- 17.03.2003, 13:46:03
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Fuhrmann: Zahl der Aktiv-Studierenden gleich geblieben
Steuerliche Absetzbarkeit von Studienbeiträgen bringt berufstätigen Studenten finanzielle Vorteile
Wien, 17. März 2003 (ÖVP-PK) "Die von der Österreichischen
Hochschülerschaft erhobenen Vorwürfe, Bildungsministerin Elisabeth
Gehrer halte einen fertigen Bericht zurück, sind völlig
ungerechtfertigt", sagte heute, Montag, die Bundesobfrau der Jungen
ÖVP Abg.z.NR Silvia Fuhrmann. Nach Fertigstellung einer Rohversion
des "Berichts zur sozialen Lage der Studierenden" durch das IHS hat
das Bildungsministerium Anfang des Jahres vertiefende Analysen und
Auswertungen zu ausgewählten Themenbereichen in Auftrag gegeben.
"Erst nach Einarbeitung dieser zusätzlichen Daten kann der Endbericht
veröffentlicht werden", erklärte Fuhrmann. Dies werde Ende März der
Fall sein. ****
Verwundert zeigte sich Fuhrmann über die von der Österreichischen
Hochschülerschaft verwendeten Zahlen. So ging die ÖH in einer
Aussendung vom 27. Februar noch von zwei Drittel berufstätigen
Studierenden aus. In der heutigen Aussendung sind es bereits 80
Prozent. "Faktum bleibt, dass die Zahl der Aktiv-Studierenden seit
Einführung der Studienbeiträge gleich geblieben ist", so Fuhrmann.
Mehr als 199.000 Personen würden zur Zeit an heimischen Universitäten
studieren. Eine im Auftrag des Bildungsministeriums bereits für den
Hochschulbericht 2002 durchgeführte Studie ergab, dass vor Einführung
der Studienbeiträge rund 25 Prozent der zum Studium Gemeldeten keine
Prüfungen machten. "Bereinigt man die Zahl der im Wintersemester 2000
zum Studium Gemeldeten um diesen Prozentsatz, so entspricht diese in
etwa der Zahl der Studierenden nach Einführung der Studienbeiträge im
Wintersemester 2001", erklärte Fuhrmann.
Die im Regierungsprogramm vereinbarte steuerliche
Berücksichtigung des Studienbeitrags für Universitätsstudien wird
eine Gleichstellung mit Fachhochschulstudien erreichen. Derzeit gilt,
dass Aufwendungen für Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, die im
Zusammenhang mit der vom Steuerpflichtigen ausgeübten oder einer
damit verwandten beruflichen Tätigkeit stehen, zwar für
Fachhochschulstudien, aber nicht für Universitätsstudien abgesetzt
werden können. "Die Kritik der ÖH an einem geforderten Zusammenhang
zwischen Studium und beruflicher Tätigkeit ist nicht
nachvollziehbar", so Fuhrmann. Nach einer erst kürzlich von der
Arbeiterkammer präsentierten Studie seien die meisten erwerbstätigen
Studierenden nicht wie dem Klischee entsprechend als Zettelverteiler
oder Call-Center-Mitarbeiter beschäftigt, sondern größtenteils in
Bereichen, die hohe Übereinstimmung mit den Studieninhalten zeigen.
"Mit der nun vorgesehen steuerlichen Absetzbarkeit kommen wir dem
Wunsch vieler berufstätiger Studierender nach, ihre besondere
Situation zu berücksichtigen", so Fuhrmann abschließend.
Rückfragehinweis: ÖVP-Kommunikationsabteilung, Tel.:(01) 401 26-420
Internet: http://www.oevp.at
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