VAT-Karré: Telekommunikation gehört auf die Regierungsbank

Entscheidung über politisch Verantwortlichen für Telekomagenden überfällig

Wien (OTS) - "Die Telekombranche, die pro Jahr mehr als vier Milliarden Euro umsetzt und über 23.000 Menschen beschäftigt, ist keine Fußnote in der wirtschaftspolitischen Diskussion. Wir haben lang genug gewartet, jetzt brauchen wir für unsere Anliegen endlich eine eigene Ansprechperson in der Regierung und eine klare Kompetenzverteilung", kritisierte heute der Präsident des Verbandes Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) DI Romed Karré das aktuelle Verwirrspiel um Minister, Staatsekretäre und ihre Zuständigkeiten. "Von den österreichischen Telekomunternehmen wurden allein im Zeitraum 1996 bis 2001 Investitionen im Ausmaß von rund neun Milliarden Euro getätigt. Wir sind eine Schlüsselbranche, die überdies vor entscheidenden Weichenstellungen steht. Deshalb brauchen wir für die Bereiche Telekom, IT und Innovationen einen eigenen politisch Verantwortlichen auf der Regierungsbank, der sich für die Branche einsetzt - dieses Kapitel erledigt man nicht nebenbei", stellte Karré klar.

Der Telekomsektor benötige gerade jetzt höchste politische Aufmerksamkeit. Hintergrund sei die derzeit anstehende und bis Juli 2003 verpflichtend umzusetzende Neugestaltung des österreichischen Telekomrechts aufgrund von EU-Vorgaben: "Die Qualität des neuen Kommunikationsgesetzes wird darüber entscheiden, ob die Nachhaltigkeit der Telekomliberalisierung in Österreich auch wirklich sichergestellt ist. Dafür braucht es dringend Lösungen für bekannte Probleme wie lange Verfahrensdauern, fehlende Durchsetzungsmöglichkeiten und Überwälzung der Überwachungskosten", Karré abschließend.

Der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) hat seit seiner Gründung im Jahr 1997 maßgeblich zur Schaffung fairer und wettbewerbsorientierter Rahmenbedingungen für die neuen Betreiber beigetragen und agiert als umfassende Interessenvertretung der Branche. Dem Verband gehören gegenwärtig 15 Unternehmen an, die pro Jahr insgesamt 1,7 Milliarden Euro Umsatz in der Sprachtelefonie aufweisen. Von den neuen Betreibern wurden in den letzten Jahren rund 6000 Arbeitsplätze in Österreich geschaffen und ca. 3,5 Milliarden Euro investiert.

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