• 11.03.2003, 09:02:43
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OMV präsentiert respektables Ergebnis 2002

Wien (OTS) -
- Bilanzkennzahlen auf Niveau des Erfolgsjahrs 2000
- 4. Quartal 2002 mit bestem Ergebnis der vergangenen zwei Jahre
- Konsequente Fortsetzung des Wachstumskurses

Zentral- und Osteuropas führender Öl- und Erdgaskonzern OMV hat im
Geschäftsjahr 2002 ein respektables Ergebnis erzielt. Das
Rekordergebnis 2001 wurde aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen zwar wie angekündigt nicht erreicht, die Ergebnisse
liegen aber auf dem Niveau des erfolgreichen Geschäftsjahrs 2000. Das
Betriebsergebnis (EBIT) liegt mit 495 Mio EUR um 19% unter dem
Ergebnis 2001, aber über dem Vergleichswert aus dem Jahr 2000 (491
Mio EUR). OMV Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer: "Wir konnten
unsere Ergebnisse im vergangenen Jahr von Quartal zu Quartal
kontinuierlich verbessern. Als finanzstarkes Unternehmen hat die OMV
damit bewiesen, dass sie auch in einem herausfordernden Umfeld
erfolgreich sein kann." Diese Stärke sei auch erforderlich, um das
Ziel bis 2008, die Verdoppelung der OMV Marktposition, zu erreichen,
so Ruttenstorfer.

Der Konzernumsatz (exkl. MöSt.) war mit 7,08 Mrd EUR um 8%
niedriger als im Jahr 2001. Die OMV erwirtschaftete 2002 einen Cash
flow aus der Betriebstätigkeit von 581 Mio EUR (2001: 786 Mio EUR).
Der Jahresüberschuss sank um 16% auf 322 Mio EUR, der ROACE (Return
on Average Capital Employed) ging von 14 auf 11% zurück. Die Zahl der
MitarbeiterInnen stieg um 3% auf 5.828 - in erster Linie als Folge
verstärkter Aktivitäten der Geschäftsbereiche Raffinerien und
Marketing sowie Exploration und Produktion.

Im vierten Quartal 2002 erzielte die OMV das beste
Quartals-Ergebnis der vergangenen zwei Jahre und das drittbeste
Gesamtergebnis der Unternehmensgeschichte. Gegenüber den Monaten
Oktober bis Dezember 2001 erhöhte sich das EBIT des vierten Quartals
2002 um 83% auf 183 Mio EUR. Der Jahresüberschuss des vierten
Quartals 2002 stieg um 96% auf 120 Mio EUR, während der Umsatz sich
mit 1,9 Mrd EUR stabilisierte.

Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie (R&M):
Expansion im Tankstellengeschäft

Der Bereichsumsatz im Bereich R&M ging im Geschäftsjahr 2002 um
12% auf 4,9 Mrd EUR zurück, das EBIT sank um 44% auf 125 Mio EUR.
Zwar blieben die Absatzmengen der Raffinerien mit rund 11,7 Mio t -
davon 8,5 Mio t aus der Raffinerie Schwechat - nahezu konstant, der
deutliche Verfall der Verkaufspreise konnte aber durch einen höheren
Absatz in Marketing nicht wettgemacht werden. Verschärft wurde diese
Entwicklung durch einen geradezu dramatischen Verfall der
Bulk-Raffineriemargen: Sie sanken von 1,90 Dollar je Barrel (USD/bbl)
2001 um 54% auf 0,88 USD/bbl im Jahr 2002, zeigten jedoch im Laufe
des Jahres einen Aufwärtstrend. Das EBIT des vierten Quartals
erreichte 51 Mio EUR.

In Marketing wuchs der Absatz um rund 3% auf knapp 8 Mio t. Dabei
konnte das Wachstum im Tankstellengeschäft den Rückgang im
internationalen Kundengeschäft ausgleichen. In Österreich stieg die
Gesamtabsatzmenge als Folge des verstärkten Umsatzes im
Tankstellengeschäft um 6% auf 3,5 Mio t. Hingegen gerieten die Margen
im Kundengeschäft unter Druck.

Im Jahr 2002 erweiterte die OMV ihr Tankstellennetz um 72 auf
1.232 Stationen (106 TS Zugang, 34 Schließungen). Somit befinden sich
517 Tankstellen in Österreich und 715 im Ausland. Der Anteil der
ausländischen Tankstellen lag bei 58%.

Der Bereich R&M hat 2002 entsprechend der Wachstumsstrategie
mehrere erfolgreiche Akquisitionen durchgeführt. Unter anderem erwarb
die OMV 25,1% an der Rompetrol Group, dem größten privaten
Ölunternehmen Rumäniens, sowie Tankstellenetze in Deutschland und
Tschechien.

Im Februar 2003 untermauerte die OMV ihre Position als Marktführer
in Zentral- und Osteuropa durch den Erwerb von 313 Aral- und
BP-Tankstellen in Süddeutschland, Ungarn und der Slowakei sowie eines
45%-Anteils an der BAYERNOIL Raffinerie GmbH und eines 18%-Anteils an
der Transalpine Pipeline (TAL).

