Wirtschaftsbund: 25 Prozent Maximalsteuer auf nicht entnommene Gewinne für alle Unternehmungen

Kopf: Regierungsprogramm mit richtigen Maßnahmen - Zeit für Nachbesserungen nutzen

Wien, 9. März (2003) "Es freut den Wirtschaftsbund, dass sich die Regierung der langjährigen Wirtschaftsbund-Forderung, einer geringeren Besteuerung der nicht entnommenen Gewinne zur Verbesserung der Eigenkapitalsituation und Stärkung der Investitionskraft der Betriebe angeschlossen hat. Klar ist für den Wirtschaftsbund, dass auch die Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften und GesmbH) von dieser wichtigen Maßnahme für eine Verbesserung der Eigenkapitalausstattung erfasst werden sollen", erklärte heute, Sonntag, Wirtschaftsbund-Generalsekretär Karlheinz Kopf. Denn die dramatische Situation bei der Eigenkapitalausstattung betrifft alle Rechtsformen mittelständischer Unternehmungen, so Kopf. ****

Das von der Bundesregierung geplante und seitens des Wirtschaftsbundes stets vehement geforderte Steuersenkungspaket, soll die Eigenkapitalbildung bei Österreichs Betrieben unterstützen. Einerseits als Antwort auf die erschwerten Kreditvergaben nach dem Start der Basel II-Vorschriften für die Banken ab 2006, andererseits auch für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes im Hinblick auf die EU-Erweiterung 2004.

Der Wirtschaftsbund werde die Zeit bis zur parlamentarischen Beschlussfassung nutzen, um eine adäquate und zeitgleiche Entlastung mit einem maximalen 25prozentigen Steuersatz auf nicht entnommene Gewinne für alle zu erreichen. Faktum sei, dass derzeit rund 82.000 Betriebe mit über 210.000 Beschäftigten derzeit eine negative Eigenkapitalbasis aufweisen. Europaweit rangiert Österreich mit einer Eigenkapitalquote von 28 Prozent an der vorletzten Stelle.

Das Regierungsprogramm enthält aus Sicht des Wirtschaftsbundes viele richtige Vorhaben für den Standort Österreich. Das gilt für jene aus dem vorangegangenen Regierungsprogramm unvollendet gebliebenen Vorhaben, die sich jetzt wiederfinden, etwa die Fortführung der Lohnnebenkostensenkung oder eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Zudem konnten auch weitere wichtige Forderungen für die Klein- und Mittelbetriebe wie die Abschaffung der 13. Umsatzsteuervorauszahlung durchgesetzt werden.

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