PRINZ: NICHT DIE QUANTITÄT SONDERN DIE QUALITÄT IST ENTSCHEIDEND!

ÖVP-Abgeordneter unterstützt Initiative zur Unterrichtsstundenreduktion

Wien, 13. März 2003 (ÖVP-PK) Die "reflexartige Verweigerungshaltung" der Lehrergewerkschaft stößt bei ÖVP-Abg. Nikolaus Prinz auf Unverständnis: "Immer, wenn es um Reformen im Schulbereich geht, sind die Lehrer die ersten, die mit Ablehnung reagieren bzw. sofort mit Streik drohen", kritisiert Prinz das Blockadedenken der Gewerkschaften. "Gerade den Lehrern müsste doch bewusst sein, dass es nicht um zwei Stunden weniger oder mehr geht, sondern einzig und allein um die Qualität des Unterrichts", verweist der ÖVP-Abgeordnete im Unterrichtsausschuss auf OECD-Daten, wonach Österreich nach Mexiko zwar die höchste Unterrichtszeit aufweist, bei den Schulleistungen aber im europäischen Vergleich im Durchschnittsbereich liegt. ****

"Immer mehr Lehrinhalte in immer mehr Unterrichtsstunden zu packen, zählt nicht zu den innovativsten Entwicklungen im Schulwesen. Daher ist es notwendig und durchaus sinnvoll, bei den Stunden abzuspecken, die hohe Qualität aber dennoch zu gewährleisten. Gerade hier wäre die Initiative der Lehrer sowie des Schulgemeinschaftsausschusses gefragt, ihre Kompetenzen zum Wohle der Kinder sowie der Attraktivität des Unterrichtes einzubringen", appelliert Prinz an die Verantwortung der Lehrer und Direktoren.

Verwundert, aber nicht überrascht ist der ÖVP-Abgeordnete über die Reaktion der SPÖ: "Wenn sich die Sozialdemokraten nun Sorgen um arbeitslose Junglehrer machen und im selben Atemzug die Einführung der Ganztagsschulen einfordern, zeigt das einmal mehr, dass sie von den unterschiedlichen Anliegen der Schüler keine Ahnung haben. Der Wunsch der SPÖ, alle Schülerinnen und Schüler zum täglich Schulbesuch bis 17.00 Uhr oder länger zu verpflichten, verdeutlicht, dass individuelle Bedürfnisse und Freiräume für außerschulische Aktivitäten in der SPÖ keinen Platz haben", kritisiert Prinz die Kurzsichtigkeit der SPÖ.

"Wir müssen dafür sorgen, dass durch die Konzentration auf Kernbereiche und individuelle vertiefende Bereiche mit dem Einsatz modernster Lernmethoden und gleichzeitigem Augenmerk auf die zeitliche Entlastung der Schülerinnen und Schüler die Bildungsqualität in Österreich noch weiter gesteigert wird", ist Prinz zuversichtlich, dass dies mit Bildungs-ministerin Elisabeth Gehrer und dem Regierungsteam auch möglich ist.
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