• 14.03.2003, 19:20:31
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Schüssel: Investition in Kunst und Kultur ist Österreichs Antwort auf die Schrecken der Gegenwart

Wien (OTS) - Kritisch setzte sich Bundeskanzler Wolfgang Schüssel
heute in seiner Rede anlässlich der Wiedereröffnung der Albertina mit
den negativen Folgen des zeitgeistigen Überhöhung der Phänomene von
Beschleunigung und Geschwindigkeit auseinander. Schüssel:
"Beschleunigung und Geschwindigkeit werden heute als oberste
Prinzipien gesetzt. Für viel wichtiger halte ich aber die Frage, was
wir dieser Atemlosigkeit entgegensetzen können, um zur
Widerherstellung der inneren Balance zu kommen." Als ein Mittel zur
Wiederherstellung dieser "inneren Ruhe" nannte der Bundeskanzler die
Kunst, die er als "Niederschrift von Empfindungen" bezeichnete.

Ob Kunstförderung angesichts der tragischen Weltgeschehnisse Luxus
wäre oder legitimes staatliches Unterfangen, beantworte der
Bundeskanzler eindeutig positiv im Sinne der Kunstförderung.
Schüssel: "Angesichts der Schüsse von Belgrad und der Vorbereitungen,
die gegenwärtig getroffen werden, um die drohenden Flüchtlingsströme
zu versorgen, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob wir eine derart
beieindruckende Eröffnungsfeiern wie die heutige, überhaupt begehen
dürfen. Meine Antwort ist klar. Investitionen in Kunst und Kultur
sind Österreichs Antwort auf die Schrecken der Gegenwart."

In diesem Zusammenhang wies der Bundeskanzler auf die föderalistische
Konzeption der Kulturpolitik der Bundesregierung hin. Als Beispiele
für die Stärkung der Kulturtätigkeiten in den Bundesländern führt er
das Mozart- und Festspielhaus in Salzburg sowie das Projekt
"Graz-Kulturhauptstadt Europas" an.

Rückfragehinweis: Pressesprecherin des Bundeskanzlers
Heidemarie Glück
Tel.: (++43-1) 53115/2922

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