- 14.03.2003, 09:05:07
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Wiener Grüne/Ellensohn: "Ausverkauf der Inneren Stadt durch Wiener Wohnen geht weiter"
GemeindemieterInnen befürchten das Schlimmste
Wien (Grüne) - "Wiener Wohnen hat aus all den negativen
Erfahrungen, die es samt den ehemaligen GemeindemieterInnen in der
Vergangenheit bei den Verkäufen von kleinen Gemeindebauten gemacht
hat, anscheinend nichts gelernt. In der nächsten Woche sollen zwei
Objekte im ersten Bezirk verkauft werden. Schon jetzt beklagen sich
Mieterinnen und Mieter aus diesen Häusern bei uns, dass
Immobilienspekulanten in den Häusern herumlaufen und mit
Mieterhöhungen, langwierigen Bauarbeiten und Verschlechterung ihrer
Wohnungen drohen", berichtet David Ellensohn, Wohnbausprecher der
Wiener Grünen.
Nach einer Empfehlung des Rechnungshofs begann Wiener Wohnen 1998
mit dem planlosen Abverkauf von kleineren Städtischen Wohnhäusern.
Der Schaden für die BewohnerInnen und auch für die Stadt war enorm.
Es wurde zu billig verkauft, die Häuser kamen zum Teil in die Hände
von Spekulanten, die den Mieterinnen und Mietern das Leben schwer
machten. Nach mehreren Anfragen und Anträgen der Wiener Grünen im
Gemeinderat wurde diese Verkaufspraxis kurzfristig gestoppt. Das
eingeschaltete Kontrollamt empfahl Wiener Wohnen daraufhin einige
Veränderungen im Ablauf, die diese Verkäufe transparenter machen
sollten.
Ellensohn: "Der Rechnungshof mag empfohlen haben, dass sogenannte
'atypische' Gemeindebauten verkauft werden sollten, er hat aber
sicher nicht gemeint, dass im Zuge dessen die Mieterinnen und Mieter
bedroht werden müssen."
"Die Wiener Grünen fordern ein Konzept, damit die in Frage
kommenden Wohnhäuser weiterhin dem sozialen Wohnbau dienen und nicht
der Bereicherung von ein paar Althausverwertern. Das Know-how für
vernünftige Lösungen ist in der Gemeinde vorhanden. Die im Eigentum
der Stadt Wien stehende Wohnbaugesellschaft GESIBA hat schon in den
90er Jahren sanierungsbedürftige Stiftungshäuser erfolgreich
renoviert und so dem sozialen Wohnungswesen in dieser Stadt erhalten.
Wenn sich schon Wiener Wohnen unter Ausreden auf eine Empfehlung des
Rechnungshofs aus der Verantwortung stiehlt, muss der zuständige
Stadtrat Faymann diese wahrnehmen und ein Konzept vorlegen, wie
kleinere städtische Wohnhäuser sinnvollerweise verwendet werden
sollen und nicht planlos Gemeindeeigentum verschleudern", schließt
Ellensohn.
Rückfragehinweis: Pressebüro Grüner Klub im Rathaus: Tel: 4000-81814
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