• 12.03.2003, 15:09:50
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Irak-Krise: Rotes Kreuz richtet sich auf Versorgung von 460.000 Menschen ein

Ein Krieg gegen den Irak würde die derzeit bereits kritische
humanitäre Situation in dem Land am Golf weiter verschlimmern. Um im
Ernstfall rasch und effizient auf die Bedürfnisse der betroffenen
Menschen reagieren zu können, plant das internationale Netzwerk des
Roten Kreuzes derzeit mögliche Hilfseinsätze im Irak und seinen
Nachbarstaaten.

Wien (ÖRK) - "Wir hoffen natürlich, dass in der Irak-Frage eine
friedliche Lösung gefunden wird. Angesichts von möglichen
Flüchtlingsströmen muss die Hilfe professionell vorbereitet und
koordiniert werden", sagt Monika Unterleuthner, beim ÖRK zuständig
für die internationale Katastrophenhilfe.

Der gemeinsam agierende Verbund aus Internationalem Komitee vom
Roten Kreuz (IKRK), Föderation des Roten Kreuzes und den nationalen
Gesellschaften könnte nach momentanem Stand etwa 460.000 Menschen
versorgen.

Dabei stellt die Katastrophenvorsorge des IKRK Hilfsgüter für etwa
100.000 bis 150.000 Menschen zur Verfügung. Die Föderation des Roten
Kreuzes könnte in den Nachbarländern des Irak insgesamt 310.000
Flüchtlinge aufnehmen.

Das Österreichische Rote Kreuz hat die internationalen Stellen in
Genf über die mögliche Bereitstellung von Ressourcen informiert. Auf
Anfrage könnten Experten-Teams für die Wasseraufbereitung und -
versorgung, Suchhunde-Staffeln und Koordinations-Teams aus
Österreich entsandt werden. Für längerfristige Einsätze stehen
Delegierte aus den Bereichen Gesundheit, Logistik und Wasser bereit.

Die österreichischen Emergency Response Unites (ERUs) für "Water and
Sanitation" sind auf der ganzen Welt gefragte Wasserspezialisten.
Die Einsatzteams bestehen aus jeweils fünf erfahrenen Mitarbeitern
und sind innerhalb von 48 Stunden an Ort und Stelle. Eine
Wasseraufbereitungsanlage kann pro Tag je nach Art der Anlage
zwischen 15.000 und 60.000 Menschen mit Trinkwasser versorgen.

Als einzige internationale Hilfsorganisation ist das IKRK nach wie
vor im Irak präsent und beabsichtigt weiterhin in Bagdad zu bleiben.
In Anbetracht der drohenden Kriegsgefahr wurden Mitarbeiter, die
nicht im Notfall eingesetzt werden, in angrenzende Staaten
umgesiedelt.

Für weitere Informationen und zur Vermittlung von Gesprächs-Partnern
kontaktieren Sie bitte:
Österreichisches Rotes Kreuz, Generalsekretariat, Pressestelle -
Mag. Gabriela Hartig, Telefon: 01/58900-155 oder e-mail:
hartig@redcross.or.at

Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle
Mag. Gabriela Hartig
hartig@redcross.or.at
01/589 00-155
http://www.roteskreuz.at

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