Exploration und Produktion (E&P): Gasförderung stieg um 25
Prozent

Der E&P-Bereichsumsatz sank 2002 gegenüber dem Vorjahr um 4% auf
rund 734 Mio EUR. Ausschlaggebend dafür waren ein signifikant
niedrigerer Gaspreis und der schwache US Dollar. Der durchschnittlich
realisierte Rohölpreis blieb mit knapp 24 USD/bbl nahezu konstant.
Das EBIT ging um 6% auf rund 256 Mio EUR zurück. Mehrere Faktoren
haben dieses Ergebnis beeinflusst: Die Produktion konnte im
Berichtszeitraum um 7% erhöht werden. Die Produktionskosten erhöhten
sich aufgrund des gestiegenen US Dollar-Euro Wechselkurses. Einen
wesentlichen Beitrag zum E&P-Ergebnis lieferten die Aktivitäten in
Österreich, Libyen und UK.

Im vierten Quartal 2002 hat sich das EBIT gegenüber dem
Vergleichszeitraum 2001 von 27 Mio EUR auf 80 Mio EUR nahezu
verdreifacht. Dieser Zuwachs ist hauptsächlich auf den in diesem
Zeitraum gestiegenen Rohölpreis, auf größere Produktionsmengen und
geringere Produktionskosten zurückzuführen.

Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL (Natural Gas Liquids) und
Erdgas stieg 2002 um 7% auf 30,4 Mio boe (barrel oil equivalent). Das
entspricht einer durchschnittlichen Tagesproduktion von rund 83.000
boe (2001: 78.000 boe/d). Ein leichter Rückgang bei der Ölförderung
wurde durch eine um 25% auf 1,75 Mrd m" gestiegene Gasproduktion mehr
als kompensiert. Dazu trugen hauptsächlich das pakistanische
Erdgasfeld Miano sowie die Felder Jade und Skene im UK bei. Die
Gasproduktion in Australien/Neuseeland stieg ebenfalls durch die
Akquisition von 10% am Feld Maui, dem größten produzierenden
Erdgasfeld Neuseelands.

Im vierten Quartal 2002 steigerte die OMV ihre Öl- und
Erdgasproduktion gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um
22% auf durchschnittlich 97.000 boe/d. Vor allem die Aktivitäten in
Neuseeland trugen dazu bei, dass Ende 2002 das angepeilte
Produktionsziel von 100.000 boe/d erreicht werden konnte.

Mit dem Erwerb einer neuen Explorationslizenz im pakistanischen
Nawabshah Block im Oktober 2002 verstärkte die OMV ihre Position in
der Kernregion Pakistan. Die europäischen E&P-Aktivitäten wurden
durch den Erwerb einer Lizenz im bulgarischen Schwarzen Meer
erweitert. Ein maßgeblicher Schritt zur Erreichung des
Produktionsziels für 2008 war die Akquisition des internationalen E&P
Portfolios der Preussag Energie GmbH im Jänner 2003. Dies brachte der
OMV zusätzliche sichere Reserven von 77 Mio boe und eine zusätzliche
Produktionsmenge von 20.000 bbl/d für 2003. Das Closing wird für
Mitte 2003 erwartet.

Erdgas: Höherer Umsatz und größere Transportmengen

Der Bereichsumsatz für Erdgas stieg 2002 um 3% auf rund 1,48 Mrd
EUR (2001: 1,44 Mrd EUR). Das EBIT stieg ebenfalls um 4% auf 115 Mio
EUR (2001: 111 Mio EUR). Zwar ist der Gaspreis im Vergleich zum
Vorjahr gesunken, diese Tendenz konnte aber durch die um 5% auf 6,7
Mrd m" gestiegenen Verkaufsmengen kompensiert werden. Das EBIT des
vierten Quartals 2002 steigerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres um 50% auf rund 47 Mio EUR.

Die verkaufte Transportkapazität stieg auf fast 1,39 Mrd
Kubikmeter je Stunde und Kilometer (m3/h/km) gegenüber 1,33 Mrd
m3/h/km zum Jahresende 2001. Die Erweiterten Kapazitäten der
Trans-Austria-Gasleitung (TAG) und höhere verkaufte
Transportkapazitäten auf der SOL- und der PENTA West - Pipeline
trugen zu diesem Ergebnis bei.

Im Zusammenhang mit der vollständigen Liberalisierung des
österreichischen Gasmarkts und mit Zustimmung der Kartellbehörde
wurde die EconGas GmbH gegründet, die zum Jahresbeginn 2003 ihre
operative Tätigkeit aufgenommen hat. An der EconGas sind die OMV mit
50% sowie die Gasversorgungsunternehmen von Wien, Niederösterreich,
Oberösterreich, Burgenland und Linz beteiligt. Primäre Zielmärkte
sind Österreich und die Nachbarländer.

