Tagung der LandesjugendreferentInnen in Wien

Einheitliche Linie der Länder bei der Jugendarbeit

Wien (OTS) - Mittwoch und Donnerstag fanden in Wien unter dem Vorsitz von Vizebürgermeisterin und Jugendstadträtin Grete Laska Gespräche der österreichischen LandesjugendreferentInnen sowohl auf fachlicher als auch auf politischer Ebene statt. Dabei zeigte sich, dass den Ländern die Unterstützung der Jugendlichen ein großes Anliegen ist, und "Partizipation" groß geschrieben wird.

Angestrebt wird beispielsweise die Vereinheitlichung der Jugendschutzgesetze. In Wien wurde bereits im Vorjahr ein mit Niederösterreich und dem Burgenland abgestimmtes Jugendschutzgesetz beschlossen. Nun soll eine Österreichweite Harmonisierung der Jugendschutzgesetze erarbeitet werden.****

Vorarlberg hat sich schwerpunktmäßig dem Thema "Jugend und Alkohol" gewidmet, die Zusammenarbeit mit Fahrschulen - hinsichtlich Verkehrssicherheit - und Handelsketten - hinsichtlich des Verkaufs von Alkohol an Jugendliche - wird fortgesetzt.

Mit der Wahlaltersenkung auf 16 Jahre haben inzwischen 3 Bundesländer konkrete Erfahrungen. Auch hier soll es zu einem weiteren intensiven Erfahrungsaustausch kommen. Mündlichen Berichten zufolge hat sich gezeigt, dass die Wahlbeteiligung der Jugendlichen oft über der allgemeinen Wahlbeteiligung lag. Von Desinteresse der Jugendlichen an Politik kann also keine Rede sein.

Im Sinne von Partizipation lädt die Stadt Wien die Bundesländer ein, sich an der für 27 und 28. November geplanten Tagung für vernetzte Jugendarbeit zu beteiligen. Schwerpunkt wird auf das Miteinander von Jugendlichen und Erwachsenen und vor allem von Jugendlichen und der Politik gelegt. Dabei zeigt sich: Je früher Kinder und Jugendliche in Partizipationsprozesse betreffend ihre unmittelbare Umgebung einbezogen werden, umso eher entwickeln sie sich auch in allgemeinen politischen Fragen zu mündigen BürgerInnen.

Aktivitäten auf europäischer Ebene

Die Länder bekennen sich auch zu Jugendprogrammen auf Europäischer Ebene, die neben Bildungsprogrammen unbedingt weiter bestehen sollten. So wäre beispielsweise eine Ausweitung der Förderungsmöglichkeiten im Bereich des Europäischen Freiwilligendienstes wünschenswert.

Auf diesem Europäischen Freiwilligendienst fußt etwa das Wiener Jugendaustauschprogramm "Melange". Seit inzwischen 5 Jahren wird es jährlich ca. 30 Wiener Jugendlichen ermöglicht, für eine durchschnittliche Zeit von 6-12 Monaten gratis in ein anderes europäisches Land zu fahren, um sich dort in einem gemeinnützigen Projekt zu engagieren. Einer ähnlich hohen Zahl ausländischer Jugendlicher wird es gleichzeitig ermöglicht, einen Freiwilligendienst in Wien zu verrichten. In Wien wird dieses Programm jährlich zusätzlich von der MA13/LaJu mit über 130.000 Euro gefördert.

Dank dieser Förderung, sowie Dank der Abwicklung des Programms durch die erfahrene Jugendaustauschorganisation "Grenzenlos" kann Melange eine Vielzahl an Extraleistungen und -qualität bieten. Besonders hervorzuheben ist hierbei Wiens Vorreiterrolle in der Integration unterrepräsentierter Jugendgruppen in den Freiwilligendienst. So konnte etwa speziell mit Behinderten sowie Ausländern zweiter Generation gearbeitet werden. Die dänische Rollstuhlfahrerin Eva Louring kam für drei Monate nach Wien, der Wiener Rollstuhlfahrer und Mehrfachbehinderte Georg Fraberger fuhr für ein ganzes Jahr nach England. Ebenso wichtig ist die Schwerpunktsetzung auf Austausch und Zusammenarbeit mit Ländern in Ost- und Südosteuropa. (Schluss) eg

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