Wiener Grüne: Will ORF keine Minderheiten zeigen?

Vassilakou: "Vorgangsweise in Minderheitenredaktion grenzt an Mobbing"

Wien (Grüne) - Die Vorgangsweise des ORF, die
Minderheitenredaktion umzugestalten und die ModeratorInnen Silvana Meixner und Lakis Iordanopoulos zu ersetzen, löst bei der Menschenrechtssprecherin der Wiener Grünen, Maria Vassilakou, größte Sorge aus: "Das Format der Sendung ‚Heimat fremde Heimat' zeichnete sich gerade dadurch aus, dass hervorragende RedakteurInnen und ModeratorInnen mit Migrations-Hintergrund ihre Themen einer breiten Öffentlichkeit transportierten. Die ModeratorInnen und RedakteurInnen haben dabei ausgezeichnete Arbeit geleistet und einen wichtigen Beitrag zur Idee des vielfältigen Zusammenlebens beigetragen. Dass ‚Heimat fremde Heimat' jetzt akzentfrei moderiert wird, sei daher kontraproduktiv."

Stadträtin Vassilakou ortet zudem ein zunehmende minderheitenfeindliche Vorgangsweise des ORF: "Auch eine Vorabend-Serie wie ‚Will & Grace' wird sang- und klanglos aus dem Programm entfernt, eine Serie in der eine schwule Hauptfigur ein sehr positives Bild über das homosexuelle Leben darstellt. Aufgrund schlechter Quoten kann die Serie nicht abgesetzt worden sein. Und nun das schleichende Verschwinden von MigrantInnen von den Schirmen:
Zufall kann das alles nicht sein!"

Vassilakou appelliert an Generaldirektorin Monika Lindner, den Kulturauftrag des ORF auch als Kultur der Vielfalt zu verstehen:
"Allmählich entsteht der Eindruck, dass MitarbeiterInnen der Minderheitenredaktion für ihre konsequente, bisherige - manchmal auch regierungskritische - Linie hinaus-gemobbt werden sollen", so Vassilakou abschließend.

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