Im November 2002 unterzeichnete die OMV ein Abkommen über eine
Machbarkeitsstudie zum Bau einer Gaspipeline von der Türkei über
Bulgarien, Rumänien und Ungarn nach Österreich. Diese Leitung könnte
2008 fertig gestellt werden und würde die Bedeutung der OMV als
Gastransporteur nach Zentral- und Westeuropa weiter steigern.

Chemie: Verkaufsmengen zweistellig gewachsen

Verkaufsmengen mit zweistelligen Zuwachsraten bei Melamin und
Düngemitteln haben die niedrigeren Produktpreise mehr als
ausgeglichen und gegenüber 2001 eine Umsatzsteigerung um 7% auf 469
Mio EUR bewirkt. Hingegen haben die niedrigeren Preise und die
geschrumpften Margen das EBIT um 12% auf 43 Mio EUR reduziert.
Die Erlöse bei Melamin stiegen auf Grund der um 51% höheren
Absatzmengen gegenüber 2001. Im Oktober begann die OMV Tochter
Agrolinz Melamin GmbH mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte in
Deutschland. Mit den neuen Kapazitäten wird die Jahresproduktion von
Melamin ab 2004 um 80.000 t steigen.

Das 15%ige Wachstum im Düngemittelgeschäft ist hauptsächlich auf
eine erhöhte Nachfrage in der ersten Hälfte des Jahres 2002 zurück zu
führen. Im Bereich Kunststoffe ist die schwierige Marktsituation im
Erdbau nicht ohne Auswirkungen auf das Geschäft mit Geo-Textilien
geblieben. Dennoch konnte die Polyfelt Gruppe hier ihre
Verkaufsmengen stabil halten. Bei geosynthetischen Produkten - dem
zweiten Kerngeschäft - wurden hingegen zweistellige Zuwachsraten
erzielt.

2003: Höherer Betriebserfolg und Jahresüberschuss erwartet

Wesentliche Schritte in Richtung Verdoppelung der Marktposition
des OMV Konzerns bis 2008 werden im Jahr 2003 sichtbar. Nach
Einschätzung der OMV werden wichtige Konzern- Parameter, wie zum
Beispiel Erdöl- und Gaspreise, Raffineriemargen, Wechselkurse, durch
besonders große Volatilitäten geprägt sein. Der Konzern rechnet beim
Rohöl mit einer vergleichbaren Preislandschaft wie 2002. Demgegenüber
steht die schwache Entwicklung des USD-Wechselkurses.

Die Ausweitung des Marketing-Geschäfts wird sich auch 2003
fortsetzen. Im Raffineriegeschäft erwartet die OMV eine
Margenverbesserung gegenüber 2002. Die Akquisition des
internationalen E&P-Geschäfts der Preussag Energie GmbH wird sich
2003 mit einer zusätzlichen Tagesproduktionsmenge von rund 20.000
bbl positiv auswirken und damit wesentlich zum Erreichen der
Wachstumsziele beitragen.

Der Geschäftsbereich Erdgas wird sich durch die am Jahresbeginn
umgesetzte neue Gesellschaftsstruktur verändern. Durch die
Deregulierung des österreichischen Gastransportmarktes muss mit
EBIT-Einbußen gerechnet werden. Im Bereich Chemie ist trotz
schwieriger Umfeldbedingungen ein ähnliches Ergebnis wie im
abgelaufenen Geschäftsjahr absehbar.

"Insgesamt erwarten wir für das Gesamtjahr 2003 aus heutiger Sicht
einen höheren Betriebserfolg und Jahresüberschuss", erklärte
Ruttenstorfer und kündigte eine Fortsetzung der Investitionsoffensive
an: "Zum Jahresbeginn 2002 haben wir ein Investitionsbudget von rund
2,7 Mio EUR bis 2004 bekannt gegeben, das auf die Verdoppelung des
Konzerngeschäftes bis 2008 abzielt. Die kürzlich getätigten
Investitionen dokumentieren unsere klare Intention, dieses Ziel zu
erreichen. Das Investitionsbudget der folgenden Jahre wird sich daher
in einem ähnlichen Rahmen bewegen".

Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 20. Mai 2003 eine
Dividende von 3,50 EUR je Aktie vorschlagen.

OMV 2002 in Zahlen:

in Mio EUR´ 2002 2001 in %
Umsatz (exkl. MÖSt) 7.079 7.736 - 8
EGT 474 570 - 17
EBIT 495 610 - 19
EBIT vor Sondereffekten 502 702 - 28
Jahresüberschuss 322 382 - 16
Cash flow aus der Betriebstätigkeit 581 786 - 26
MitarbeiterInnen 5.828 5.659 + 3

Rückfragehinweis:
OMV
Presse:
Bernhard Hudik Tel.: 0043 1 40440 21660;
mailto:[email protected]
Thomas Huemer Tel.: 0043 1 40440 21660;
mailto:[email protected]

Investoren/Analysten:
Brigitte H. Juen Tel.: 0043 1 40440 21622;
mailto:[email protected]

Internet: http://www.omv.com

Cubitt Consulting
Presse: Sarah Brydon, London Tel. +44 (20) 7367-5127
mailto:[email protected]
Mark Kollar, New York Tel. +1 (212) 896-1201
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OMV

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