Wortbruch der Manager

Linksblock für "harte Antwort"

Wien (OTS) - Als einen "Wortbruch der Manager" bezeichnet der Gewerkschaftliche Linksblock in der Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten (GLB) den neuerlichen Vorstoß der Unternehmensführung in Richtung massiver Personaleinsparungen. "Wenn das Management die kürzlich vom Ministerium genehmigten Erhöhungen bei den Posttarifen damit argumentiert hat, dass man ansonsten weiterhin Personal einsparen müsse, dann war das offensichtlich eine Irreführung der Öffentlichkeit, denn nun haben wir die Tariferhöhungen und zugleich die Ankündigung weiterer Kosteneinsparungen zu Lasten des Personals", heißt es in der GLB-Stellungnahme. Wenn nun mit dem Gewinneinbruch argumentiert werde, so sei diesem Argument entgegenzuhalten, dass es sich bei mehr als 11 Millionen Euro immer noch um einen respektablen Gewinn handle und dass in der derzeitigen Konjunktursituation von vornherein keine großen Sprünge zu erwarten waren. Im übrigen kann und darf es wohl nicht so sein, dass das Postpersonal als Konjunkturfüller missbraucht wird, nach dem Motto "in guten Zeiten wird geheuert - in schlechten Zeiten wird gefeuert".

Der Gewerkschaftliche Linksblock unterstützt die Reaktion der Gewerkschaftsführung auf diesen neuerlichen Vorstoß, macht aber darauf aufmerksam, dass man es nicht bei Betriebsversammlungen belassen darf. "Jetzt muss gemeinsam gehandelt und eine harte Antwort gefunden werden!". Robert Hobek, Vorsitzender des GLB in der Postgewerkschaft und VPA-Obmann am Postamt 1230, macht darauf aufmerksam, dass er anlässlich der Tariferhöhungen eine Beschäftigungsgarantie eingefordert hat, weil bereits jetzt die Personalsituation drückend sei und weitere Einsparungsmaßnahmen trotz aller Rationalisierungsschritte so sehr in die Substanz gingen, dass zwangsläufig die Qualität der Dienstleistung darunter leide. Im übrigen werde laufend auf Kosten der Einkommen des bestehenden Personals gespart, was zu erheblichem Unmut bei den Bediensteten, vor allem im Zustellbereich führe. Erst jüngst hätte der Vorstand wieder einen solchen Vorstoß unternommen, um im Zustelldienst Mehrleistungen ohne entsprechende Bezahlung durch zu drücken, obwohl nicht einmal mehr die ordnungsgemäße Konsumation des gesetzlichen Urlaubs sichergestellt ist und in der Zeit erhöhten Krankheitsanfalls -Zusteller arbeiten bei jeder Witterung - die Arbeit kaum mehr bewältigt werden kann.

Robert Hobek verlangt ein neues, transparentes Gehaltsschema für die Zustelldienste, die volle Abgeltung für Mehrleistungen und spricht sich gegen jede Ausweitung der Arbeitszeit bei gleichzeitiger Einsparung von Personal aus. Auch die PostlerInnen haben ein Recht auf Sicherheit ihrer Arbeitsplätze und eine angemessene, leistungsgerechte Bezahlung. Wenn weitere Einsparungen nicht zu umgehen seien, so solle man dort ansetzen, wo Einsparungspotentiale gegeben sind: beim Management !

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