"Polterabend": Haymon-Verlag präsentierte letzten "Polt"-Roman von Alfred Komarek, ORF-Verfilmung schon abgedreht

Alfred Komarek, ORF-Verfilmung schon abgedreht ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner: "'Polt' gehört zum ORF-Kernauftrag"

Wien (OTS) - Im großen Sendesaal des ORF-RadioKulturhauses wurde gestern, am Samstag, dem 8. März 2003, Polterabend gefeiert: Der Anlass dazu war allerdings keine Hochzeit, sondern die Präsentation des jüngsten Buches von Glauser-Preisträger Alfred Komarek, erschienen im Innsbrucker Haymon-Verlag. "Polterabend" ist der Titel dieses vorläufig letzten Romans der als Tetralogie angelegten Krimireihe um den Weinviertler Gendarmerieinspektor Simon Polt, die der ORF gemeinsam mit dem Kultursender ARTE bereits komplett verfilmt hat. Die letzte Filmklappe zur TV-Adaption von "Polterabend" war, ganz aktuell, am Vorabend der Buchpräsentation gefallen. Rund 250 Gäste waren der Einladung von Hamyon-Verlagsdirektor Dr. Michael Forcher gefolgt und zur Buchpräsentation gekommen, darunter Prominente wie die "Polt"-Macher Julian R. Pölsler, der Drehbuchautor und Regisseur der Filmreihe, und Teamfilm-Produzent Wulf Flemming, weiters Louise Martini, Chris Lohner, KR Michael Wolkenstein, Produzent der Satel Film, und Hausherr und ORF-Hörfunkdirektor Kurt Rammerstorfer.
Eine Laudatio auf den ehemaligen ORF-Radiomoderator, Feuilletonisten, Essayisten und Reiseschriftsteller Alfred Komarek hielt ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner. Im Anschluss daran gab Ernst Grissemann eine Kostprobe aus Komareks jüngstem Werk. Mit einer Weinviertler Kellerjause und einer Weinverkostung mit musikalischer Untermalung war der "Polterabend" perfekt.

ORF-Programmdirektorin Dr. Monika Lindner ist erklärter "Polt"-Fan

In ihrer Laudatio im Rahmen der Buchpräsentation erwies sich ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner als ausgesprochener "Polt"-Fan: "Beim Lesen eines Kriminalromans von Alfred Komarek ist man von der ersten Zeile an unmittelbar im Geschehen, man versteht die Figuren, ihre Stimmungen und weiß, von welchen Landschaften die Rede ist. Seine zumeist kurzen und präzisen Sätze holen die zahlreichen 'Polt'-Leserinnen und -Leser binnen kürzester Zeit ins Weinviertel und in die Welt des Simon Polt. Eine Welt, deren Landschaft und deren Menschen der Autor mag, wie man in jeder Zeile jedes 'Polt'-Romans spürt. Mir, als ehemaliger Landesindendantin des ORF Niederösterreich, geht es im Übrigen nicht anders."

Alfred Komareks Erfolgsrezept

Alfred Komareks "Polt"-Reihe ist nicht in das klassische Krimigenre einzuordnen. Viel mehr sind seine Romane leise und liebevolle, aber dennoch schonungslose Milieustudien einer Weinbauernregion und ihrer Menschen. Und Simon Polt ist auch kein Polizist im klassischen Sinne: Mit seinen menschelnden Methoden, seiner ihm eigenen Beharrlichkeit und seinem sensiblen Gehör für die feinen Zwischentöne wähnt er sich abseits aller Actionhelden dieser schnelllebigen Zeit.
Laudatorin Dr. Monika Lindner: "Was Alfred Komarek vor allem auszeichnet, ist der respektvolle Umgang mit Menschen, selbst wenn sie, was in Kriminalromanen kaum zu vermeiden ist, manchmal böse sind. Es mag paradox klingen, dass ein Autor, der seine Figuren ja erfindet und formt, nicht mit ihnen macht, was er will, sondern - so erscheint es mir - zuerst sein Gewissen und das seiner Figuren erforscht, bevor er sie handeln lässt."
Dass diese Fähigkeiten Komareks bisher von Erfolg gekrönt waren, beweisen die Fakten: Von den ersten drei Bänden der "Polt"-Tetralogie wurden mehr als 50.000 und von den bisher erschienenen Taschenbuchausgaben mehr als 100.000 Stück verkauft. Sogar schon ins Chinesische wurde der "Polt" übersetzt. Auch die beiden bisher ausgestrahlten ORF-Verfilmungen waren ausgesprochene Publikumserfolge: "Polt muss weinen" (2001) und "Blumen für Polt" (2002) erreichten bei ihrer ORF-Premiere jeweils rund eine Million Zuseher. Hauptdarsteller Erwin Steinhauer wurde heuer für "Blumen für Polt" mit dem Darstellerpreis des Festivals Baden-Baden ausgezeichnet, zum renommierten Adolf-Grimme-Preis ist der zweite "Polt"-Film derzeit ebenfalls nominiert. Die dritte "Polt"-Romanverfilmung, "Himmel, Polt und Hölle", steht schon am Palmsonntag, dem 13. April 2003, um 20.15 Uhr in ORF 2 auf dem Programm.

"Filme wie 'Polt' gehören zum ORF-Kernauftrag"

Dass auch die hohe Qualität der ORF-Verfilmungen von Komareks Büchern keine Selbstverständlichkeit ist, stellte ORF-Generaldirektorin Dr. Monika Lindner eindeutig klar: "Alfred Komarek schreibt hervorragende Geschichten, aber eine hervorragende Geschichte allein macht noch keinen guten Film. Dass auch die Filme in höchstem Maß gelungen sind, ist einer Reihe von Glücksfällen zu verdanken: Mit Erwin Steinhauer konnte die Idealbesetzung für die Titelrolle des eigenwilligen Landgendarmen gefunden werden. Regisseur Julian Pölsler versteht es wie kein anderer, die liebvollen aber gleichermaßen schonungslosen Milieustudien Alfred Komareks in Szene zu setzen, und Fabian Eder an der Kamera liefert die entsprechenden Bilder dazu. Außerdem konnte Regisseur Julian Pölsler für alle vier 'Polt'-Filme wunderbare Schauspieler gewinnen." Weiters betonte Lindner: "TV-Produktionen wie die 'Polt'-Filme gehören nach meinem Verständnis zum Kernauftrag des ORF, und ich bin mit dem Vorsatz als Generaldirektorin des ORF angetreten, die Eigenproduktion in den Fernsehprogrammen zu stärken. Es freut mich deshalb sehr, dass es dem ORF gelungen ist, seine Investitionen in die österreichische Filmwirtschaft auch in diesem wirtschaftlich für den ORF sehr schwierigen Jahr auf einem sehr hohen Niveau zu halten." Während Komareks Roman "Polterabend" bereits im österreichischen Buchhandel erhältlich ist, wird die Verfilmung des Werkes 2004 im ORF zu sehen sein.

Alfred Komarek wurde 1945 in Bad Aussee geboren, arbeitete lange für Hörfunk und Fernsehen (seine ORF-Radioshow "Melodie exklusiv" ist nahezu legendär) und schrieb zahlreiche Sachbücher, Feuilletons, Landschaftsbände und Reiseführer durchs Ausseer Land, das Weinviertel und kulturgeschichtliche Bücher wie zum Beispiel "Kulturschätze im Salzkammergut". 1998 gab er mit "Polt muss weinen" sein Krimidebüt und wurde dafür mit dem deutschen Glauser-Preis ausgezeichnet.

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