- 12.03.2003, 09:00:00
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NÖ-Hausärzteverband kritisiert Selbstbehaltsdiskussion
Katastrophale Stimmung unter den Hausärzten durch die einseitige Diskussion über Selbstbehalte im Gesundheitswesen
Wien (OTS) - Die Diskussion der letzten Tage vor und nach der
Regierungsbildung über einen Selbstbehalt beim Arztbesuch hat zu
einer massiven Verunsicherung und Ärgernis unter der niedergelassenen
Ärzteschaft geführt, betont Dr.Christoph ECKHARD, Präsident des
Niederösterreichischen Hausärzteverbandes.
Noch vor den Wahlen wurde von Bundeskanzler Dr.Wolfgang Schüssel
die Stärkung des niedergelassenen Bereiches und speziell des
Hausarztes als gesundheitspolitisches Ziel formuliert. Dieses Ziel
ist offenbar in Vergessenheit geraten. Die Kostenexplosion im
Krankenhausbereich wird aus der laufenden Diskussion ausgeklammert.
Durch die ersatzlose Streichung der Ambulanzgebühr bei gleichzeitig
angedrohter Verteuerung der Arztbesuche droht eine weitere
Verschiebung der Patientenströme vom niedergelassenen in den
stationären Bereich.
Das System des Selbstbehaltes rein auf dem Rücken der
niedergelassenen Ärzteschaft auszutragen, hieße, die patienten- und
wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung ernsthaft und nachhaltig zu
gefährden, ist Dr.Eckhard bestürzt.
Der Österreichische Hausärzteverband setzt sich mit allen Mitteln
für die Umsetzung des "WHO-Zieles 15 des Programmes Gesundheit 21"
ein, das diese wohnortnahe, familienorientierte und patientennahe
Versorgung von allen Mitgliedern der WHO einfordert.
Präs.Dr.Eckhard erklärt mit Nachdruck, dass die derzeitige
Diskussion ohne eindeutige Prioritätensetzung für eine
Gesundheitspolitik im Sinne der WHO und damit für die Bevölkerung das
allseits so gelobte "beste Gesundheitssystem der Welt" in Gefahr
bringe.
Rückfragehinweis:
Dr.Christoph Eckhard
Tel.: 0699/10072051
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