NÖ-Hausärzteverband kritisiert Selbstbehaltsdiskussion

Katastrophale Stimmung unter den Hausärzten durch die einseitige Diskussion über Selbstbehalte im Gesundheitswesen

Wien (OTS) - Die Diskussion der letzten Tage vor und nach der Regierungsbildung über einen Selbstbehalt beim Arztbesuch hat zu einer massiven Verunsicherung und Ärgernis unter der niedergelassenen Ärzteschaft geführt, betont Dr.Christoph ECKHARD, Präsident des Niederösterreichischen Hausärzteverbandes.

Noch vor den Wahlen wurde von Bundeskanzler Dr.Wolfgang Schüssel die Stärkung des niedergelassenen Bereiches und speziell des Hausarztes als gesundheitspolitisches Ziel formuliert. Dieses Ziel ist offenbar in Vergessenheit geraten. Die Kostenexplosion im Krankenhausbereich wird aus der laufenden Diskussion ausgeklammert. Durch die ersatzlose Streichung der Ambulanzgebühr bei gleichzeitig angedrohter Verteuerung der Arztbesuche droht eine weitere Verschiebung der Patientenströme vom niedergelassenen in den stationären Bereich.

Das System des Selbstbehaltes rein auf dem Rücken der niedergelassenen Ärzteschaft auszutragen, hieße, die patienten- und wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung ernsthaft und nachhaltig zu gefährden, ist Dr.Eckhard bestürzt.

Der Österreichische Hausärzteverband setzt sich mit allen Mitteln für die Umsetzung des "WHO-Zieles 15 des Programmes Gesundheit 21" ein, das diese wohnortnahe, familienorientierte und patientennahe Versorgung von allen Mitgliedern der WHO einfordert.

Präs.Dr.Eckhard erklärt mit Nachdruck, dass die derzeitige Diskussion ohne eindeutige Prioritätensetzung für eine Gesundheitspolitik im Sinne der WHO und damit für die Bevölkerung das allseits so gelobte "beste Gesundheitssystem der Welt" in Gefahr bringe.

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Dr.Christoph Eckhard
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