Wiener Grüne/Ellensohn: "Ausverkauf der Inneren Stadt durch Wiener Wohnen geht weiter"

GemeindemieterInnen befürchten das Schlimmste

Wien (Grüne) - "Wiener Wohnen hat aus all den negativen Erfahrungen, die es samt den ehemaligen GemeindemieterInnen in der Vergangenheit bei den Verkäufen von kleinen Gemeindebauten gemacht hat, anscheinend nichts gelernt. In der nächsten Woche sollen zwei Objekte im ersten Bezirk verkauft werden. Schon jetzt beklagen sich Mieterinnen und Mieter aus diesen Häusern bei uns, dass Immobilienspekulanten in den Häusern herumlaufen und mit Mieterhöhungen, langwierigen Bauarbeiten und Verschlechterung ihrer Wohnungen drohen", berichtet David Ellensohn, Wohnbausprecher der Wiener Grünen.

Nach einer Empfehlung des Rechnungshofs begann Wiener Wohnen 1998 mit dem planlosen Abverkauf von kleineren Städtischen Wohnhäusern. Der Schaden für die BewohnerInnen und auch für die Stadt war enorm. Es wurde zu billig verkauft, die Häuser kamen zum Teil in die Hände von Spekulanten, die den Mieterinnen und Mietern das Leben schwer machten. Nach mehreren Anfragen und Anträgen der Wiener Grünen im Gemeinderat wurde diese Verkaufspraxis kurzfristig gestoppt. Das eingeschaltete Kontrollamt empfahl Wiener Wohnen daraufhin einige Veränderungen im Ablauf, die diese Verkäufe transparenter machen sollten.

Ellensohn: "Der Rechnungshof mag empfohlen haben, dass sogenannte 'atypische' Gemeindebauten verkauft werden sollten, er hat aber sicher nicht gemeint, dass im Zuge dessen die Mieterinnen und Mieter bedroht werden müssen."

"Die Wiener Grünen fordern ein Konzept, damit die in Frage kommenden Wohnhäuser weiterhin dem sozialen Wohnbau dienen und nicht der Bereicherung von ein paar Althausverwertern. Das Know-how für vernünftige Lösungen ist in der Gemeinde vorhanden. Die im Eigentum der Stadt Wien stehende Wohnbaugesellschaft GESIBA hat schon in den 90er Jahren sanierungsbedürftige Stiftungshäuser erfolgreich renoviert und so dem sozialen Wohnungswesen in dieser Stadt erhalten. Wenn sich schon Wiener Wohnen unter Ausreden auf eine Empfehlung des Rechnungshofs aus der Verantwortung stiehlt, muss der zuständige Stadtrat Faymann diese wahrnehmen und ein Konzept vorlegen, wie kleinere städtische Wohnhäuser sinnvollerweise verwendet werden sollen und nicht planlos Gemeindeeigentum verschleudern", schließt Ellensohn.

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