- 14.03.2003, 17:09:23
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Stummer Hilferuf der Meeressäuger
VIER PFOTEN unterstützen die Europäische Koalition für lärmfreie Ozeane
Wien (OTS) - Anlässlich des "Tag des Meeres" am kommenden Montag
starten die VIER PFOTEN eine umfassende Untertützungskampagne rund
um die internationale Petition gegen hochleistungsfähige
Sonarsysteme. "Wir fordern die NATO auf, das
UN-Seerechtsübereinkommen einzuhalten und ein unabhängiges, globales
Umweltgutachten über die Auswirkung von LFAS-Sonarsystemen und
anderen Hochleistungssonaren auf das Leben im Meer durch mehrere
Nationen in Auftrag zu geben", lautet die Forderung der VIER PFOTEN.
Die US-amerikanischen und die NATO-Streitkräfte setzten bereits seit
geraumer Zeit Sonarsysteme (LFAS) zur Ortung und Verfolgung von
Unterseeboten ein. Diese Systeme senden Impulse mit mittlerer und
tiefer Frequenz aus. Die Lautstärke dieser Impulse ist enorm hoch und
liegt bei über 200 db. Im Vergleich dazu beträgt die Lautstärke eines
startenden Düsenfliegers 140 db.
"Weil sich die Schallwellen im Meer mit sehr hohem Schalldruck über
weite Strecken ausbreiten, besteht die berechtigte Sorge, dass sich
die LFAS-Sonarsysteme negativ auf Meeressäuger, Fische und andere
Meereslebewesen auswirken. Störungen in der Kommunikation und der
Orientierung können die Folge sein. Und das führt dann zu
Strandungen", so die berechtigten Bedenken des VIER PFOTEN Referenten
Dr. Til Ulbricht.
So schlug im September des Vorjahres die Massenstrandung von 10
Schnabelwalen auf Fuerteventura und Lanzarote innerhalb weniger Tage
kräftige mediale Wellen. Untersuchungen des Instituts für
pathologische Anatomie der Universität Las Palmas an den verendete
Tieren haben unter anderem schwerste Blutungen im Gehirn ergeben.
"In Folge dieser Funktionsstörungen strandeten einige Tiere noch
lebend, während andere bereits vor dem Stranden verendet sind. Die
Verletzungen lassen den Schluss zu, dass ein starkes akustisches
Signal die einzige Ursache ist, die nicht als Auslöser der
beobachteten Verletzungen ausgeschlossen werden kann. Aufgrund dessen
kam es zu verstärkten Stresssymptomen, die wiederum zu einem
tödlichen Herzkreislaufkollaps führten", zitiert Ulbricht den
Schlussbericht der anatomisch-pathologischen Untersuchung.
Engagierte Tierschützer sind aufgefordert mit ihrer Unterschrift auf
der "Petition gegen hochleistungsfähige Sonarsysteme" ihrem Unmut
Luft zu machen. VIER PFOTEN Infostände gibt es am kommenden Montag in
Wien am Stephansplatz, in Schönbrunn, beim "Haus des Meeres", beim
Naturhistorischen Museum und im Salzburger "Haus der Natur" .
Außerdem besteht die Möglichkeit via Internet unter
http://www.vier-pfoten.at und http://www.silentoceans.org online
seine Stimme in Sachen "Europäische Koalition für lärmfreie Ozeane"
zu erheben. Jeder kann, unabhängig von Alter und Staatsangehörigkeit,
die Petition unterschreiben. Die europaweit gesammelten
Unterschriften werden im Juni 2003 den Entscheidungsträgern der NATO
und EU vorgelegt.
Rückfragehinweis:
VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
Mag. Gina Maria Knotzer
Tel.: (++43-1) 895 02 02 / 66
Handy: 0664/308 63 03
mailto:[email protected]
http://www.vierpfoten.at
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