- 11.03.2003, 10:41:29
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Chancen und Perspektiven des Waldviertels
Diskussionsveranstaltung im RIZ Krems
St. Pölten (NLK) - Die Chancen und Perspektiven des Donauraums
und des Waldviertels standen gestern Abend im Mittelpunkt einer
Diskussionsveranstaltung des Vereins "Pro Niederösterreich" im RIZ
Krems. Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi attestierte
dabei Niederösterreich eine gute Entwicklung in den letzten Jahren,
ein Verdienst Aller, wie sie meinte. Tatsache sei aber auch, dass es
in manchen Regionen Niederösterreichs eine sehr unterschiedliche
Entwicklung gebe und damit viele Menschen von dieser allgemein
positiven Entwicklung im Land kaum profitieren konnten. Deshalb müsse
man, vor allem im Hinblick auf die EU-Erweiterung, intensiv darüber
nachdenken, wie dieses Wohlstandsgefälle in den einzelnen Regionen
beseitigt werden kann.
Als wesentlichste Kriterien dafür wurden von den
Diskussionsteilnehmern der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, die
Schaffung von qualifizierten Bildungseinrichtungen, internationales
Denken und grenzüberschreitendes Handeln genannt. Für
SP-Nationalratsabgeordneten Josef Broukal beispielsweise braucht es
im ländlichen Raum zusätzliche qualifizierte Bildungsangebote auf
Hochschulniveau und weitere Forschungseinrichtungen, damit im
ländlichen Raum qualifizierte Arbeitsplätze entstehen können. Der
Verkehrsexperte Dipl.Ing. Walter Brenner wiederum sprach sich für
eine stärkere Vernetzung des Verkehrs aus. Insbesondere die Eisenbahn
verlange eine Bündelung von Personen- und Wirtschaftsverkehr, damit
Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Hubert Mierka vom Donauhafen Krems
plädierte für eine bessere Nutzung der Binnenschifffahrt. Dafür
brauche es auch eine verbesserte Logistik, um dieses enorme Potenzial
zu nutzen. Abschließend skizzierte Anton Koczur, Vizepräsident der
Eco Plus, die Entwicklung und die Perspektiven des Waldviertels im
künftigen Europa. Trotz der vielen durch die Regionalisierung
ausgelösten Impulse weise das Waldviertel laut einer Studie nach wie
vor einen Entwicklungsrückstand von 16 Jahren auf. Dazu habe das
Waldviertel, nicht zuletzt auf Grund der Abwanderung, heute eine
Besiedlung von 60 Prozent des niederösterreichischen Durchschnitts.
Deshalb müsse man die Region weiterhin nach besten Kräften
unterstützen, Hilfe zur Selbsthilfe bieten, Lobbying für das
Waldviertel auch auf internationaler Ebene betreiben und zusätzliche
Bildungs- und Wirtschaftseinrichtungen schaffen, so Koczur
abschließend.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/9005-12163
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