeitpädagogisch geschulte Personen könnten in enger Zusammenarbeit die Nachmittage für Kinder attraktiv gestalten. Räume müssten so umfunktioniert werden, dass es eine Schule zum Wohlfühlen wird, in der neben Leistung auch das menschliche Miteinander einen wichtigen Stellenwert hat", erklärte Schasching.

Die Kinderfreunde würden sich für eine Schule einsetzen, die für die Kinder da ist und die die Fragen und Probleme der Kinder aufgreift und nicht die Schule zum Problem der Kinder macht. Ausgehend von dieser pädagogischen Grundhaltung müsse jede Schulreform eine Reform im Sinne der Kinder sein und die Lebenswelten der Kinder im Auge behalten.

Ganztägig geführte Schulen müssten nach einem Konzept geführt sein, die Kinder in das Zentrum des Lernprozesses stellt und die Entwicklung jedes einzelnen Kindes fördert. "Dementsprechende politische Weichenstellungen braucht es, um ein kindgerechtes aber auch zukunftsfähiges Schulsystem weiterzuentwickeln", erklärt Schasching abschließend. (Schluss) up/mm

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Michaela Rous, Österreichische Kinderfreunde, kind-und-co@kinderfreunde.at
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