Frauentag: Brot und Rosen für Kärnten - Studiengebühren sind große Belastung für Kärntnerinnen

Schaunig fordert gerechte Entlohnung, berufliche Entfaltung und Fortentwicklung sowie eine eigenständige soziale Sicherung

Klagenfurt (SP-KTN) - "Frauen wollen heute nicht mehr nur überleben, sondern auch leben", stellte Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut anlässlich eines Pressegesprächs zum internationalen Frauentag in Klagenfurt fest. Der 1912 entstandene Schlachtruf "Brot und Rosen" habe heute eine weitreichende Symbolik die Kernforderungen seien aber nach wie vor Aufrecht.

Eine menschenwürdige Wohn- und Lebensumwelt, kulturelle Angebote für alle und Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensentwürfen seien aktuelle Forderungen, denen bis heute nicht entsprochen wurde. "Auch die Forderung nach Frieden hat angesichts der Situation im Irak traurige Aktualität bekommen", so Schaunig, die die Forderung der SPÖ-Kärnten nach Mut zum Frieden unterstützt.

"In Österreich ist die Kluft zwischen den Gehältern von Männern und Frauen mit 21 Prozent noch um 5 Prozent höher als im EU-Durchschnitt mit 16 Prozent", kritisiert Schaunig und beruft sich auf eine Eurostat-Erhebung. In Kärnten seien alle Frauen vom Lehrling bis hin zur Pensionistin betroffen. In der Fortsetzung des schwarz-blauen Kurses sieht Schaunig wenig Chancen auf "Wetterbesserung in Frauenpolitischen Belangen auch in Kärnten". "Die Studiengebühren haben die Situation für viele Kärntnerinnen verschärft", sagte Schaunig.

Auch im Bildungsbereich liegen die österreichischen Frauen bei der tertiären Ausbildung (also Unis, Fachhochschulen, Pädagogische Akademien) unter dem EU-Schnitt. "Nur 15 Prozent der Frauen haben einen Abschluss im Tertiärbereich, EU-weit sind es 21 bzw. 23 Prozent, hier könnte Österreich viel von Finnland lernen", so Schaunig. Finnland bildet in diesem Bereich die Spitze mit 36 Prozent, Schlusslicht ist Italien mit 10 Prozent. (Forts.)

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